Messe: 09.09.2016

IBC2016: Künstliche Intelligenz in der Analyse von Medieninhalten

Qvest Media und Hewlett Packard Enterprise zeigen künstliche Intelligenz (KI) für die automatisierte Verarbeitung von Medieninhalten. Das Media Intelligence System analysiert, strukturiert und verknüpft Daten aus unzähligen Medienquellen in Echtzeit.

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Qvest Media und Hewlett Packard Enterprise präsentieren KI bei der Analyse von Medieninhalten.

Qvest Media und Hewlett Packard Enterprise (HPE) demonstrieren auf der diesjährigen IBC in Amsterdam das große Potenzial künstlicher Intelligenz in der Analyse von Medieninhalten. Die Unternehmen bündeln dazu ihr Know-how in einer neuen Partnerschaft und stellen gemeinsam am Messestand von Qvest Media ihr Media Intelligence System vor. Es versetzt Medienunternehmen wie Broadcaster, Digital Publisher, Telco-Provider, Rechte- und Lizenzinhaber sowie Verwerter in die Lage, nahezu alle unternehmensinternen und externen Medienquellen anzusprechen, um semi- und unstrukturierte Mediendaten automatisiert zu durchsuchen, Inhalte auszuwerten, im Kontext zu clustern und miteinander zu verknüpfen.

Mit dem Media Intelligence System lassen sich mehr als 1.000 verschiedenen Datentypen wie Text- Bild-, Audio-, Video- und Metadaten in Echtzeit auswerten. Funktionen wie Logo- und Gesichtserkennung, Sprach- und Videoanalyse sowie OCR im Bewegtbild eröffnen Medienunternehmen dabei völlig neue Möglichkeiten in der Bewertung und Verwertung von Inhalten.

Das Media Intelligence System basiert auf der Enterprise Search-Applikation HPE IDOL (Intelligent Data Operating Layer) und einem Operation Layer von Qvest Media. Dieser stellt die Interoperabilität von HPE IDOL mit typischen Systemen von Medienunternehmen her, wie zum Beispiel Media Asset Management, Document Management, Digital Asset Management, Content Management, News Reporting oder Media Monitoring. Das Gesamtsystem wird so zu einer leistungsstarken Medienanalyseplattform, die Einblicke in Daten verschiedenster Quellen, in unterschiedlichen Formaten und an einer Vielzahl von Speicherorten gewährt.

War es bisher nur möglich, strukturierte Daten zu kategorisieren, können nun mit der innovativen Technik von HPE IDOL auch unstrukturierte Daten wie Videos ausgelesen werden. Sequenzen und ganze Filme werden automatisiert mit Metadaten versehen und archiviert. Die Analyse-Plattform erkennt dabei relevante Merkmale in Bewegtbildern und verschlagwortet diese selbstständig. Stimmen und Gesichter in Audio- und Videodateien werden so automatisch Personen zugeordnet, geclustert und auf Metaebene miteinander verknüpft.

Dateiunabhängig können Personen wie Schauspieler in Wort-, Bild- und Ton-Dateien gesucht werden, die durch ein Clustering nach verschiedenen skalierbaren Kategorien eingeteilt worden sind. Außerdem erkennt das System Ähnlichkeiten und Muster und schlägt beim Analysieren eines Dokuments oder beim Screenen eines Videos dem User verwandten und weiterführenden Content in Echtzeit vor. Auch in externen Unternehmensquellen, wie zum Beispiel in sozialen Netzwerken, sucht das System nach relevanten Mustern. So können Daten aus Profilen und Aktionen in sozialen Medien ausgelesen und interpretiert werden, die Aufschluss auf wichtige Trendprognosen geben können. Die Ausspielung von relevantem und auf den User zugeschnittenen Content erreicht dadurch eine enorme Genauigkeit.

Die Analyseplattform HPE IDOL unterstützt unterschiedlichste Dateiformate und ist in der Lage, über 150 Quellen in Echtzeit und gleichzeitig zu analysieren. Dazu zählen neben unternehmensinternen Ablagesystemen auch bekannte externe Quellen wie Twitter, YouTube, Dropbox oder Documentum. Mehr als 100 verschiedene Analyse-Funktionen lassen sich über die frei erweiterbare und skalierbare Oberfläche an die Bedürfnisse von Medienunternehmen anpassen.