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Praxistest: DJI Avata 2 FPV-Drohne

Mit der Avata 1 ist DJI seinerzeit in den FPV-Markt eingestiegen und hat eine sehr anfängerfreundliche Drohne mit digitaler Bildübertragung herausgebracht. Seitdem ist viel passiert, und jetzt ist die Avata 2 mit einer neuen Brille erschienen.

©Sas Kaykha

Avata 2 bietet im Vergleich zum Vorgänger …

Ob die DJI Avata 2 genauso viel Spaß wie die erste Version bringt und wie sie sich fliegen lässt, zeigt dieser Test.

Wie immer haben wir ein Testvideo, in dem die Avata 2 im Acro Mode geflogen wird. (»Acro« steht für »Acrobatic«, es ist der Modus, in dem der Beschleunigungssensor ausgeschaltet ist, die Drohne nur über das Gyroskop stabil gehalten wird und bei Richtungsangaben über den Stick in der letzten Lage bzw. Neigung bleibt.)

©Sas Kaykha

einen größeren Sensor und eine O4 Air Unit.

Auf das reine FPV-Fliegen will ich mich in diesem Test auch konzentrieren, denn dafür ist die Drohne schließlich gemacht.

Neben einigen Upgrades für das Fluggerät, wie etwa einem größeren Sensor und der O4 Air Unit, gibt es auch brillenseitig News: die Goggles 3. Auch der FPV Controller ist überarbeitet worden.

©Sas Kaykha

Die Propeller sind jetzt nach oben gerichtet, die Avata 2 ist flacher als die Avata 1.

Daten

Fangen wir mit der Drohne an, die schon von außen anders aussieht als ihr Vorgänger. Die Propeller sind jetzt nach oben gerichtet, die Avata 2 ist flacher als die Avata 1. Der Akku verschwindet ganz im Body, und neben den neuen Sensoren fällt die größere Linse der Kamera auf.

©Sas Kaykha

Tatsächlich ist die neue Drohne rechts circa 50 g leichter als ihr Vorgänger.

Tatsächlich ist die neue Drohne circa 50 g leichter als ihr Vorgänger, bleibt aber mit einem Startgewicht von 377 g immer noch weit über der 250-Gramm-Grenze. Hier wird DJI mit der Neo aber eine Drohne auf den Markt bringen, die weitaus weniger wiegt. Der Akku soll eine Flugzeit von 23 Minuten bringen, beim Vorgänger waren es nur 18. Ein weiteres Update, und im FPV-Sektor einmalig, sind die Umgebungssensoren. Sie sind nach hinten und unten gerichtet und sollen Kollisionen verhindern.

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Die Kamera besitzt jetzt einen 1/1,3-Zoll-CMOS-Bildsensor.

Die wohl interessanteste Neuerung ist aber das O4-Bildübertragungssystem. Neben einer um drei Kilometer erhöhten Reichweite (was für Deutschland uninteressant ist) und einer Bandbreite von 60 Mbps besitzt die Kamera jetzt einen 1/1,3-Zoll-CMOS-Bildsensor und kann in 4K bis zu 100p aufnehmen. Neben dem normalen Bildprofil steht auch das D-Log M zur Verfügung, mit dem sich 10- Bit-4:2:0-Videos aufnehmen lassen (auch in 100p).

©Sas Kaykha

Die Avata 2 ermöglicht eine Flugzeit von bis zu 23 Minuten und unterstützt PD-Schnellladung.

Auch der interne Speicher wurde im Vergleich zur ersten Avata vergrößert, statt 20 lassen sich jetzt 46 GB aufnehmen. Zusätzlich kann man natürlich auch eine Speicherkarte nutzen. Diese – und jetzt nehme ich eine weitere Überraschung vorweg – lässt sich viel einfacher wechseln als vorher, weil der Slot aus dem Propellerraum an die Seite der Drohne gewandert ist. Hier hat DJI wirklich mitgedacht, denn der Verschluss so nahe an den Propellern war gefährlich und vor allem fummelig.

©Sas Kaykha

Der Motion Controller (DJI RC Motion 3) …

Die DJI FPV-Fernsteuerung 3 ist leichter als ihr Vorgänger, die Antenne ist jetzt integriert. Der Motion Controller (DJI RC Motion 3) ist ebenfalls neu designt, ihn habe ich aber bis auf einen kurzen Test in der Tasche gelassen.

©Sas Kaykha

… ist neu designt.

Mit der Avata lässt sich wunderbar in die FPV-Welt einsteigen. Avata 1 und 2 bringen Vorteile mit wie eine Stabilisierung auch per GPS, den »Notknopf«, mit dem die Drohne sofort in der Luft stehenbleibt, und die Akkus, die nicht aufwendig geladen und entladen werden müssen. Beide Modelle sind direkt flugfertig und in der Luft relativ sicher.

©Sas Kaykha

Mit der richtigen FPV-Fernsteuerung kann man sehr präzise fliegen.

Daher macht es in meinen Augen gar keinen Sinn, mit dem Motion Controller anzufangen. Möchte man seine Kinder mal mit der Drohne spielen lassen, mag dies vielleicht noch okay sein. Aber mit der richtigen FPV-Fernsteuerung kann man natürlich viel präziser und besser fliegen und ist dann direkt in der FPV-Welt. Eine Umgewöhnung, wenn man sich mal einen Racer oder ähnliches zulegen möchte, erspart man sich auch.

©Sas Kaykha

Der Remote Controller 3.

Einsteigern empfehle ich, den FPV-Controller an einen Simulator anzuschließen (Uncrashed, unter 20 Euro bei Steam) oder den DJI-eigenen zu nutzen (DJI Virtual Flight App für das Handy). Nach ein paar Stunden Acro-Fliegen kann man dann getrost in den manuellen Modus der Avata (über die Brille aktivierbar) wechseln. Somit lässt sich im normalen oder Sportmodus starten und dann in ausreichender Höhe in den M-Modus wechseln. Solange man einen Finger immer am Notschalter hat, kann einem eigentlich nichts passieren. Der ganze Test und auch das Video bestehen also aus reinen Acro-FPV-Aufnahmen. Die Avata 2 fällt übrigens in die Drohnenklasse C1, man kann also in der Open-A1-Kategorie fliegen, was die Avata 1 noch nicht durfte.

©Sas Kaykha

Die neuen DJI Goggles 3 erinnern stark an die Integra.

Die neuen DJI Goggles 3 erinnern stark an die Integra – auch hier ist der Akku ins Kopfband integriert. Sie sitzen allerdings bequemer und passgenauer als die Integra-Brille. Durch einen Drehschalter lässt sich das Kopfband straffen, an der Stirn sitzt ein weiteres Pad, durch das man die Brille auch mal schnell hochklappen kann. Das braucht man aber gar nicht mehr – vorne an der Brille befinden sich zwei Kameras.

©Sas Kaykha

Auch hier ist der Akku ins Kopfband integriert.

Mit einem Doppeltipp an die Seite wechselt die Ansicht in den Goggles von dem Kamerabild der Drohne auf die integrierten Kameras der Brille – wahlweise auch in 3D. So kann man schnell die Umgebung checken, ohne die Brille absetzen zu müssen. Das Drohnenbild kann dabei als kleine Vorschau zusätzlich eingeblendet werden.
Die Einstellung Real View 3D zeigt ein 3D-Bild der Umgebung, Real View Bild-in-Bild dann in 2D mit zusätzlichem Kamerafeed.

©Sas Kaykha

Die Drohne ist in verschiedenen Paketen erhältlich.

Ein weiterer Clou der neuen Brille: Es lässt sich endlich eine LUT über das Drohnenbild legen! Bis jetzt musste man bei ambitioniertem Filmen nämlich immer mit dem flachen D-Log-M-Look fliegen, was gerade bei dünnen Ästen stets ein Problem war, da man diese oft erst zu spät sah. Weiterhin kann man den Lüfter über das Menü der Brille hochdrehen, um beschlagene Gläser zu entfeuchten.

©DJI

Das bietet der Hersteller an.

Wie immer bei DJI ist die Drohne in verschiedenen Paketen erhältlich. Beachten sollte man nur, dass der FPV-Controller 3 separat gekauft werden muss. Nur mit diesem Controller (oder mit dessen Vorgänger) lässt sich richtig und ohne Beschränkungen FPV fliegen.

  • DJI Avata 2 incl. Motion Controller 3 und ein Akku: 489 Euro;
  • DJI Avata 2 Fly More Combo, ein Akku, Goggles 3 und Motion Controller 3: 999 Euro;
  • DJI Avata 2 Fly More Combo, drei Akkus, Goggles 3, Motion Controller 3, Umhängetasche und Ladestation: 1.199 Euro.

Der DJI FPV-Remote-Controller 3 kostet 149 Euro; ein zusätzlicher Drohnenakku 119 Euro; die DJI Goggles 3 gibt es für 659 Euro.

In unserem Test hatte ich die Fly More Combo mit drei Akkus und Tasche. Diese, gepackt mit allem Zubehör, passt übrigens bequem in einen Rucksack.


Testvideo der Avata 2.

Seite 1: Eckdaten, Kombi-Pakete und Goggles
Seite 2: Praxis, Post, Fazit

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Autor: Sas Kaykha

Bildrechte: Sas Kaykha

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