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Kameratest: Canon C300 Mark III

Ein neuer Sensor ziert die dritte Generation der Canon-Kamera C300. Der S35-4K-CMOS-Sensor ist aber bei weitem nicht die einzige positive Neuerung.







Farb- und Kontrastdarstellung

LUTs müssen im Menü erst einmal für die entsprechende Darstellung auf dem Monitor oder dem Ausgang aktiviert werden, erst dann kann man die LUT auch per Tastendruck aktivieren.

Dabei wird aber auch das ganze Menü von der LUT erfasst. Es lassen sich bis zu vier eigene LUTs im .cube Format von der SD-Karte laden.

Kamera, Canon, C300/III, © Harrer

Die Einstellungen im Menü für die Autofokus-Geschwindigkeit. Bei -1 konnten wir die besten Resultate erzielen.

Autofokus, Blende und Bildstabilisierung

Der Dual Pixel Autofokus kann zwar nicht in allen Situationen bedenkenlos eingesetzt werden, aber er ist der beste Autofokus für Videoaufnahmen, den es momentan gibt. Er funktioniert beim Facetracking wirklich gut, auch bei schnellen Bewegungen auf die Kamera zu hält er die Schärfe, ohne zu pumpen. Kleine Anmerkung zur aktuellen Lage: mit Mund- und Nasenmaske funktioniert das Ganze nicht.

Auch bei Schwenkbewegungen mit einem festgelegten Punkt auf dem Touchscreen schafft die C300 Mark III es in den meisten Fällen, die automatisierte Schärfe sehr organisch und gleichmäßig zu verlagern. Dabei kann man mit einem einfachen Antippen auf dem Monitor festlegen, auf welchen Bereich des Bildes er sich scharf stellen soll. Auch Schärfeverlagerungen ohne Bewegung funktionieren mit dieser Methode sehr gut. Wie beim Schärfe-Assistenten funktioniert das gut, so lange das Bild hell genug ist und der Kontrast über 40 % liegt. Darunter fängt der Autofokus an zu pumpen und findet die Schärfe nicht.

Auch bei sehr langen Schärfewegen kann es gelegentlich mal zum Pumpen kommen, aber Standardsituationen, wie der Schwenk von einer Tastatur auf ein Gesicht, gelingen in den meisten Fällen ohne Probleme.

Die Geschwindigkeiten, wie schnell der AF reagiert und wie schnell die Verlagerung ausgeführt werden kann, legt man im Menü fest. Die Grundeinstellungen sind aber für viele Standardsituationen gut.

Die Autoblende kann ebenso in Geschwindigkeit und Reaktionszeit im Menü eingestellt werden. Für Schwenks von einem Fenster in einen Innenraum funktioniert das auch gut, soweit es der Kontrast der Szene zulässt. Einen Automodus, der auch die ISO mit einbezieht, gibt es nicht, und die muss man in solchen Fällen auch oft mit einstellen.

Kamera, Canon, C300/III, © Harrer

Das Bild wird mit dem elektronischen Bildstabilisator gecropt.

Die C300 Mark III besitzt eine digitale Bildstabilisierung für Objektive, die keine eigene Bildstabilisierung bieten. Allerdings ist die Funktionalität des Objektives immer vorzuziehen, zum ersten macht die elektronische Variante keinen besonders guten Job — schon Aufnahmen bei 80 mm aus der Hand kann sie kaum noch gut ausgleichen — zum anderen cropt sie den Sensor. Außerdem funktioniert sie nicht, wenn man in Raw aufzeichnet.

Rolling Shutter

Der Rolling Shutter sorgt bei schnellen Bewegungen mit vertikalen Linien oder bei Aufnahmen aus einem fahrenden Auto für deutlich sichtbare »Bananen-Artefakte«. Hier liegt Canon genau im Rahmen gängiger Kameras mit einem Sensor dieser Größe. Der Rolling-Shutter-Effekt ist gerade bei Aufnahmen aus einem fahrenden Auto oder bei schnell drehenden Objekten wie einem Ventilator deutlich sichtbar, aber in den meisten anderen Situationen fällt er kaum ins Gewicht.

Seite 1: Einleitung, Überblick
Seite 2: Technische Eckdaten
Seite 3: Ergonomie, Handhabung
Seite 4: Zubehör, Buchsen/Anschlüsse, Mounts
Seite 5: Menü/Messgeräte, Ventilator, Belichtung/Schärfe
Seite 6: Farbe/Kontrast, AF/Blende/Stabi/Shutter
Seite 7: Bildqualität
Seite 8: Ton, Alternativen, Fazit


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Autor: Christoph Harrer, Nonkonform

Bildrechte: Nonkonform (9), Harrer (23), Archiv

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