Postproduction, Test, Top-Story: 29.06.2012

Adobe CS6: Alles in einem

Mit CS6 Production Premium erneuert und erweitert Adobe sein Software-Paket für die Videoproduktion. Neben bekannten Tools wie Premiere Pro und After Effects steht in CS6 mit der Software Speedgrade nun auch eine professionelle Farbkorrektur-Lösung zur Verfügung. film-tv-video.de nahm die wichtigsten Neuerungen in CS6 genauer unter die Lupe und wollte zudem wissen, wie gut der Video-Workflow zwischen den einzelnen Anwendungen funktioniert.

Bei der Creative Suite 6 Production Premium führt Adobe einige interessante Neuerungen ein: Beispielsweise bietet die Editing-Software Premiere Pro (Einzeltest) neben einer überarbeiteten Benutzeroberfläche nun auch eine neue Trim-Funktion, sowie die Möglichkeit, der Sequenz-Timeline Einstellungsebenen hinzuzufügen. Ebenfalls hinzugekommen ist eine neue Symbolansicht mit integrierter Wiedergabefunktion, um so sehr schnell einen Überblick über die Clips in einem Projekt zu bekommen.

Die Motion-Design-, Effekt- und Compositing-Software After Effects (Einzeltest) erfuhr ebenfalls eine Überarbeitung, die sich allerdings weniger in der Bedienung oder der Benutzeroberfläche zeigt, als vielmehr in neuen Funktionen: Mit die wichtigste Neuerung ist der neue Raytracing-3D-Renderer. Durch diesen neuen 3D-Modus ist es möglich, direkt in After Effects echten 3D-Text sowie 3D-Formen zu erstellen. In früheren Versionen waren hierzu entweder Plug-Ins oder zeitaufwändige Workarounds notwendig. Eine weitere Neuheit ist der Global Performance Cache, durch den Rendervorgänge effektiver und schneller werden. Auch ein 3D-Kameratracker/Matchmover zum Erzeugen einer virtuellen 3D-Kamera auf Grundlage der realen Kamerabewegung, ist nun direkt in After Effects integriert.

Neu hinzugekommen sind in CS6 die beiden Anwendungen Prelude und Speedgrade.

Prelude soll den Ingest und das Loggen von dateibasierten Formaten erleichtern. Auch das direkte Transkodieren von Footage ist möglich. Durch die Option, das Material mit zusätzlichen Metadaten zu versehen und zu katalogisieren, sollen sich nachfolgende Arbeitsschritte in der Postproduktion mit Hilfe von Prelude zudem effizienter gestalten lassen.

Aus kreativer Sicht sehr interessant ist das neu hinzugekommene Speedgrade (Einzeltest). Mit dieser ursprünglich von Iridas entwickelten und dann von Adobe zugekauften Farbkorrektur-Anwendung stehen nun auch in CS6 Werkzeuge zur Verfügung, die für ein detailliertes Color Grading notwendig sind. Durch die Erweiterung um Speedgrade wird es mit CS6 jetzt also möglich, komplette Projekte bis zum finalen Mastering innerhalb der Suite zu bearbeiten.

Weitere Bestandteile der Creative Suite 6 Production Premium sind die Programme Audition zur Audio-Postproduktion sowie Encore für Blu-ray- und DVD-Authoring. Für den Export von Projekten aus Premiere Pro oder auch für das unabhängige Transkodieren verschiedener Video- und Audioformate ist der Media Encoder als zentrales Element im Arbeitsablauf von CS6 integriert.

Ebenso in CS6 Production Premium enthalten sind die Bildbearbeitung-Software Photoshop Extended, das Vektorgrafikprogramm Illustrator sowie das Such- und Browsing-Programm Adobe Bridge. Mit Flash steht innerhalb von Production Premium auch eine Software zur Verfügung, die im Zusammenspiel mit Videoprojekten umfangreiche Möglichkeiten zur Erstellung von interaktiven Inhalten bietet.

Der Netto-Listenpreis von Adobe CS6 Production Premium liegt derzeit bei rund 2.200 Euro. Für ein Upgrade von der direkten Vorgängerversion CS5.5 sind 425 Euro fällig. Die einzelnen Anwendungen sind auch als Teil der so genannten »Adobe Creative Cloud« erhältlich. Bei der Creative Cloud handelt es sich im Grunde um ein neues Lizenzierungsmodell: Für einen monatlichen Preis von rund 60 Euro kann ein Zugang zur Creative Cloud abonniert werden und eröffnet dem Anwender die Möglichkeit, auf alle Programme zuzugreifen, die der Hersteller auch im Rahmen seiner Creative Suite-Software-Pakete anbietet.

film-tv-video.de hat nicht alle Elemente der Creative Suite 6 Production Premium ausgiebig getestet, sondern sich auf Premiere Pro, After Effects und Speedgrade konzentriert. Über die folgenden Links gelangen Sie zu den Einzeltests:

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Autor
Felix Holderer

Bildrechte
Adobe, Holderer

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