Kamera: 14.01.2012

Fujifilm stellt Systemkamera mit APS-C-Chip vor

Nächster Schritt im Bereich der DSLR-Filmer: Fujifilms Systemkamera X-Pro1 bietet einen großen CMOS-Sensor (APS-C), einen optischen Sucher und Videoaufzeichnung in 1080p. Für das X-Bajonett der Kamera bietet der Hersteller im ersten Schritt drei Wechselobjektive mit Festbrennweite an.

In Fujifilms X-Pro1 kommt erstmalig der neu entwickelte CMOS-Sensor APS-C X-Trans mit einer Auflösung von 16,3 Megapixeln zum Einsatz. Dank seiner speziellen Struktur verspricht der neue Sensor laut Hersteller eine Auflösung, die sich auf dem Niveau eines Vollformat-Sensors bewegen soll.

Die Farbfilter-Anordnung des X-Trans-Sensors sorgt dafür, dass die Verwendung eines Tiefpassfilters nicht notwendig sei, so Fujifilm. Ein Tiefpassfilter ist in vielen Kameras eingebaut, um Moirés an feinen Strukturen oder die Darstellung von falschen Farben reduzieren, er reduziert aber auch die Auflösung. Fujifilm hat deshalb eine neue Farbfilter-Anordnung entwickelt, die sich an der zufälligen Anordnung des Filmkorns bei analogem Filmen orientiert.

Der Farbfilter des neuen APS-C X-Trans CMOS Sensor besteht aus 6×6 RGB Pixel-Einheiten, um ein unregelmäßiges Muster zu erhalten. Durch diese Anordnung sind in jeder Reihe des Sensors alle Farbinformationen (RGB) enthalten, wodurch eine deutlich verbesserte Farbwiedergabe erzielt wird.

X-Bajonett

Das X-Bajonett ist ein neuer Objektiv-Mount, der von Fujifilm speziell für die X-Pro1 konzipiert wurde, um die Vorteile einer Systemkamera optimal zu nutzen zu können, so der Hersteller. Durch das X-Bajonett beträgt das Auflagemaß lediglich 17,7 mm. Das bedeutet, dass sich das Gehäuse-Bajonett sehr nah am Sensor befindet. Das bringt etwas besser Lichtstärke und reduziert Streulicht, außerdem wird durch diesen kurzen Back Focus das Licht geradlinig gesammelt und das Auflösungsvermögen erhöht.

Fujinon XF-Objektive

Zur Einführung der Fujifilm X-Pro1 werden laut Hersteller drei Fujinon-XF-Wechselobjektive mit Festbrennweiten verfügbar sein: Das Weitwinkel-Objektiv XF18mm F2.0 R (KB-Äquivalent: 27 mm), das Standard-Objektiv XF35mm F1.4 R (KB-Äquivalent: 53 mm) und das Tele-Makro-Objektiv XF60mm F2.4 R Macro (KB-Äquivalent: 91 mm).

Die Blendenlamellen dieser drei Fujinon-XF-Objektive sind so geformt, dass sich laut Hersteller eine nahezu kreisrunde Blendenöffnung ergibt. Dadurch ist eine sehr harmonische Hintergrundunschärfe (Bokeh) über den gesamten Blendenbereich bei allen Objektiven möglich, so Fujifilm.     

Hybrid-Sucher

Der Sucher der X-Pro1 ist eine Kombination aus optischem und elektronischem Sucher. Damit wird es möglich, Informationen des elektronischen Suchers in das optische Sucherbild einzublenden. Der Fotograf kann also gleichzeitig ein optisches Sucherbild betrachten und elektronische Informationen zur Aufnahme ablesen. Das Suchersystem kann zudem als hochwertiger elektronischer Sucher mit 1,44 Millionen Bildpunkten und 100% Abdeckung verwendet werden. Das Umschalten zwischen dem optischen und dem elektronischen Sucherbild geschieht per Hebels an der Frontseite der Kamera. Ein bewegliches Linsenelement im Sucher sorgt dafür, dass bei Verwendung bestimmter Objektive der Fujinon-XF-Serie das Sucherbild entsprechend automatisch vergrößert wird. 

Professionelle Funktionen

Die Fujifilm X-Pro1 verfügt über verschiedene Filmsimulationsmodi, mit denen die charakteristischen Farbtonalitäten von analogen Filmarten simuliert werden. Durch diverse Filtereffekte ermöglicht die X-Pro1 zudem Ausdrucksmöglichkeiten in der Schwarz-Weiß-Fotografie, so der Hersteller.

Fujifilm hebt weiter die Möglichkeit zur Videoaufzeichnung in 1080p hervor. Durch die eingebaute HDMI-Schnittstelle ist eine direkte und einfache Verbindung der Kamera mit anderem HD-Equipment möglich.

Lieferstart, Preis

Fujifilm will die X-Pro1 ab März 2012 ausliefern, einen Preis nannte der Hersteller allerdings noch nicht.

Downloads zum Artikel:

Datenblatt_X-Pro1_EN.pdf

Autor
red

Bildrechte
Fujifilm

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