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Rüstzeug

Mit der IBC in Amsterdam steht die größte und wichtigste Broadcast-Messe Europas unmittelbar bevor. Allgemein wird erwartet, dass es dort überwiegend Fortschritte bei den zur NAB im Frühjahr angekündigten Neuheiten zu sehen gibt — so wie das immer war: Zur NAB wird getönt und das Interesse getestet, zur IBC wird das Ganze dann schon realer und es werden statt bloßer Design-Muster und Mock-Ups mehr funktionsfähige Geräte gezeigt. So war das bisher, aber bleibt es auch so?

Die Produktzyklen werden auch im Broadcast-Markt immer kürzer. Zudem verlagert sich bei immer mehr Produkten die Funktionalität zunehmend in Richtung Software, was zur weiteren Beschleunigung des Neuheitenkarussells beiträgt. Deshalb ändert sich nach und nach auch die tradierte Rollenverteilung zwischen NAB und IBC. Im Großen und Ganzen stimmt das Bild zwar noch, aber es deuten sich Verschiebungen an.

Weitere Faktoren kommen hinzu: Manchen Firmen finden zwei große Messen für die Broadcast-Branche pro Jahr seien zu viel, andere wollen lieber öfter und auf kleineren Events den Kunden ihre Neuheiten präsentieren. Auch darüber, was eine zeitgemäße Messe bieten sollte, gehen die Meinungen auseinander.

Früher konnte man recht sicher sein, dass ein Besuch auf einer der großen Messen einen ganz guten, ziemlich vollständigen Überblick der Branche und ihrer Technologien bot. Das stimmt heute immer weniger: Etliche Firmen fehlen als Aussteller bei der IBC oder haben ihre Präsenz reduziert. So wird die Informationsbeschaffung für die Endkunden insgesamt eine immer dezentralere, unübersichtlichere Angelegenheit. Anstelle des einigermaßen objektiven Überblicks tritt eine punktuelle, oft stark meinungsgeprägte Informationsvermittlung.

Um diesem Trend wenigstens ein bisschen Widerstand entgegensetzen zu können, liefert film-tv-video.de passend vor der Messe eine aktualisierte Formatübersicht: Rüstzeug für den Streifzug über die Messe, wenn es um die Themen Akquisition und Postproduction geht — die Kernthemen von film-tv-video.de. Und natürlich wird das Redaktionsteam in Amsterdam vor Ort sein und in Wort und Bild über das Messegeschehen berichten.

Letztlich gilt natürlich immer das englische Sprichwort: »The proof of the pudding is in the eating«. Die Redaktion von film-tv-video.de kann Ihnen sagen, wo es Löffel gibt, wo der Pudding steht, wie er schmecken sollte und wie er anderen geschmeckt hat — Rüstzeug eben. Aber probieren sollten Sie schon selbst.

Sie werden sehen.

Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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