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IBC2006: Licht-Neuheiten

Paglight zeigt kompaktes Kameralicht; Arri stellt Prototypen eines LED-Lichts vor.

Paglight C6

Paglight präsentiert ein kompaktes Kameralicht, das speziell für den Einsatz mit leichten DV– und HDV-Camcordern geeignet ist. Das Licht wird mit 6 Volt von einem 7-Ah-Akku gespeist, der Teil des Paglight-Kits ist. Mit dem mitgelieferten Ladegerät lässt sich der Akku laut Hersteller in 3 bis 4 Stunden komplett aufladen.

Die Kameraleuchte verfügt über einen Mechanismus, der einen sehr schnellen Austausch der Lampe erlaubt. Zur Grundausstattung gehört eine 20-Watt-Halogenlampe (Kunstlicht), 10-, 20- und 30-W-Leuchten sind ebenfalls verfügbar.

Der Leuchtwinkel lässt sich variabel von eng bis weit einstellen, und mittels eines aufsteckbaren Zusatzrings lassen sich auch Filter und Flügeltüren vor der Lampe anbringen. Teil des Lieferumfangs ist auch ein Zubehörschuh, so dass sich die Lampe leicht auf entsprechend ausgerüsteten Camcordern montieren lässt.

Weiter hebt der Hersteller hervor, dass sich das Paglight C6 aufgrund spezieller Materialien selbst nicht so stark erhitze und auch das abgestrahlte Licht wenig Infrarotanteile enthalte, so dass es beispielsweise möglich sei, 20 Minuten lang auf ein Gesicht zu leuchten, ohne dass es der Person zu heiß werde. Paglight C6 kostet 175 britische Pfund.

Arri LED-Panel

Arri entwickelte den Prototypen eines LED-Softlight-Panels und stellte ihn bei der IBC erstmals einem größeren Publikum vor. Ziel der Entwicklung war es demnach, das technische Potenzial von LEDs auszuschöpfen und ein hochwertiges Licht-System zu entwickeln, das sich an professionellen Anforderungen der Beleuchtungstechnik orientiert.

Das Arri-System besteht aus einzelnen Panels und einem Controller, der die Panels steuert. Die Standardgröße der Panels kann sich gegenüber den gezigten Prototypen bis zur Serienfertigung noch ändern. Bei Arri denkt man auch darüber nach, eine Möglichkeit zu schaffen, mehrere Panels mechanisch zu kombinieren.

Die Besonderheit des Controllers besteht darin, dass sich darüber zahlreiche Parameter einstellen lassen. Prinzipiell stehen drei verschiedene Modi zur Verfügung: Film, Theater und Effekt. Im Film-Modus kann zwischen der Simulation einer Glühlicht- oder Tageslichtquelle gewählt werden, im Theatermodus lassen sich zusätzlich noch zahllose Filterspektren »vorsetzen« und im Effekt-Modus sind die Farben frei einstellbar.

Die Farbwiedergabe des Lichts, so Arri, sei ausgesprochen gut, biete eine Bandbreite von 2.200 K bis 25.000 K und habe einen Ra-Wert größer 95. Weiter biete das erzeugte Licht auch eine präzise Farbtemperatur. Mit zwei Reglern lasse sich die Farbe sowohl in Orange-Blau-Richtung (CTO-CTB) wie auch in Grün-Magenta-Richtung (Minusgreen-Plusgreen) korrigieren. Am Set kann man somit auf Farbkorrekturfilter verzichten.

Die Beleuchtungsstärke der Panels liegt in einem Meter Entfernung bei 220 Lux, die Leistungsaufnahme gibt Arri mit 35 Watt an.

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Autor: red

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