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Neues Deutsches Fernsehen beim Filmfest München

Neun Filme und sieben Serien feiern beim Filmfest München Weltpremiere auf der großen Leinwand.

Das Filmfest München präsentiert in der Reihe Neues Deutsches Fernsehen Produktionen der deutschen Fernsehfilm- und Serienlandschaft. Insgesamt feiern neun Filme und sieben Serien während des Festivals ihre Weltpremiere. Im Fokus des diesjährigen Programms stehen starke Frauenfiguren, komplexe Familienkonstellationen und gesellschaftlich relevante Themen. Zahlreiche prominente Gäste werden die Premieren vor Ort begleiten.©Filmfest München

»Vom anspruchsvoll-klassischen Hochglanzfernsehen über ambitionierte Genreexperimente bis zu jung, mobil und dynamisch: Die deutsche TV-Produktion befindet sich seit Jahren auf hohem Niveau. Die Themenvielfalt ist groß und stets gesellschaftsrelevant. In dieser Ausgabe bilden vor allem starke Frauen die Dreh- und Angelpunkte. Das bezieht sich sowohl auf die erzählten Geschichten als auch auf die Perspektiven, die eingenommen werden«, sagt Programmkuratorin Dr. Ulrike Frick

©Elodie, Filmfest München

Still aus »Elodie«.

Weibliche Perspektiven

Frauenfiguren stehen in vielen Produktionen im Mittelpunkt. Themen wie das Selbstbild, gesellschaftliche Erwartungen und weibliche Selbstbestimmung ziehen sich durch das gesamte Programm. So beleuchtet »Elodie« die langfristigen Auswirkungen familiärer Prägungen aus der Kindheit auf das Selbstverständnis als Frau im Erwachsenenalter, während »Selling Sex« einen ehrlichen, klischeefreien und sehr feministischen Blick auf Sexarbeit wirft.

Auf der autobiografischen Vorlage der Juristin und Journalistin Iris Sayram basiert der Film »Mimi und ich« und erzählt von weiblicher Stärke und sozialem Aufstieg im Köln der 1980er Jahre. Opulent inszeniert stehen in »Ein Ort, der sich Zuhause nennt« Frauen über drei Generationen hinweg im Zentrum eines großen Familienporträts. »Die falsche Tochter« führt in die Welt des Pferdesports. Bestsellerautorin Juli Zeh erzählt in ihrem ersten Drehbuch die Geschichte einer ehrgeizigen und eigenwilligen Springreiterin. Sie beschließt, den Reiterhof einer Familie zur Basis ihrer Sportkarriere zu machen und gerät dabei in ein toxisches Geflecht aus finanziellen und familiären Abhängigkeiten – die ein tödliches Geheimnis bergen.

Familien im Zentrum gesellschaftlicher Konflikte
©StephanRabold, Filmfest München

Still aus »Eine Nacht in Bangkok«.

Die Familie als Bezugsrahmen: Mehrere Festivalbeiträge verhandeln persönliche, politische und gesellschaftliche Spannungen in unterschiedlichen Konstellationen. In der Serie »Gnadenlos – Gegen das Gesetz« kehrt eine ehemalige Kriminalinspektorin nach acht Jahren unschuldiger Haft zum LKA zurück und fordert Gerechtigkeit. Auf der Suche nach Antworten begeben sich Désirée Nosbusch und Matthias Brandt als lange schon getrenntes Ehepaar, dessen Tochter unter einen schrecklichen Verdacht gerät. In »Eine Nacht in Bangkok« müssen sie sich fragen: Kennen wir unsere Tochter wirklich? Um das Ergründen der eigenen Identität hingegen dreht sich der Film »Blackbird«. Basierend auf dem Debütroman von Matthias Brandt erzählt er vom Erwachsenwerden eines Jugendlichen in den 1970er Jahren.

Ein unerwarteter Todesfall führt zu einer Spurensuche tief in die dunklen Abgründe einer Familie. »Chamäleon« setzt sich mit verschwiegenen Geheimnissen, verdrängter Vergangenheit und angespannten Beziehungen auseinander. In »Die kleinen und die großen Lügen« legt das Verschwinden eines Mädchens gesellschaftliche und zwischenmenschliche Gräben in einem scheinbar stabilen Freundeskreis offen.

Politischer und gesellschaftlicher Wandel als erzählerischer Motor
©ZDF, Steffen Junghans, Filmfest München

Still aus »Neues Land«.

Exemplarisch für politischen und ökonomischen Strukturwandel steht das Familiendrama »Neues Land«: Nach vielen Jahren kehrt eine Geologin in ihr Heimatdorf zurück – ein Ort, der sich vom ehemaligen Braunkohlerevier in ein beliebtes Tourismusziel verwandelt hat. Als sie gebeten wird, ein geologisches Gutachten für den künstlich angelegten See zu erstellen, stößt sie auf gefährliche Instabilitäten und auf die Schatten eines lange verdrängten Familiengeheimnisses.

Die fiktionale Serie »München Beats« blickt auf die frühen 1990er Jahre und die Transformation eines ehemaligen Werksgeländes in den Kunstpark Ost zurück:

©HollyFink, Filmfest München

Still aus »München Beats«.

Während die Tochter eines Kartoffellieferanten die pulsierende Technoszene Münchens entdeckt, geraten zwischen Partykultur und Stadtentwicklung Vater und Sohn über die Zukunft des Fabrikgeländes in Konflikt.

»Der unsichtbare Zeuge« verbindet Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz: Der Thriller erzählt von einem Mann aus Togo ohne Aufenthaltsgenehmigung, der Zeuge eines Verbrechens wird und selbst unter Verdacht gerät.

Genrevielfalt zwischen Mystery, Science-Fiction und Krimi

Das diesjährige Programm zeigt die große stilistische Bandbreite deutscher Fernsehproduktionen. »Ritus« verbindet düstere Legenden, verschwundene Kinder und übernatürliche Ereignisse zu einer außergewöhnlichen und atmosphärischen Mystery-Serie.

©ARD Degeto, ORF, Mona Film, Victoria-Herbig; Filmfest München.

Still aus »Das Vergessen«.

Mit »Wake up« präsentiert die Reihe zudem eine Near-Future-Serie über Bewusstseinstransfer, Verantwortung und ethische Grenzen moderner Biotechnologie. Klassische Krimispannung liefert unter anderem »Das Vergessen« mit Julia Koschitz als Polizistin mit Frühdemenz.

Als Sonderveranstaltung am Warm-up Day präsentiert das Filmfest einen Krimi mit Kultstatus: Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer nehmen als neue Münchner Kommissare in »Tatort: Zwischenwelten« die Ermittlungen auf, nachdem eine Jugendliche spurlos verschwindet. Die Produktion läuft außerhalb des Wettbewerbs.

Hochkarätige Besetzung und starke literarische Vorlagen

Zum Ensemble der diesjährigen Festivalauswahl zählen unter anderem Julia Koschitz, Tobias Moretti, Annette Frier, Bjarne Mädel, Bettina Lamprecht, Matthias Brandt, Karoline Schuch, Fabian Hinrichs, Jördis Triebel, Moritz Bleibtreu, Petra Schmidt-Schaller, Heino Ferch und Désirée Nosbusch. Ergänzt werden sie durch zahlreiche vielversprechende Newcomer_innen.

©Blackbird, Filmfest München

Still aus »Blackbird«.

Mehrere Fernsehproduktionen basieren auf bekannten literarischen Vorlagen, darunter dem Debütroman »Blackbird« von Matthias Brandt, der autobiografischen Vorlage von Iris Sayram für »Mimi und ich«, den Romanen von Astrid Ruppert für »Ein Ort, der sich Zuhause nennt« sowie »Der unsichtbare Zeuge« auf »Illegal« von Max Annas. Nicht zu vergessen die Miniserie »Die falsche Tochter«, für die Bestsellerautorin Juli Zeh ihr erstes Drehbuch verfasst hat.

Bernd Burgemeister Fernsehpreise

Die Bernd Burgemeister Fernsehpreise werden jedes Jahr im Rahmen des Filmfest München den Produzentinnen und Produzenten aus der Reihe Neues Deutsches Fernsehen in den Kategorien »Bester Fernsehfilm« und »Bester Mehrteiler/Serie« verliehen. Die Preise sind jeweils mit 25.000 Euro dotiert und werden von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Die Jury 2026 besteht aus den Film- und Fernsehproduzent_innen Dagmar Rosenbauer, Alexis von Wittgenstein und Heike Wiehle-Timm.

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