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Video: Sony schickt DWX in die vierte Generation
Sony brachte DWX 2008 als erstes digitales Funkmikrofonsystem für den Profimarkt heraus. Mit der vierten Generation startet der Hersteller die nächste Runde und beginnt mit Empfänger und Taschensender. Das übrige Line-up aus Kameraempfänger, Plug-on-Sender mit Phantomspeisung, Micro-Bodypack für Musical und Theater sowie Handsender mit wechselbarer Kapsel bleibt vorerst in Generation 3 und wird weiter produziert.
BESCHREIBUNG
Vier Kanäle in unter einer Minute
Der neue 19-Zoll-Empfänger bietet vier Kanäle und eine komplett neu entwickelte RF-Engine. Sie soll auch in immer engeren Frequenzspektren für dropoutfreie Übertragung sorgen. Laut Warlich bestätigen erste Praxiserfahrungen das.
Ausgangsseitig liefert der Empfänger vier analoge Ausgänge, eine redundante Netzwerkanbindung (Primary/Secondary) über vier Ethernet-Buchsen und zwei BNC-Anschlüsse für AES3. Alle drei Formate stehen gleichzeitig zur Verfügung, was Splits ohne Zusatzgeräte erlaubt.
Die Quick-Setup-Funktion bringt vier Kanäle an den Start. Der Empfänger sucht automatisch freie Frequenzen und weist sie den Sendern per Fernsteuerung zu. Das dauert weniger als eine Minute. Für Setups mit acht bis zwölf Kanälen funktioniert das gut, darüber hinaus übernimmt die Software Wireless Studio im Netzwerk. Eine Rückstrecke im 2,4-GHz-Band steuert alle Senderparameter wie Frequenz, Ausgangsleistung, Low-Cut und Name. Über die Metadaten der digitalen Übertragung kommen Informationen wie die Restlaufzeit der Akkus zurück zum Empfänger.
Taschensender mit Phantomspeisung und 32-Bit-Recorder
Der DWT-B40 löst das Vorgängermodell DWT-B30 ab. Sein dreipoliger Lemo-Eingang liefert auf Wunsch 48 Volt Phantomspeisung. Mit einem Lemo-XLR-Kabel lässt sich damit jedes phantomgespeiste Shotgun-Mikrofon anschließen. Das Batteriefach nimmt wahlweise AA-Batterien oder Lithium-Ionen-Akkus vom Typ NP-BX1 auf. Die Restlaufzeitanzeige funktioniert mit beiden.
Ein microSD-Slot für Karten bis 2 TB macht den Sender zum Backup-Recorder: Bis zu 1.000 Stunden Broadcast Wave zeichnet er auf, und zwar in echtem 32 Bit Float. Dafür sorgen zwei kaskadierte A/D-Wandler, die per Software so abgestimmt sind, dass im Übergangsbereich kein zusätzliches Rauschen entsteht. Timecode lässt sich über den Audioeingang oder per PC jammen. Beim Akkuwechsel schließt ein interner Puffer die Audiodatei sauber ab und hält den Timecode bis zu zehn Sekunden lang am Laufen. Neu jammen muss man nach dem Wechsel also nicht.
Preise und Verfügbarkeit
Sony plant, die Geräte im April auszuliefern. Der Taschensender DWT-B40 soll 1.290 Euro kosten, der Vierkanal-Empfänger 6.490 Euro, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Preise sind vorläufig, verbindlich werden sie zum Lieferstart.




















