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Warum der richtige Workflow wichtiger ist als das beste KI-Modell

Wie gehe ich mit KI um? Wo hilft sie mir wirklich? Und wie baue ich das Ganze so zusammen, dass es nicht mehr Zeit kostet, als es spart? Sam Bacon von Adobe hat Antworten.


Die Integrated Systems in Barcelona steht zunehmend im Fokus der Broadcast-Branche und teilweise auch für Creator_innnen. Mit einem »Broadcast Summit« versucht die Messe, diesen Bereich abzudecken.

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In diesem Jahr hielt Sam Bacon, Senior Strategic Development Manager bei Adobe, beim Broadcast Summit einen Vortrag zum Thema »The Future of Creativity in the Era of AI«. Im anschließenden Gespräch mit film-tv-video.de erklärte sie, wo sie für Creator_innen weitere Potenziale im Umgang mit KI sieht.

Der Hunger nach Content ist unstillbar

Sam Bacon ist sich sicher: Der Bedarf an Video-Content explodiert. Jeder Kanal braucht seine eigenen Formate, jede Zielgruppe ihre eigene Ansprache.

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Der Hunger nach Video Content ist unstillbar.

Dieser unstillbare Hunger hat Folgen, auch für Content Creator: Man produziert, schneidet, optimiert, postet – und trotzdem reicht es nie. Die Plattformen wollen immer mehr, die Algorithmen belohnen Frequenz, und das Publikum erwartet Konsistenz.

Gleichzeitig wachsen die Budgets nicht mit. Vielmehr ist es so, dass Unternehmen trotz steigendem Content-Bedarf mit engeren Budgets wirtschaften müssen. Der Einsatz von mehr KI klingt in diesem Kontext wie eine naheliegende Lösung. Aber ist sie das auch?

KI ist kein kreatives Tool – sondern ein Produktionswerkzeug

Sam Bacon sagt ganz klar: »KI sitzt nicht am Steuer. Der Kreative tut das.« KI sei lediglich ein Produktivitätswerkzeug.
Das klingt simpel, ist aber in der täglichen Diskussion rund um generative KI ein großes Thema. Denn als Creator_in kann man KI auch als Bedrohung empfinden – als etwas, das die eigene Arbeit imitiert oder sie perspektivisch gar überflüssig macht.

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Sam Bacon ist sich sicher: Der Bedarf an Video-Content explodiert.

Sam Bacon hat einen anderen Blick darauf: »KI ist nicht der Konkurrent, sondern das Werkzeug, das bestimmte zeitfressende Aufgaben übernimmt«, sagt sie. Als Beispiel nennt sie etwa Aufgaben wie das Reframing für verschiedene Seitenverhältnisse, Sprachvarianten, Hintergrundentfernung. Audioanpassungen oder auch das Gestalten von Rohmaterial für die Ideenfindung, die mittlerweile von KI unterstützt werden. »All das sind Dinge, die Content Creator_innen bei ihrer täglichen Arbeit stark unterstützen«, findet sie.

Der Workflow ist entscheidender als das beste KI-Modell

Eine zentrale These aus Bacons Vortrag, die besonders für kleinere Creator_innen relevant ist, lautete: Es geht nicht darum, das beste KI-Modell zu finden, sondern darum, den richtigen Workflow zu schaffen. »Denn KI-Modelle kommen und gehen«, so Bacon. Die durchschnittliche Halbwertszeit eines KI-Modells liegt demnach bei nur drei bis sechs Monaten, bevor das nächste Release erscheint und das vorherige Modell überholt. Sam Bacon folgert: »Wer seinen gesamten Produktionsprozess auf ein einziges Tool oder ein bestimmtes Modell aufbaut, baut auf Sand. Wer hingegen einen flexiblen Workflow etabliert, der verschiedene Tools sinnvoll verbindet und der sich anpassen lässt, wenn sich das Tool-Ökosystem verändert, ist langfristig besser aufgestellt.«

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Für Creator_innen bedeutet dieses Prinzip konkret: Nicht jedes neue KI-Tool ausprobieren und dann das entstehende Chaos verwalten, sondern zunächst analysieren, wo im eigenen Prozess die größten Zeitfresser stecken. Ist es die Recherche? Der Schnitt? Das Formatieren für verschiedene Plattformen? Das Schreiben von Begleittexten? »Genau dort sollte man anfangen – und dann schauen, welches Tool diesen konkreten Schritt wirklich verbessert«, empfiehlt Sam Bacon.

Seite 1: KI und Workflow
Seite 2: Sicherheit und Skalierbarkeit

Autor: C. Gebhard

Bildrechte: Nonkonform

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