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Adobe: KI-gestützte Innovationen für Premiere und After Effects
Adobe hat anlässlich der bevorstehenden IBC Show 2026 neue KI-gestützte Innovationen für Premiere und After Effects angekündigt, die Videoprofis mehr Geschwindigkeit, Flexibilität und Kontrolle über ihren gesamten Produktionsworkflow hinweg ermöglichen. Die neuen Funktionen helfen dabei, kreative Inhalte direkt in der Timeline zu generieren, zeitaufwändige Arbeitsschritte zu automatisieren und Audio- sowie Farbworkflows effizienter zu gestalten – ohne den kreativen Prozess zu unterbrechen.
Die wichtigsten Updates im Überblick:
Generative Media Tool: Editor_innen können Video- und Audiomaterial direkt in der Timeline generieren und Lücken kontextbezogen füllen. Neben Adobe Firefly stehen Modelle von Partnern wie Google Veo, Kling, Runway und Luma zur Auswahl. Auch Soundeffekte, Soundscapes und Musik lassen sich direkt im Schnitt erstellen.
KI-Audio-Tools: Neue Funktionen bereinigen und optimieren Audioaufnahmen, trennen überlappende Dialoge automatisch und gleichen Dialoge, Musik und andere Elemente aus. Die Tools befinden sich derzeit in der öffentlichen Beta-Phase.
KI-Assistent in After Effects: Der KI-Assistent übernimmt auf Anweisung in natürlicher Sprache komplexe, mehrstufige Aufgaben – von der Organisation großer Projekte bis zur Erstellung von Bewegungseffekten und Expressionen, ohne dass Code geschrieben werden muss. Die Funktion ist derzeit als öffentliche Beta verfügbar.
Schnellere Farbkorrektur: Der neue Farbmodus in Premiere (Beta) bringt zusätzliche professionelle Farbwerkzeuge direkt in den Schnitt. Mit der Funktion Auto Color lassen sich Farbtemperatur und Belichtung mit einem Klick korrigieren.
Weitere Details
Neue Audio-Werkzeuge gegen Rauschen und Übersprechen
Ebenfalls als Public Beta bringt Premiere Pro vier neue Audiofunktionen: Enhance Audio erweitert die bisherige Enhance-Speech-Funktion um unabhängige Kontrolle über Dialog, Musik, Ambience und Effekte innerhalb eines Clips. Separate Crosstalk trennt zwei überlappende Sprecher automatisch auf getrennte Spuren, ohne Nachvertonung. Dynamic Auto Ducking gleicht Pegel zwischen Dialog und Musik automatisch aus, ganz ohne manuelle Keyframes. Ein neuer Geschwindigkeitsalgorithmus sorgt zudem für natürlichere Tempowechsel bei erhaltener Tonhöhe und Klangfarbe.
KI Assistant erweitert sich von Premiere Pro auf After Effects
Nach dem Einsatz in Premiere Pro, wo der AI Assistant bereits beim Organisieren von Assets, Umbenennen von Clips und Setzen von Markern hilft, steht er nun als Public Beta auch in After Effects bereit. Dort arbeitet er projektweit statt nur innerhalb der geöffneten Komposition: Per natürlicher Sprache lassen sich umfangreiche Projekte mit tausenden Ebenen neu organisieren, technische Probleme lösen oder komplexe Expressions erzeugen – ganz ohne Code. Adobe betont, dass Anwender_innen dabei jederzeit entscheiden, welche Aufgaben sie abgeben und welche Ergebnisse sie selbst verfeinern.
Color Mode: neue Style-Module und automatische Farbkorrektur
Color Mode, Premiere Pros Grading-Umgebung, wächst in der Beta-Phase weiter: Neue Style-Module wie Vignette und Midtones liefern zusätzliche filmische Looks. Ein neues Auto-Color-Werkzeug korrigiert Farbtemperatur und Belichtung von Clips, Gruppen oder ganzen Sequenzen per Klick.
Weitere Neuerungen und ein Emmy zum Jubiläum
Zusätzlich hat Adobe die Properties- und Effekte-Paneele für schnellere Navigation überarbeitet. Frame.io Mounted Storage steht nun allen Accounts offen und erlaubt das Streaming von Material in voller Auflösung direkt in die Premiere-Pro-Timeline, ohne lokalen Download.
Parallel zu den Produkt-Updates würdigt die Television Academy Premiere Pro mit einem Engineering, Science & Technology Emmy Award – als Anerkennung für 35 Jahre Werkzeuge für die Postproduktion.


















