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1.000 Stunden HD für 24 Stunden Programm: »24h Berlin«

80 Kamerateams halten einen Tag im Leben von Berlin für eine 24-Stunden-Doku fest: mit 80 HD-Camcordern von Sony.

Mit »24h Berlin – ein Tag im Leben« soll in Berlin ein aufwändiges Dokumentarfilm-Projekt entstehen: Zum ersten Mal in der Geschichte des Fernsehens soll am 5. September 2008 ein Tag des hauptstädtischen Lebens in zahllosen unterschiedlichen Facetten dokumentiert werden. Um 24 Stunden des Lebens in Berlin festzuhalten, sollen 80 Kamerateams rund 1.000 Stunden Material aufnehmen. Sony unterstützt das Projekt. Insgesamt sollen 80 professionelle Camcorder von Sony eingesetzt werden, 20 XDCAM HD 422-Schultercamcorder des Typs PDW-700 und 60 festspeicherbasierte Kompaktcamcorder des Typs PMW-EX1. Aufgezeichnet wird auf Discs und Festspeicher-Medien, so stehen 300 SxS-Speicherkarten und 140 Dual Layer Professional Discs zur Verfügung. Außerdem stellt Sony Computer für die mobile Datenübertragung am Drehtag bereit. Realisiert wird die komplette Produktion von Zero One Film mit Unterstützung von Sony und BPM.

Startschuss des Projekts war die öffentliche Vorstellung in Berlin am 6.6.2008, die Umsetzung soll im August des Jahres in die heiße Phase gehen. Dann soll das Equipment ausgeliefert werden, sowie Schulung und Briefing der Kamerateams stattfinden. Die Ausstrahlung von »24h Berlin« ist für den 5. September 2009 geplant, soll also exakt ein Jahr nach dem Aufnahmetag für 24 Stunden das Programm der beteiligten TV-Sender darstellen. Der RBB als ARD-Anstalt für Berlin-Brandenburg sowie YLE Teema in Finnland senden das Programm in SD, in HD soll das Programm europaweit bei Arte zu sehen sein. Parallel zum 24-stündigen TV-Programm wird es an diesem Tag auch Kino- und Public-Viewing-Angebote geben. Das Projekt hat auch eine multimediale, interaktive Komponente, es umfasst etwa auch einen Online-Auftritt, über den sich Interessierte ab sofort nicht nur informieren, sondern auch mit eigenen Beiträgen und Fotos an dem Fernsehprogramm beteiligen können.

Berlin war schon mehrfach Objekt von experimentellen, ungewöhnlichen Dokumentarfilmprojekten: »Berlin: Die Sinfonie der Großstadt« ist wahrscheinlich das bekannteste davon. Der Film von Walther Ruttmann aus dem Jahr 1927 gilt vielen als wichtiger Meilenstein deutschen Filmschaffens. 1950 kam dann der Film »Symphonie einer Weltstadt« ins Kino, der aus Aufnahmen aus dem Jahr 1930 bestand. 2002 setzte »Berlin: Sinfonie einer Großstadt« das Erbe Ruttmans fort: Dieser Film von Thomas Schadt lehnte sich gestalterisch an das Vorbild an und ist wie Ruttmanns Vorlage als Schwarz-Weiß-Film mit Musik als dominierendem Tonelement ausgeführt. Das aktuelle Projekt »24h Berlin – ein Tag im Leben« steht, obwohl anders konzipiert, in der Tradition dieser Vorgänger, soll aber letztlich eine andere Botschaft vermitteln.

Die Macher von »24h Berlin« beschreiben das so: »20 Jahre nach dem Fall der Mauer, nach Euphorie und Ernüchterung, ist es Zeit für eine ungeschminkte Bestandsaufnahme. »24h Berlin« wird einen Tag im Leben dieser Stadt erzählen, einen Tag im Leben all der unterschiedlichen Menschen hier. 24 Stunden werden wir uns auf eine Reise in die Gegenwart Berlins begeben, in das Labor der Kulturen und Lebensstile.«

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, urteilte während der Auftaktveranstaltung im Berliner Veranstaltungsort Radialsystem V über das Projekt: »Berlin wandelt sich rasant und übt eine große Faszination auf Menschen unterschiedlichster Herkunft aus. In »24h Berlin« erzählen sie ihre Geschichten. So wird das Bild einer lebendigen Metropole gezeichnet — mit all ihrer Widersprüchlichkeit, mit ihrer Vielfalt und ihrer Dynamik«.

Das Fernsehprojekt wird unterstützt von 24 prominenten Paten, unter anderem den Schauspielerinnen Katharina und Anna Thalbach, der Pop-Band Mia, dem DJ und Musikunternehmer Paul van Dyk, dem Leiter des Grips-Theaters Volker Ludwig und dem Fußballverein Hertha BSC. Auch die Paten repräsentieren aus Sicht der Macher die unterschiedlichen Facetten von »24h Berlin« und beteiligen sich am Tag der Ausstrahlung mit eigenen Projekten.

»Auch wenn der Anlass für »24h Berlin – ein Tag im Leben« ein historischer ist – für uns ist Berlin vor allem eine Stadt der Zukunft: experimentell, lebendig, innovativ. Deshalb konnten wir uns von Anfang an für das Projekt begeistern«, erläutert Goran Hantschel, Divisional Director Sony Professional Solutions Europe.

Autor: red

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