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Logic RoadtrIP zeigt Zukunft der Medienproduktion
Unter dem Motto »Scaled IP Media Networks« macht die Roadshow in fünf deutschen Städten Station und richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Rundfunk, Medienproduktion und Technologie.
Den ersten Event veranstaltete Logic in München. In einem kompakten Format hatten Interessierte die Möglichkeit, Lösungen aus realen Projekten, interessante neue Produkte und die neuesten technologischen Entwicklungen kennenzulernen – alles unter der thematischen Klammer »IP-basierte und hybride Medieninfrastrukturen«.
In den Vorträgen gingen Referentinnen und Referenten darauf ein, welche Technologien und Ansätze die Zukunft der Medienindustrie prägen werden. Auf dem Weg, neue Technologien zu adaptieren, sind Unternehmen unterschiedlich weit – doch unabhängig davon dürfte für alle bei dem Vortragsmix, den Logic zusammengestellt hatte, etwas dabeigewesen sein.
MXL, DMF, Orchestrierung und TAMS
MXL, DMF und TAMS gehörten zu den dominierenden Themen der Veranstaltung.
Die professionelle Broadcast-Branche bewegt sich zunehmend in Richtung virtualisierter Umgebungen, die größere Flexibilität, Skalierbarkeit und operative Agilität versprechen. Doch diese Transformation schafft neue Hürden: Multiple Anbieter, proprietäre Frameworks und unterschiedliche Technologie-Stacks verhindern oft die nahtlose Integration verschiedener Systeme über verteilte Netzwerke hinweg.
Technologien und Entwicklung, die helfen sollen, diese Herausforderungen zu bewältigen, sind MXL, DMF und TAMS. Sie spielten im Vortragsprogramm eine große Rolle und wurden aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet.
Hinter der EBU Dynamic Media Facility (DMF) Initiative steht eine standardisierte Architektur, in der diskrete Medienfunktionen – modulare Bausteine für die Aufnahme, Verarbeitung und Auslieferung von Inhalten – auf einer gemeinsamen, container-basierten Plattform bereitgestellt werden.
Lars von Oertzen von Skyline Communications ging darauf ein, dass es für Unternehmen und Facilities schon jetzt darum geht, Workflows zu digitalisieren und im nächsten Schritt zu orchestrieren. Eine Orchestrierungsplattform sei unverzichtbar, um das volle Potenzial einer modernen Media Facility auszuschöpfen.
Auch Hagi Cengiz von Nevion geht in diese Richtung: Nach der Umstellung von SDI auf IP beginne nun die nächste Revolution, nämlich die Software-Orchestration. Sie mache Produktionsumgebungen agiler, schneller und grenzenlos skalierbar.
Im Zentrum der DMF-Architektur steht MXL – eine hochleistungsfähige Datenebene, die darauf ausgelegt ist, die Kommunikation zwischen verteilten Medienfunktionen zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Dieser neue Ansatz stand bei mehreren Vortragenden im Fokus.
Mit MXL könnte die Broadcast-Industrie endlich das volle Potenzial moderner, cloud-nativer Technologien ausschöpfen. Daniel Scherer von Logic Media Solutions attestiert dem Standard insbesondere im Live-Bereich viel Potenzial.
Anna Maria Zeußel ging auf die Vorteile ein, die TAMS bietet. »TAMS ist nicht MXL«, sagte sie »sondern eignet sich eher für Post und Near Live«. Dabei steht »Store once, reference many« im Fokus.
Die TAMS-Initiative denkt den Ansatz des Videoschnittverfahrens komplett neu.
Im Gegensatz zu traditionellen Methoden, die auf dedizierte, hochperformante Speichersysteme für Growing Files angewiesen sind, arbeitet TAMS mit einem anderen Konzept: Live-Videosignale werden nicht als anwachsende Dateien, sondern als einzelne »Chunks« gespeichert.
Diese Chunks können in ihrer Länge variieren – von einzelnen Frames bis hin zu Chunks mit einer Länge von zwei Sekunden. Sobald ein Chunk fertiggestellt ist, wird er abgelegt und steht sofort für die Verarbeitung durch angeschlossene Systeme zur Verfügung – sei es ein Videomischer, Player oder Schnittsystem. Der besondere Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass jede Datei nur einmal existieren muss.
Anna-Maria Zeußel ging auf TAMS-Einsatzmöglichkeiten in hybriden und Cloud-Infrastrukturen ein.
Software Defined Live Production
Wie wichtig es in der neuen Produktionswelt ist, mit offenen Systemen zu arbeiten, zeigte Kevin Hein von Grass Valley in seinem Vortrag über die Produktionsplattform AMPP, die softwarebasierte, modulare und skalierbare Plattform zur Virtualisierung von Broadcast-Workflows – in der Cloud oder hybrid.
Er demonstrierte, wie einfach es mittlerweile ist, Remote-Workflows zu installieren und mit AMPP umzusetzen. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich über ihre Smartphones direkt in eine Produktion auf der Grass Valley-Plattform einloggen.
Anforderungen der Live-Produktion
Live-Content muss effizienter und zielgruppengerechter produziert werden, während gleichzeitig der Budgetdruck enorm ist, erläuterte Richard Hardege von Ross Video.
Man braucht also eine höhere Auslastung und maximale Effizienz, um flexibel von Tier3- bis Tier1-Produktionen reagieren zu können. Als Lösung stellte er die Hyperconverged Production Platform von Ross Video vor. Diese Plattform bietet genau für solche dynamischen Anforderungen eine skalierbare Performance und Anpassungsfähigkeit, so Hardege. Besonders betont wurde die messbare Kosteneffizienz bei gleichzeitig geringem ökonomischem und ökologischem Fußabdruck.
Monitoring
Aktuelle Tech-Trends wie Remote Production, Cloud Production erzeugen eine große Dynamik für Formate und Produktionstechniken.
Herausforderungen sind oft vorhandene Infrastrukturen mit neuester Technik zu integrieren und Qualitätsstandards bei neuen Produktionstechniken zu halten.
Tobias Claus von Telestream ging in seinem Vortrag auf diese veränderten Parameter ein und zeigte auf, was Systeme für diesen Bereich heute leisten müssen.
Neue Produktansätze
Logic legt bei dieser Veranstaltungsreihe Wert darauf, auch immer spannende neue Firmen oder Produkte vorzustellen:
Milo Boer von der niederländischen Firma MXMZ etwa präsentierte eine Cloud-native HTML5-Grafikplattform, die sich darauf konzentriert, leicht erlernbar und kollaborativ nutzbar zu sein.

Thomas Will, Sony, ging in einem kurzen Vortrag darauf ein, wie breit sich Hersteller aufstellen müssen.
Srdjan Segvic von Amagi zeigte anhand mehrerer Produktionsbeispiele von DAZN und der Sinclair Group die Vorteile Cloud-nativer Lösungen auf. Medienunternehmen können schon jetzt auf flexible, unkomplizierte und nutzungsbasierte Playout-, Streaming- und Distributionsdienste in der Cloud zugreifen, betonte er.
David Cheng von Cuez zeigte, wie KI, Automatisierung und offene Workflows die Produktion verändern.
Eine zentrale Aufgabe komme dabei KI-Agenten zu, mit denen sich Workflows sehr schnell und einfach generieren lassen. Cuez ist eine Plattform, die genau dies ermöglicht.
Stolperfallen in der Cloud umgehen
Thomas Pfister beleuchtete den Aufbau einer skalierbaren Cloud-Plattform für komplexe Workflows und System Integration und erläuterte, wie FinOps-Strategien Kosten optimieren und die Cloud-Nutzung nachhaltig steuern können.
Resümee
Logic freute sich über einen erfolgreichen Auftakt des Logic RoadtrIPs in München.
Jens Gnad bilanziert:»Ehrlich gesagt: Das hatte ich so nicht erwartet! Unser RoadtrIP-Auftakt bei Mace in München war ein voller Erfolg – der Raum randvoll mit engagierten Broadcast-Enthusiasten, kompakter Input und großartige Diskussionen.«
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Interessierte können sich noch anmelden für weitere Veranstaltungen in dieser Woche: Mi., 12. Nov.: Köln, 44p GmbH Anmeldung hier. |
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