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Frank Herrmann: HD-Jahr 2005?

50 Insider aus verschiedenen Bereichen der Film-, TV- und Videobranche haben die Fragen von www.film-tv-video.de zum Thema HD beantwortet. Eine Zusammenfassung analysiert die Stimmung in der Branche, zudem stehen auch die Antworten der einzelnen Befragungen in voller Länge zur Verfügung. In diesem Beitrag lesen Sie die Antworten von Frank Herrmann. (Zum Download bitte auf den Dateinamen am Ende des Artikels klicken.)
B_0105_Netorium_HerrmannFrank Hermann ist Managing Partner von Netorium. Netorium vertreibt als Systemhaus die Produkte von Herstellern wie Omneon und Pro-Bel. Die Kunden sind zu einem großen Teil TV-Sender und deren Dienstleister.

**Welche Bedeutung hat HD heute in Ihrem Tätigkeitsbereich? Wie und wann wird sich das aus Ihrer Sicht ändern?

Wir bekommen mittlerweile gezielte Anfragen von Kunden über die HD-Fähigkeit und die Upgrade-Fähigkeit unserer Produkte– keine gezielten HD-Verkäufe soweit.
Mit dem Start der HD-Kanäle von Premiere wird sich das ändern, dann heißt es, den Bedarf gezielt in der Produktion, Zuspielung und im Playout abzudecken.

**Beim Thema HD wird in Deutschland oft von der Signalwirkung gesprochen, die von der Fußball-WM 2006 ausgehen werde. Wie beurteilen Sie dieses Thema?

Wenn nicht mit der WM als Topthema, wann sonst? Die Zuschauer, die nebenbei ja die eigentliche Zielgruppe sind – ohne Zuschauer kein Fernsehen!– brauchen einen Anreiz, sich mal wieder einen neuen Fernseher zu kaufen, aber dann bitte auch mit Top-Programmen in HD im Angebot, denn SD auf einem HD-Schirm sieht schrecklich aus. Wir wollen ja den Zuschauern auch nicht bloß zeigen, wie »schlecht« die SD-Qualität heute ist, wenn man sie etwa mit den im PC-Bereich realisierten Auflösung vergleicht.

**Welches Hindernis hemmt derzeit die Verbreitung von HD im Markt am meisten? Wie könnte man dem begegnen? Was muss aus Ihrer Sicht passieren, damit HD in Deutschland alltägliche Realität wird?

Die Rundfunkanbieter. Die Technik und der Content sind da und man könnte ja auch mit kleinen Schritten anfangen.

**Wann werden die Zuschauer in Deutschland regelmäßig bei mehreren Sendern HDTV sehen können? Spielt das für Ihren Tätigkeitsbereich eine Rolle? Was erwarten Sie beim Thema HDTV von den öffentlich-rechtlichen Anbietern, was von den privaten?

Mit und nach der WM in Deutschland, sicherlich international über Satellit schon eher – Stichwort: Premiere.
Für meinen Tätigkeitsbereich spielt das aber keine Rolle. Und von allen Anbietern erwarte ich vor allem eines: Ein gutes Programm.

**Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht der Consumer-Markt mit Technologien wie HDV in der Aufzeichnung, mit HD-DVD und der zunehmenden Verbreitung von Plasma- und LC-Displays?

Die werden hoffentlich die Rundfunkanbieter etwas unter Druck setzen, hier auch etwas zu tun und logischerweise die schnelle Verbreitung von HD-Endgeräten fördern.

**Wie sollte aus Ihrer Sicht ein europäischer HDTV-Standard aussehen? Nennen Sie uns bitte die Eckwerte und ergänzen Sie diese mit einer kurzen Begründung.

1080i oder 720p, das ist völlig egal, die Endgeräte werden für beide Märkte gleich entwickelt, so wie die meisten Produktionsgeräte beides unterstützen. Die meisten Fernseher unterscheiden heute auch nicht mehr zwischen PAL und NTSC.

**Was wollen Sie uns noch zum Thema HD mitteilen?

Lasst uns endlich anfangen!

Downloads zum Artikel:

T_0105_HD_Netorium_Herrmann.pdf

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Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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