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Sony FX5 mit Open-Gate-Sensor und interner Raw-Aufzeichnung vorgestellt
Sensor und Bildqualität
Der neue Exmor RS Vollformat-Sensor mit Stacked-Architektur arbeitet zusammen mit dem BIONZ XR2-Bildprozessor inklusive dedizierter KI-Einheit. Im S-Log3-Modus erreicht die FX5 laut Sony einen Dynamikumfang von über 15 Blendenstufen. Der große Belichtungsspielraum und die rauscharme Bildverarbeitung sollen für sanfte Lichter-Schatten-Übergänge und natürliche Texturen auch in kontrastreichen Szenen sorgen.
Drei Basis-ISO-Werte (800, 4000, 12800) ermöglichen rauscharme Aufnahmen unter unterschiedlichsten Bedingungen. Der erstmals in der FX-Serie verfügbare Dual-Gain-Shooting-Modus maximiert die Sensorleistung, erweitert den Dynamikumfang und reduziert Bildrauschen, ohne Details in dunklen Bereichen zu verlieren.
Erstmals unterstützt die FX5 zudem einen 3:2-Full-Pixel-Readout über die gesamte Sensorfläche für Open-Gate-Aufnahmen sowie die Scan-Modi 17:9, 16:9 und Super 35 – der Bildwinkel lässt sich damit flexibel an unterschiedliche Ausspielformate anpassen. Intern zeichnet die Kamera im proprietären 16-Bit-Raw-Format X-OCN auf, ergänzt um die neuen, datenreduzierten Codecs X-OCN C1 und C2 neben X-OCN LT. Aufnahmen sind in 5K mit bis zu 60 fps, in 4K mit bis zu 120 fps und in Full HD mit bis zu 240 fps möglich.
Autofokus und Bildgestaltung
Der KI-gestützte Autofokus nutzt eine Technologie zur Analyse menschlicher Körperhaltungen und erkennt neben der Augenposition auch Kopf- und Körperbewegungen – auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Ergänzend sorgt die Real-time-Tracking-Funktion für zuverlässige Schärfenachführung.
Auto Tracing White Balance (ATW) kombiniert Sensordaten für sichtbares und Infrarotlicht mit einer Deep-Learning-basierten Lichtquellenerkennung für eine stabilere, natürlichere Weißabstimmung in Schatten, Innenräumen und anderen anspruchsvollen Situationen. Eine schaltbare Noise-Suppression-Funktion erlaubt flexible Bildgestaltung je nach Aufnahmeabsicht und Postproduktionsanforderung. Eine integrierte Desqueeze-Funktion unterstützt anamorphotische Objektive mit den Faktoren 1,3x, 1,5x, 1,6x, 1,8x und 2,0x.
Gehäuse, Display und Bedienung
Im kompakten, leichten Flat-Top-Gehäuse sitzt eine 5-Achsen-Bildstabilisierung. Die Stabilisierungseinheit verdoppelt gegenüber dem Vorgängersystem nahezu den Korrekturbereich für Rollbewegungen; neben optischer Stabilisierung und Active Mode bietet die FX5 zusätzlich einen Dynamic Active Mode für stabile Bilder auch aus der Hand.
Der 3,5-Zoll-LCD-Touchscreen im 16:9-Format löst mit rund 2,76 Millionen Bildpunkten auf, fällt größer und heller aus als bei der FX3 und lässt sich um 98 Grad nach oben, 40 Grad nach unten sowie 180 Grad zur Seite klappen. Die Helligkeit ist in 15 Stufen einstellbar, Aufnahmeinformationen lassen sich frei am Bildschirmrand positionieren, ohne das Bild zu verdecken. Der von den CineAlta-Kameras bekannte »BIG6«-Startbildschirm bündelt zentrale Einstellungen wie Bildrate, Belichtung und LUTs. Ein neues Menüsystem sorgt für konsistente Bedienung im Zusammenspiel mit CineAlta-Kameras und der FX6.
Anschlüsse und Zuverlässigkeit
Ein hocheffizienter Lüfter und ein überarbeitetes Wärmeableitungskonzept sollen stabilen Betrieb auch bei langen Aufnahmen gewährleisten; das staub- und feuchtigkeitsresistente Gehäuse verfügt über integrierte Gewindebohrungen für Zubehör, teils ganz ohne Cage.
Über die Monitor & Control App lässt sich die FX5 per Smartphone, Tablet oder Mac überwachen und fernsteuern. Die HDMI-Ausgabe kann unterschiedliche oder identische Informationen auf Kameradisplay und externem Monitor anzeigen. Zur Stromversorgung dient der neue Akku NP-SA100 (2.670 mAh) mit rund 30 Prozent mehr Kapazität als der NP-FZ100 der Z-Serie; der Akkuzustand lässt sich direkt in der Kamera prüfen. Zwei USB-C-Anschlüsse unterstützen Timecode-Eingang über optionales Adapterkabel sowie Stromversorgung per USB Power Delivery. Ein LAN-Anschluss ermöglicht Fernsteuerung und stabile Netzwerkanbindung für professionelle Produktionsumgebungen.
Firmware-Update Version 2.0 (ab August 2027)
Für ein späteres Update kündigt Sony an:
- HFR-Aufnahmen mit bis zu 240 fps in X-OCN
- XAVC-S-I-Aufzeichnung im 3:2-Open-Gate-Format
- Optimierte Oberfläche für Vertical-Video
- Neue Frame-Grab-Funktion
Optionales Zubehör
Der abnehmbare OLED-Sucher DVF-EL1 (0,58 Zoll, rund 7,07 Millionen Bildpunkte) unterstützt HDR mit DCI-P3-Farbraum und 10-Bit-Tonwertdarstellung, bietet rund 0,9-fache Vergrößerung, wahlweise Auflösungs- oder Augenabstand-Priorisierung sowie einen Neigemechanismus von 0 bis 90 Grad. Preis: 749 Euro.
Der XLR-Handgriff XLR-H2 bietet zwei XLR/TRS-Kombianschlüsse für bis zu vier Audiokanäle, verarbeitet Signale über integrierte Dual-AD-Wandler und ermöglicht Aufnahmen mit bis zu 96 kHz/32-Bit-Float direkt in der Kamera – verbunden über den Multi Interface Shoe. Gedacht vor allem für mobile Produktionen wie Dokumentationen, Reportagen und News. Preis: 899 Euro.
Das Timecode-Adapterkabel VMC-BNCU1 (USB-C auf BNC) erlaubt die Einspeisung externer Timecode-Signale zur Synchronisation mehrerer Kameras und Audiorekorder, etwa bei Multikamera- und Broadcast-Produktionen. Preis: 99 Euro.
Preise und Verfügbarkeit
– ILME-FX5 inkl. XLR-Handgriff: Vorbestellbar ab 22. Juli 2026, verfügbar ab August 2026, UVP 5.999 Euro
– ILME-FX5B (nur Gehäuse): Vorbestellbar ab 22. Juli 2026, verfügbar ab August 2026, UVP 5.399 Euro
Begleitsoftware
Monitor & Control Version 3.0 (ab Juli 2026) erweitert die Steuerung und Überwachung mehrerer Kameras und unterstützt Vertical-Video-Workflows sowie EL Zone zur präzisen Belichtungskontrolle.
Catalyst Prepare Version 3.0 (ab August 2026) führt Catalyst Prepare und Catalyst Browse zusammen, spielt die neuen Formate X-OCN C1 und C2 ab und stabilisiert sie, und nutzt Aufnahme-Metadaten zur Materialauswahl und -anpassung in der Postproduktion.









