ISE, Streaming: 03.02.2026

Miri Technologies präsentiert den V410

Miri Technologies hat mit dem Miri V410 einen neuen Live-4K Video-Encoder/Decoder vorgestellt, der für Live-Streaming, IP-basierte Produktions-Workflows und AV-over-IP-Distribution konzipiert ist.

Miri Technologies setzt beim V410 bewusst auf eine besonders anwenderfreundliche Bedienung – ohne auf professionelle Funktionen und flexible Formatunterstützung zu verzichten (Europäischer Master Distributor: Riwit).

©Miri Technologies
Live-4K Video-Encoder/Decoder für Streaming und AV-over-IP – mit Wi-Fi 7, NDI und vielseitiger Protokoll-Unterstützung.

Er ist wahlweise als Encoder oder Decoder konfigurierbar. Als Encoder verarbeitet das Gerät ein 4K-UHD-Signal bis 60 fps oder zwei 2K-QHD-Kanäle (2560×1440) parallel. Als Decoder kann der V410 zwei 4K-UHD-Streams gleichzeitig wiedergeben (je nach Signalformat).

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Das Gerät verfügt über zahlreiche Bedienelemente. Auch ein LCD ist eingebaut.

»Encoding und Decoding sollten mehr sein als nur Formate und Features«, sagt Ryan Brenneman, Co-Founder und CTO von Miri Technologies. »Eine einfache und effiziente User Experience ist genauso wichtig wie Spezifikationen. Der Miri V410 ist so entwickelt, dass er für weniger technische Anwender und Volunteers einfach genug ist – aber tiefgehende Kontrolle und fortgeschrittene Fähigkeiten bietet, die erfahrene Producer und Media-Engineers zu schätzen wissen.«

Für Streaming, IP-Produktion und AV-over-IP

Im Streaming-Umfeld unterstützt der V410 H.264/H.265 in mehreren Protokollen, darunter SRT, RTMP/RTMPS, HLS, TS over UDP und RTSP – jeweils im Encode- und Decode-Betrieb.

Für Video-over-IP-Anwendungen bringt der V410 Unterstützung für NDI HX2/HX3 mit (Encode/Decode) inklusive integrierter NDI Bridge. Zusätzlich kann das Gerät NDI High Bandwidth decodieren; im Encode-Modus ist außerdem Transcoding von NDI-Signalen in Streaming-Formate/Protokolle möglich.

Bedienung und Hardware-Design mit Fokus auf die Praxis

Neben einer browserbasierten Web-Oberfläche setzt Miri auf Bedienelemente direkt am Gerät: Ein LCD-Display in Kombination mit Menü- und Shortcut-Tasten soll Monitoring und Kontrolle erleichtern. Hinzu kommen Front-VU-Meter, ein Kopfhöreranschluss für schnelles Audio-Monitoring sowie ein gut sichtbares Tally-Licht.

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Es gibt eine webbasierte Oberfläche.

Ein weiteres Merkmal ist die Konnektivität. Der V410 verfügt über integriertes Wi-Fi 7 (laut Miri ein Novum im Bereich professioneller Encoder/Decoder-Hardware), Dual-Gigabit-Ethernet für Redundanz oder Multi-LAN-Setups sowie Power over Ethernet (PoE) an einem der Netzwerkports.

Für lokale Aufzeichnung bietet Miri Recording auf microSD-Karte oder einem externen USB-Laufwerk an. Die Video-Ein-/Ausgänge umfassen HDMI 2.0 (bis 4K UHD/60), 3G-SDI (bis 1080p/60) sowie USB-UVC (bis 1080p/30), jeweils inklusive Audio-Unterstützung.

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So soll die Rückfront des Geräts aussehen.
Preview auf OMT (Open Media Transport)

Miri kündigt an, bei der ISE einen Ausblick auf kommende Unterstützung von OMT (Open Media Transport) zu geben – einem offenen, Open-Source-Protokoll für IP-Medientransport.

Miri V410 auf einen Blick
  • Modus: frei konfigurierbar als Encoder oder Decoder
  • Encoding: 1× 4K UHD/60 oder 2× 2K QHD (2560×1440) parallel
  • Decoding: 2× 4K UHD parallel (formatabhängig; NDI High Bandwidth-Einschränkungen laut Hersteller)
  • Streaming-Protokolle (H.264/H.265): SRT, RTMP/RTMPS, HLS, TS over UDP, RTSP
  • NDI: NDI HX2/HX3 Encode/Decode, integrierte NDI Bridge; NDI High Bandwidth Decode
  • Netzwerk: Wi-Fi 7, Dual-Gigabit-Ethernet, PoE
  • I/O: HDMI 2.0, 3G-SDI, USB-UVC; Recording auf microSD/USB