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MPEC kooperiert mit ToolsOnAir

Das Hamburger IT-Systemhaus MPEC integriert künftig die mac-basierten Software-Lösungen von Tools On Air für die Bereiche Ingest, Echtzeitgrafik sowie Playout-Automation.

Das Wiener Software-Haus Tools On Air hat sich auf die Entwicklung von Software für den Broadcast- und Postproduktionsbereich auf der Mac-Plattform spezialisiert. Die Software-Komponente sind dabei natürlich das Zusammenspiel mit der NLE-Software Final Cut Studio abgestimmt. MPEC wiederum spezialisiert sich schon seit längerem auf bandlose Produktionslösungen auf X-SAN-Basis von Apple.

Beide Unternehmen heben die Programme Just In und Live Cut aus der Entwicklung von Tools On Air hervor: Bei Just In handelt es sich um eine QuickTime-basierte Software zum Einspielen und Bereitstellen der Videosignale im Netzwerk. Noch während des Ingest-Prozesses kann auf die Dateien zugegriffen und mit dem Schnitt in Final Cut begonnen werden, so der Hersteller. Live Cut ist als Ingest-Anwendung in Multikamera-Workflows gedacht. Multikamera-Situationen sind besonders bei Sport-, Event- oder Near-Live-Produktionen häufig anzutreffen. Auch die Szenen vorproduzierter Daily Soaps werden aus Zeit- und somit Kostengründen meist parallel mit mehreren Kameras aufgezeichnet.

Details zu Live Cut

Mit Live Cut werden die angeschlossenen Videosignale aufgezeichnet. Hierbei wird jedes Signal unterbrechungsfrei auf dem Ingest-Server gespeichert. Über ein Switcher-Panel in der Software wird das gewünschte Signal ausgewählt und so das Schnittbild bestimmt. Diese Schnitt-Aktionen protokolliert Live Cut und gibt sie als Metadaten an Final Cut weiter. In Final Cut erscheinen die mit den Ingest-Videodateien verknüpften Clips dann als Rohschnitt innerhalb einer einzigen Videospur. Dies ist durch Anwendung der Live Cut-Metadaten auf die Videodateien möglich. Der Cutter kann die Sequenz nun einem Feinschnitt unterziehen und an den benötigten Stellen trimmen. Für Markus Wallies von MPEC ist die Live-Cut-Anwendung ein wichtiger Schritt in der Verringerung von Produktionskosten: »Live Cut eliminiert nicht nur die Kosten für Bandmaschinen, sondern spielt seine Stärke gerade in der Postproduktion aus. Unmittelbar nach der Produktion oder der Aufnahme eines Takes steht die komplette Sequenz in Final Cut Studio 2 fertig geschnitten in der Timeline zur Verfügung.« Multikamera-Gruppierungen im Editing-Programm könnten so vermieden werden.

Live Cut soll laut Hersteller eine große Auswahl an Videoservern und Metadaten-Controllern unterstützen. Das Setzen von Markern während der Aufzeichnung ist ebenso möglich. Diese sind später in Final Cut Pro ebenfalls verfügbar.

Autor: red

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