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Premiere geht, Sky kommt

Premiere wird es in Zukunft weder als Firmennamen noch als Marke geben. Stattdessen soll das Unternehmen künftig Sky Deutschland AG und das passende Pay-TV-Angebot Sky heißen.

Der Vorstandsvorsitzende Mark Williams erklärt die Namensänderung so: »Ich freue mich darüber, unsere Pläne für ein neues Pay-TV-Angebot bekanntzugeben. Ziel ist es, durch die Veränderungen den Kunden ein ganz neues Fernseherlebnis zu bieten. Die Umbenennung in Sky unterstreicht unseren Willen, in Deutschland und Österreich ein Entertainment-Angebot von Weltklasseformat anzubieten. Die Marke Sky steht für eine unvergleichliche Auswahl an Fernsehunterhaltung, hochqualitatives Programm, das Abonnenten nur hier finden, innovative Angebote für zuhause und eine hohe Kunden-Zufriedenheit durch einen umfangreichen Service. Die vielfältigen Verbesserungen werden ab Juli in Kraft treten. Unsere Kunden können sich auf weitere Verbesserungen in den kommenden Monaten und Jahren freuen.«

Sehr viel deutlicher könnte die Abkehr von »Premiere« und den alten Strukturen nicht ausfallen. Ein kurzer Blick zurück: Im Sommer 2007 hatte der damalige Premiere-Chef Georg Kofler das Unternehmen verlassen (natürlich nicht, ohne sich vorher von seinen Premiere-Aktien zu trennen). Anfang 2008 stieg dann der australische Medienmogul Rupert Murdoch als neuer Großaktionär ein. Was er vorfand, kann ihm nicht gefallen haben, denn Premiere hatte die Abo-Zahlen in der Vergangenheit deutlich geschönt. Der Bezahlsender gestand die falschen Zahlen unter dem neuen Chef Mark Williams offen ein, und was dann folgte, war ein massiver Umbau des Unternehmens auf allen wichtigen Ebenen. Mittlerweile haben Sky-Manager aus Italien und England die Kontrolle übernommen und nach eigenem Bekunden auch schon etliche Erfolge erzielt: Man habe die Sicherheitslücke geschlossen, die Bundesligarechte bis 2013 gesichert und für eine erfolgreiche Rekapitalisierung gesorgt. Mit der neuen Marke Sky soll nun das nächste Ziel angegangen werden: Unter dem Namen Sky soll Pay-TV in Deutschland und Österreich zum Durchbruch verholfen werden.

In den kommenden Wochen will das Unternehmen die neuen Preise und Angebote von Sky bekanntgeben, und dann sollen auch alle bestehenden Premiere-Abonnenten (derzeit rund 2,4 Millionen) die Möglichkeit erhalten, das neue Angebot von Sky zu übernehmen.

Autor: red

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