Branche, Sport: 07.06.2007

Wige an Start und Ziel: 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Die Nordschleife des Nürburgrings ist vom 7. bis 10. Juni 2007 Austragungsort für zahlreiche Rennsportwettbewerbe. Hauptereignis ist dabei das zum 35. Mal veranstaltete 24-Stunden-Rennen. Für den TV-Dienstleister Wige Media stellt diese Veranstaltung das größte Einzel-Event des diesjährigen Produktionsplans dar.

Bevor das 24-Stunden-Rennen am Samstagnachmittag gestartet wird, finden schon ab Donnerstag zahlreiche andere Rennen und Motorsport-Events auf dem Nürburgring statt. Dabei erbringt Wige für den Veranstalter, den ADAC Nordrhein, ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen: TV-Produktion und -vermarktung, Rechte-Handling, Daten- und Technik-Services, Abwicklung des gesamten Sponsorings und der VIP-Event-Betreuung.

Kein Wunder also, dass Wige dort mit fast 200 Mitarbeitern im Einsatz ist. »Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind für uns gleichermaßen Leistungsschau, Großauftrag und Herzensangelegenheit«, konstatiert Wige-Vorstandsvorsitzender Peter Geishecker.

Mehr als 200.000 Besucher erwarten die Organisatoren auch bei der diesjährigen Auflage des 24-Stunden-Rennens, das in vielerlei Beziehungen als größtes Rennen der Welt gelten kann: Mit 220 Startern im Hauptrennen, der mit über 25 km längsten Rennstrecke der Welt und einer gigantischen Organisation mit über 2.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern nimmt das Event im internationalen Motorsportkalender eine besondere Position ein. Das gilt auch für die TV-Produktion, für die seit Jahren die Wige Media AG verantwortlich zeichnet. 13 Stunden sendet in diesem Jahr alleine der Live-Fernsehpartner DSF vom Rennen: Von Freitag bis Sonntag wird das DSF in sieben Sendeblöcken von einer bis drei Stunden Dauer von der Rennsportveranstaltung berichten. Die Berichterstattung soll laut Veranstalter gespickt sein mit Beiträgen, in denen die Fans ausführliche Vorberichte sowie das Qualifying, den Start und natürlich den Zieleinlauf live verfolgen können. Neben der Live-Berichterstattung soll es Berichte über besondere Fahrzeuge und Teilnehmer geben. Die neben dem Haupt-Event stattfindenden Rahmenrennen (mehr dazu am Ende des Artikels) sollen dabei ebenso Berücksichtigung finden, wie die Technik, die hinter den Rennfahrzeugen steckt.

Auch international findet das verlängerte Motorsportwochenende Anklang: 118 Länder und über 100 Stunden Gesamtsendezeit wurden im Jahr 2006 erreicht. »Unsere Produktion ist bei den 24-Stunden so umfassend wie bei kaum einem anderen Event«, schildert der für das operative Geschäft zuständige Wige-Vorstand Stefan Hoff. »Um die Fernsehproduktion auf diesem gigantischen Areal zu realisieren, müssen wir technisch alle Register ziehen und betreiben so einen Aufwand, der für ein einzelnes Sport-Event seinesgleichen sucht.«

37 Kameras werden laut Wige eingesetzt, um das Renngeschehen mit den ungewöhnlich vielen Teilnehmern auf dem überlangen Rennkurs einzufangen. Drei Ü-Wagen sind dabei im Einsatz, von denen zwei als Relais-Station dienen, um Kamerasignale von entfernteren Streckenteilen gebündelt in das TV-Produktionscamp weiterzuleiten, das in der Nähe von Start und Ziel der Traditionsstrecke aufgebaut wurde. Dort laufen auch die zusätzlichen Live-Onboard-Bilder aus den Fahrzeugen auf, die über einen Helikopter als Relaisstation weitergeleitet werden. Ein weiterer Hubschrauber mit einer kreiselstabilisierten Kamera und weitere drahtlose Kameras ergänzen das umfangreiche Produktions-Equipment. Fast 40 km Kabel wurden laut Wige für das Rennen verlegt, davon rund 10 km Glasfaser.

Wige betont besonders, dass das Unternehmen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nicht nur die TV-Dienstleistungen durchführt, sondern auch die Betreuung aller Sponsoring-Aktivitäten des Events sowie die Vermarktung der TV-Rechte. Darin sieht Stefan Hoff einen Marktvorteil für Wige und auch für deren Kunden: »Durch unsere einzigartigen Erfahrungen auf dem TV-Sektor sind wir in der Lage, den Sponsor-Partnern vernetzte Marketingkonzepte für das 24-Stunden-Rennen anzubieten.«

Technisch ist neben der TV-Produktion auch der umfangreiche Datenservice erwähnenswert, den die Zeitnahme- und Event-Technik-Experten von Wige bereitstellen. Neben den Zeitanzeigen vor Ort werden auch die TV-Produktion und die Internet-Redakteure mit Zeitdaten versorgt. Apropos Internet: Auf der ebenfalls von Wige betriebenen offiziellen Website www.24h-rennen.de werden Live-Timing und ein 24-Stunden-Ticker nach Firmenangaben bereits seit Jahren realisiert — und im Jahr 2007 soll es auch Bewegtbilder in Form eines 24-Stunden-Live-Streams zu sehen geben.

Über das 24-Stunden-Rennen

Neben dem Höhepunkt der Veranstaltung, dem 24-Stunden-Rennen, werden im Vorfeld dazu auch andere Motorsportwettbewerbe durchgeführt: ADAC GT Masters, ATS Formel 3 Cup, ADAC Chevy Egons 500 und die ADAC Procar Serie mit New Renault Clio Cup, Ford Fiesta ST Cup und Mini Challenge. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Kart-Kids-Wettbewerb und Drift Challenge.

Neu ist dabei in diesem Jahr das ADAC GT Masters, ein Rennen für ältere Rennfahrzeuge. Zu den zugelassenen Fahrzeugen gehören Sportwagen von Porsche, Ferrari, Maserati, Dodge Viper oder Aston Martin. Pilotiert werden die Fahrzeuge von motorsportbegeisterten Privatfahrern.

Autor
red

Bildrechte
Alle Rennbilder aus dem Jahr 2006 und 2007 © ADAC. Wige-Bild stammt von der DTM.

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