Backstage, Making-of: 13.11.2023

Hyperlapse: Next Level

Der Kameramann und Editor Andras Ra hat mit seiner Arbeit das Thema Hyperlapse auf die nächste Ebene katapultiert. Beispiele seiner Clips und ein Interview mit DJI.

Andras Ra, © Andras Ra
Andras Ra bei der Arbeit.

Der gebürtige Ungar Andras Ra ist 27 und lebt in München. Er arbeitet als Kameramann und Editor und er hat sich einen Namen für spektakuläre Hyperlapse-Clips gemacht. Er produziert mittlerweile für zahlreiche namhafte Kunden und er gibt Online Hyperlapse-Kurse. In einem Video-Interview mit DJI erzählt er über seine Arbeit und erläutert die Techniken und Produkte, die er nutzt.

Zur Erläuterung dessen, was er da eigentlich so produziert, erstmal eine Auftragsarbeit, die er für DJI produziert hat:


»Flow through Venice« ist ein Clip, den Andras Ra für DJI produziert hat, hergestellt mit dem DJI-Gimbal RS3 — und als Werbemaßnahme für diesen Gimbal produziert.
Was ist Hyperlapse?

Hyperlapse kann man als »Zeitraffer kombiniert mit Kamerabewegung« definieren, wird manchmal auch als Stop-Motion Timelapse, Walklapse oder Spacelapse bezeichnet. Mehr dazu finden Sie hier in einem Artikel bei film-tv-video.de. oder auch in Kurzform im Lexikon von fim-tv-video.de. Der längere Artikel stammt aber aus dem Jahr 2020, und seither hat sich auch in diesem Bereich einiges weiterentwickelt. So bieten viele Geräte mittlerweile Funktionen, die Filmerinnen und Filmer bei der Produktion von Hyperlapse-Funktionen unterstützen. Aber das, was Andras Ra realisiert, setzt darauf noch ganz deutlich einiges drauf, und die Wirkung seiner Clips basiert stärker auf der Postproduction.

Ra verwendet bei der Aufnahme verschiedene Techniken für seine Clips: Teilweise setzt er Fotoapparate und Handys ein und kombiniert dann Einzelfotos zu Hyperlapse-Clips, teilweise nutzt er aber auch Videokameras und Handys und nimmt damit Videoclips auf. Als Hilfsmittel verwendet er unter anderem größere und kleinere Gimbals, aber auch Kameradrohnen.


»London – Cinematic Travel Video« von Andras Ra.

In allen Fällen geht Ra aber nach folgendem Muster vor, wie er selbst erläutert:

Vorbereitung: Alles beginnt mit einer sorgfältigen Planung und der Erkundung der Standorte über Google Street View. Präzise Vorbereitung ist der Schlüssel.

Dreharbeiten: In dieser Phase werden akribisch geplante Hyperlapse aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit einem Teammitglied bringt Innovation und Effizienz.

Nachbearbeitung: Hier erzeugt der Editor nahtlose Übergänge und fesselnde Effekte. Erst hier nehmen die Clips wirklich Gestalt an.

Zunächst nochmal ein Beispiel, das illustriert, dass man für hochwertige Hyperlapse-Clips im Vorhinein genau planen und wissen muss, was man tut: Man kann nicht einfach mal losfilmen und hoffen, dass man das Ganze dann in der Postproduktion irgendwie zusammenbauen kann.


Eine Auftragsarbeit von Andras Ra für Insta360.
Challenge: Filmen von Hyperlapse-Clips in Städten

Fließende und präzise Hyperlapse-Clips zu realisieren, ist mit etlichen Herausforderungen verbunden, insbesondere in belebten, städtischen Umgebungen. Um diese zu bewältigen, setzt Andras Ra verschiedene Techniken ein. Er bittet Einzelpersonen, sich gezielt zu bewegen, arbeitet mit einem Assistenten zusammen oder fährt seine Ausrüstung über den Köpfen der Menschenmengen aus. Dabei erweist es sich etwa als äußerst praktisch, ein Handy mit einem kompakten Gimbal wie dem DJI Osmo Mobile 6 mit 3-Achsen-Stabilisierung zu kombinieren und mit dem eingebauten Verlängerungsstab zu verwenden.

In anderen Videos arbeitet Andras Ra hingegen überwiegend mit Kameradrohnen, so wie in diesem Beispiel:


Eine Auftragsarbeit für DJI, realisiert auf Bali.

Nach all diesen Beispielen und Erläuterungen, hier noch zwei weitere Videos, die mehr über Andras Ra zeigen: Ein Videointerview, das er DJI gab., und ein Video, in dem er ein paar der Grundlagen seiner Arbeit erläutert und zeigt.


Andras Ra im Videointerview mit Olivier Mondon, Senior Communication Manager, DJI Europe.

In diesem Video erläutert und zeigt Andras Ra ein paar der Grundlagen seiner Arbeit.