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CBC: Virtueller als je zuvor

CBC hat in Köln ein neues virtuelles Set mit Technologie von Zero Density in Betrieb genommen. KST Moschkau implementierte das Virtual Reality System, das seit Herbst bei RTL im Einsatz ist.




©TVNOW / Ruprecht Stempell

Nazan Eckes moderiert »Extra«.

Leistungsstarke VR erforderlich

Auf dem Weg zum neuen Look musste CBC einige Herausforderungen bewältigen. Beispielsweise spielt bei virtuellen Sets der Umgang mit Licht und Schatten eine große Rolle. »Das ist es letztlich, was den Look ausmacht und den gewünschten realistischen Bildeindruck ermöglicht«, sagt Thomas Brill, bei CBC verantwortlich für die Echtzeitgrafik.

©CBC GmbH, Ruven Breuer

Thomas Brill ist bei CBC verantwortlich für die Echtzeitgrafik.

Er erzählt, dass bei den ersten Designvorschlägen der Agentur schnell klar wurde, dass die Entwürfe, die viele spiegelnde und glänzende Oberflächen enthielten, hohe Anforderungen an VR stellen würden: »Wir haben uns deshalb frühzeitig damit beschäftigt, was der Markt an VR-Systemen bietet, die so etwas überhaupt umsetzen können.«

Zero Density …

©KST

… im Einsatz bei CBC in Köln.

Mido Fayad berichtet, dass man bei dieser Recherche schnell auf die Unreal Engine von Epic Games gestoßen sei. Sie ist die Grundlage vieler erfolgreicher Games, hat sich in den vergangenen Jahren aber auch stark im VR-Bereich etabliert, wo mittlerweile einige Anbieter virtueller Sets die Leistungsfähigkeit der Unreal Engine für ihre Systeme nutzen.

KST Moschkau vertreibt Zero Density.

Eines der Virtual-Set-Systeme, die mit Unreal arbeiten, ist der türkische Hersteller Zero Density. Deutscher Vertriebspartner von Zero Density ist KST Moschkau aus Düren.

KST Moschkau vertreibt in Deutschland das System und bietet in seinem Innovation Center in Düren auch die Möglichkeit, das System im Zusammenspiel mit anderen Studiokomponenten zu testen und zu prüfen.

Felix Moschkau, KST.

Felix Moschkau von KST erläutert: »Das System von Zero Density ist sicherlich eines der am weitesten entwickelten Echtzeit-VR-Systeme am Markt. Es zeichnet sich durch extremen Fotorealismus und hervorragende Performance aus — auch in UHD. Das Differential-Keying-Verfahren des Reality-Systems sorgt nicht nur für hervorragende Keying-Ergebnisse, sondern auch für eine maximale Interaktion zwischen Moderator und Virtualität, bezogen auf Schattenwurf, Reflektionsverhalten und Situations-Color-Grading.« Im Innovation Center in Düren konnte KST die Möglichkeiten zeigen, und CBC hatte dort die Gelegenheit, das System im Zusammenspiel mit anderen Studiokomponenten zu testen und zu prüfen.

©CBC GmbH, Ruven Breuer

Mido Fayad, Director Production & Broadcast Operations.

Was zeichnet Zero Density aus?

CBC attestierte dem System angesichts vieler Vorteile durchaus Potenzial. Mido Fayad berichtet: »Uns hat nicht nur die Qualität des VR-Sets begeistert, sondern auch die Möglichkeit, hybrid zu arbeiten, also aus dem Greenscreen direkt in ein reales Set zu wechseln und wieder zurück. Das in Kombination mit dem Differential-Key-Verfahren eröffnet völlig neue Möglichkeiten.«

KST Moschkau betreibt in Düren das Innovationszentrum, wo auch Zero Density installiert ist.

Letztlich fiel die Entscheidung von CBC auf Zero Density, und aus der Sicht von Felix Moschkau liegt das auch wesentlich daran, »dass Zero Density eine besonders hohe Integrationstiefe mit Unreal Engines bietet. Überzeugend sind eben besonders das dynamische Licht und dynamische Reflexionen. Damit lässt sich in der virtuellen Welt aktiv das Licht beeinflussen, wobei das Licht nicht nur Einfluss auf den virtuellen Hintergrund, sondern auch auf das gekeyte Bild hat.«

©TVNOW / Ruprecht Stempell

Frauke Ludowig im neuen Set.

Interessant sei das auch im Zusammenspiel mit Augmented Reality, wo es dank dieser Funktionalität möglich werde, beispielsweise den Schattenwurf virtueller Objekte an den realen Schattenwurf anzupassen.

Felix Moschkau: »Probleme, die man mit dem Chromakey hat, treten hier nicht auf. Man erhält bei Zero Density einen extrem exakten Key. Voraussetzung dafür ist wiederum ein sehr exaktes Kameratracking«.

©KST

Würde Unreal Engine auch in einer Live-Produktionsumgebung funktionieren? Das sollte ein Test klären.

CBC setzte zunächst eine Testinstallation in der Zentrale in Köln um. »Eine wichtige Frage für uns war, ob ein System auf Basis von Unreal Engine auch in einer Live-Produktionsumgebung mit Tracking, Animation, Ansteuerung stabil und hoch verfügbar funktionieren würde, denn das braucht man natürlich bei der Produktion täglicher Sendungen, wie sie bei uns stattfinden«, so Mido Fayad.

Seite 1: Neuer Look
Seite 2: Leistungsstarke VR, Zero Density
Seite 3: Vorhandene Technik, Inbetriebnahme
Seite 4: Keine Silos, Perspektive, Ziele

Vertriebspartner der Installation:

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Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte: CBC GmbH, Ruven Breuer (3); TVNOW / Ruprecht Stempell (4); TVNOW (2); KST Moschkau (10), Nonkonform (3)

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