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Das berührungslose Touchpanel

Touchpanels sind in den vergangenen Jahren in viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens eingezogen: Bei der Bank rufen wir darüber unsere Auszüge ab, am Bahnhof und am Flughafen wollen vor Reisebeginn ebenfalls Touchscreens von uns berührt werden. Im Normalfall ist man auf sich gestellt, wenn man sich mühselig durch endlos anmutende Menüs auf diesen Touchscreens klickt, nur an den Airline-Terminals gibt es noch Menschen, die sich um hilflos dreinblickende Fluggäste kümmern, wenn die durch leise Flüche und festeres Drücken der Bildschirmtasten zum Erfolg kommen wollen, aber kläglich scheitern.

Auch in der Medienbranche sind Touchscreens mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Immer mehr Camcorder sind damit ausgerüstet, Smartphones wie das iPhone lassen sich nur noch darüber bedienen. Das iPad und all die anderen Tablet-PCs bieten noch mehr Platz für die Fingerabdrücke ihrer Benutzer.

Damit ist einer der unangenehmen Nebeneffekte von Touchscreens angesprochen: Wenn nicht gerade irgendwelche Spiele oder andere bunte Bilder auf dem Display laufen, sehen die Oberflächen alles andere als einladend aus. Kaum gereinigt, sind die Oberflächen auch schon wieder verschmutzt. Schreibt man eine SMS oder eine E-Mail auf dem Gerät, sieht es danach aus, als hätte ein Wiesel darauf Cha-Cha-Cha getanzt. Beim Smartphone liefern sich zudem Gesichtscremes, Makeup, Schweiß und Ohrenabdrücke einen Kampf um die Gebietsvorherrschaft auf dem Display.

Touchscreens sind toll: Sie sparen Geld, weil man etwa beim Camcorder auf den Einbau vieler zusätzlicher Tasten verzichten kann, sie bieten neue, platzsparende Möglichkeiten, Geräte zu konstruieren und sie eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten, etwa bei Spielen.

Spätestens aber, wenn man versucht, das Bild auf einem verschmierten Camcorder-Display zu beurteilen, wünscht man sich die nächste Stufe der technischen Entwicklung: den berührungslosen Touchscreen (spannend, wie ein solches Paradoxon wohl benannt wird). Oder den selbstreinigenden Touchscreen, der immer sauber und gepflegt aussieht. Also her mit solch sinnvollen Innovationen, anstatt uns Anwender ständig mit Software voller Hinter- und Falltüren zu ärgern – aber das wird wohl ein Traum bleiben.

Sie werden sehen.

Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte: istockphoto.com

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