Drohne, Gimbal, Kamerasupport, NAB2018: 13.04.2018

NAB2018: Lösungen zur Gimbal-Steuerung von DJI

DJI präsentiert in Las Vegas neues Filmequipment zur professionellen Gimbal-Steuerung. Die Produkte sollen sich für unterschiedlichste Einsätze und Filmemacher eignen.

DJI
DJI Master Wheels

Die DJI Master Wheels und DJI Force Pro sind eine professionelle Lösung zur Gimbal-Steuerung. Sie wurden zur präzisen Steuerung der Gimbal-Bewegungen entwickelt und sollen Filmschaffenden ein zuverlässiges Werkzeug geben, um komplexe Szenen drehen zu können. Master Wheels und Force Pro steuern Ronin 2 und Ronin-S Gimbals und erweitern die kreativen Möglichkeiten für Filmemacher jeglicher Erfahrungsstufe.

»Der Schaffung dieser Gimbal-Systeme zeigt unser Engagement für Filmemacher jeden Kenntnisstands, egal ob Neueinsteiger, der gerade erst begonnen hat oder erfahrener Profi mit langjähriger Erfahrung«, erklärt Paul Pan, Senior Product Manager bei DJI. »Force Pro bietet Verständlichkeit und Funktionalität für Filmemacher, die intuitives Equipment suchen. Master Wheels ermöglicht präziseste Steuerungsmöglichkeiten in der Arbeit mit einer Gimbal-Konfiguration.«

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Seitenansicht: DJI Master Wheels.

DJI Master Wheels ist ein Werkzeug zur Steuerung der Gimbal-Bewegungen. Über drei zusätzlich beschwerte Räder können Schwenken, Neigen und Rollen extrem genau eingestellt werden. Optische Drehgeber mit sehr hoher Auflösung erkennen jede noch so feine Radanpassung, komplexe Algorithmen sollen dafür sorgen, dass diese mit der gleichen Genauigkeit zum Gimbal übertragen werden. Master Wheels verwendet die neueste Sensor-Positionierungstechnologie und überträgt diese mit geringer Latenz im Dual-Band bei 2,4/5,8 GHz. Dies soll eine stabile und zuverlässige Verbindung zwischen Master Wheels und der mobilen Ausrüstung gewährleisten, bei einer sehr geringen Latenz von nur 10 ms und eine Betriebsdistanz von über 3 km.

Master Wheels kommen mit einem intuitiven Bedienfeld, das einen schnellen Zugriff auf Gimbal-Einstellungen und den Status des Geräts bietet. Mit drei belegbaren Tasten können Schnelleinstellungen gespeichert werden, daneben ermöglicht die eingebaute Bewegungsaufzeichnung, vorherige Bewegungen zu wiederholen. Die eingebauten dreistufigen Positionsschalter lassen die Richtung jeder Achse anpassen, während Rädchen die Einstellung von Geschwindigkeit, Weichheit und Dämpfung erlauben. Zusätzlich können vom Hauptbedienfeld der Master Wheels grundlegende Kameraeinstellungen geändert werden. So können Benutzer schnell reagieren, wenn Anpassungen notwendig sind.

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DJI Master Wheels von hinten.

Ein modularer Aufbau macht die Master Wheels funktional und vielseitig einsetzbar. In Drehsituationen mit wenig Platz können die drei Steuermodule mit den darauf sitzenden Edelstahlrädern problemlos vom Hauptteil abgenommen und per Kabel angeschlossen werden. Für ein besseres Signal kann der Funktransmitter abgenommen und eine 5 m langen Kabelverbindung mit optimiertem Empfang installiert werden.

Filmemacher können flexibel verschiedenes Zubehör an den 1/4 und 3/8 Zoll Gewinden des Hauptteils befestigen, etwa externe Monitore. Auch der Winkel der Steuermodul kann manuell angepasst werden. Die Master Wheels können durch die Mitchell-Befestigung auf der Unterseite der Hauptkonsole an verschiedenen Stellen angebracht werden, wie etwa in Fahrzeugen oder auf Stativen.

Master Wheels können auch mit anderen DJI-Produkten sowie Gimbals von weiteren Herstellern kombiniert werden. Die DJI TB50 Intelligent Battery, die ebenfalls beim Ronin 2 und der Inspire 2 verwendet wird, versorgt das System bis zu 18 Stunden lang mit Strom. Für Filmemacher mit Drittanbieterausrüstung unterstützen Master Wheels verschiedene Gimbals und können zudem durch den DC-IN-Anschluss mit Stromversorgt werden, dies ermöglicht etwa die Nutzung von externen Akkus mit dem V-Lock Befestigungssystem. Das voll ausgebaute 3-Achsen-Modell kann bereits für 8.000 Euro, das 2-Achsen-Modell für 6.000 Euro und das Modell mit einer Steuerachse für 2.500 Euro vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt im Juni 2018.

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DJI Force Pro.

DJI Force Pro verwendet die hochmoderne Fernsteuerungstechnologie von DJI, um die Bewegungseingaben des Benutzers mit der Bewegung des Gimbals präzise zu synchronisieren. Dadurch sollen auch in komplexen oder sich schnell bewegenden Filmszenen ruhige Aufnahmen entstehen. Der eingebaute Kompass und die Trägheitsmesseinheit (IMU) arbeiten zusammen, um eine stimmige Aufzeichnung bereitzustellen. Das kabellose Übertragungssystem, im Dual-Band bei 2,4/5,8 GHz, soll eine Steuerung nahezu in Echtzeit ermöglichen, mit einer sehr geringen Latenz von 10 ms. Um unerwünschte Störungen zu verhindern, kann die Force Pro auch kabelgebunden via 200 Hz Canbus mit dem Gimbal verbunden werden.

Am DJI-Stand in Las Vegas tummelten sich erneut Massen.

Die Force Pro wurde als einfach und intuitiv zu bedienendes Gerät entworfen, das Filmemacher schnell sachkundig einsetzen können, auch wenn sie zuvor kaum Erfahrungen im Umgang mit Gimbal Systemen gemacht haben. Ein optionaler, leichter Haltegriff soll Force Pro noch leistungsfähiger machen, da am Griff weiteres Equipment, wie Monitore, Funksysteme oder Daumenregler befestigt werden können. Es gibt individuell angepasste Geschwindigkeitsprofile und der eingebaute OLED-Bildschirm zeigt Statusdetails der Ausrüstung an. Um auf Änderungen in den Szenen schnell reagieren zu können, lassen sich die Einstellungen des Gimbals und der Kamera rasch an Force Pro anpassen.

Force Pro ist kompatibel mit den DJI Ronin 2 und Ronin-S Gimbals sowie vielen Systemen von Drittanbietern und verfügt über eine Akkulaufzeit von bis zu 5 Stunden. Der Akku kann über USB-C, CANBUS oder den integrierten DC-IN-Anschluss geladen werden. DJI Force Pro kann für 1.200 Euro bereits vorbestellt werden. Die Auslieferung startet
im Juni 2018.