Branche, Top-Story: 12.02.2008

Bund ohne Band: Die Bundeswehr investiert in P2

Vor 50 Jahren als Defensivtruppe konzipiert, geht die Bundeswehr nun bei der Medientechnik in die Offensive und hat ihre 17 Fachmedienzentren auf den neuesten Stand der Technik gebracht: Jeweils zwei P2-Camcorder, ein passendes Avid-Schnittsystem, Zentralspeicher und eine Archivierungslösung erlauben den dort tätigen Soldaten nun die zeitgemäße Videoproduktion. (Videobeitrag von BWTV am Ende der Meldung.)

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Unter den Soldaten gibt es neben Infanteristen mit Gewehr …
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… auch Medienfeldwebel mit Camcorder.

Wenn in der Öffentlichkeit von der technischen Ausstattung der Bundeswehr die Rede ist, dann geht es dabei in der jüngeren Zeit meist um Spürpanzer, Tornados, Eurofighter oder Schnellboote.

Dabei muss aber letztlich jedem klar sein, dass die deutsche Truppe natürlich einen sehr viel breiteren Bedarf an Technik hat — auch an Videotechnik.

So verfügt die Bundeswehr nicht nur über einen zentralen Medienkomplex in St. Augustin bei Bonn, mit eigenen Studios, Postproduction und Sendebetrieb, von dem später noch die Rede sein soll.

Verteilt über 17 Standorte und über alle Truppenteile, gibt es zudem auch noch einzelne Medienproduktionsstätten, die bei der Bundeswehr Fachmedienzentren heißen. Dort arbeiten Medienproduktionsfeldwebel mit Bild-, Ton- und Printmedien, sie dokumentieren, informieren und schulen. Die Bundeswehr ist also innerhalb bestimmter Grenzen auch als Medienproduktion tätig.

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Hauptmann Robert Drobny, vom Logistikamt der Bundeswehr (LogABw) Dezernat Rü/Nu I 43, ist zuständig für die Nutzung des P2-Equipments bei der Bundeswehr und betreut die Fachmedienzentren.
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Das Equipment der Bundeswehr umfasst auch …

Nun wurden also die Fachmedienzentren auf den technisch neuesten Stand gebracht: Mit 34 P2-Camcordern, 34 LCD-Monitoren, 17 DVCPRO-Recordern und 17 P2-Lesegeräten von Panasonic.

Zweiter größerer Lieferant der Modernisierung — die bei der Bundeswehr »Regenerierung« heißt — ist Avid.

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… professionelle Videoproduktionsmittel, wie die nun erworbenen P2-Kits.

An jedem der 17 Standorte wurde jeweils eine Ingest/Playout-Station, ein Editing-System mit Liquid- und Media-Composer-Software, sowie Unity-Zentralspeicher installiert. Bereits vorhanden sind in den Fachmedienzentren weitere Rechner mit Liquid-Editing-Software, die an die neuen Systeme angebunden werden können.

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Als Editing-System kommt Liquid zum Einsatz, es steht aber auch die Media-Composer-Software zur Verfügung.
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Hauptmann Drobny nahm das Equipment im Rahmen einer kleinen Feier entgegen.

Insgesamt investierte die Bundeswehr in den vergangenen Jahren rund 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der videotechnischen Ausrüstung ihrer Fachmedienzentren. Das Equipment der Bundeswehr wird zentral vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung eingekauft. Das gilt auch für die Videotechnik. Den Auftrag erhielt der AV-Händler KST Moschkau aus Kreuzau, einem Ort zwischen Köln und Aachen. Moschkau ist Avid Premium Reseller und Panasonic Broadcast Partner.

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Zur Übergabe der Geräte waren von der Lieferantenseite neben Axel Moschkau auch die Panasonic-Mitarbeiter Peter Kaiser, Uwe Rohr und Hideo Yonenaga anwesend.

Anfang Dezember 2007 übergab Panasonic im Rahmen einer kleinen Feier das neue P2-Equipment an die Bundeswehr. Dafür waren von Panasonic Peter Kaiser, Uwe Rohr und Hideo Yonenaga angereist. Yonenaga ist als General Manager für das Broadcast-Geschäft von Panasonic in Europa verantwortlich.

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Professionelle Medienproduktionstechnik bei der Bundeswehr
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Das Systemschema zeigt, wie die Komponenten ineinandergreifen.

Insgesamt verfügt die Bundeswehr — inklusive der Neuanschaffungen — über mehr als 100 Liquid-Editing-Systeme, angebunden an 17 Unity-Speichernetzwerke. Mit der jüngsten Investition ist die Zahl der P2-Camcorder auf über 80 angestiegen, insgesamt sind mehr als 100 weitere P2-fähige Geräte wie etwa P2-Drives und mobile Recorder in Betrieb sowie mehr als 150 der portablen P2-Festplattenlaufwerke, die das Umkopieren von P2-Karten auf die integrierte Festplatte erlauben. Die gesamte auf P2-Karten verfügbare Speicherkapazität der Bundeswehr liegt derzeit bei 2,4 TB.

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Eine erste Einweisung an den neuen Geräten erfolgte im Dezember 2007.

Neu angeschafft hat die Bundeswehr nun 17 P2-Schulter-Camcorder des Typs AG-HPX500 (Test hier) und 17 P2-Handheld-Camcorder des Typs AG-HVX200 (Einzeltest Einzeltest hier, Vergleichstest hier). Zu jedem dieser Sets kommt noch ein 8-Zoll-Monitor (BT-LH80WS) für den mobilen Einsatz und ein 26-Zoll-Monitor (BT-LH2600) zum Sichten des Materials hinzu. Beide Monitore können SD– und HD-Signale verarbeiten. Jeweils ein P2-Laufwerk AJ-PCD20 und ein DVCPRO-Recorder AJ-SD255 runden die Akquisitionsseite ab.

Wozu braucht die Bundeswehr P2?

Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht ungewöhnlich, dass die Bundeswehr über ein beträchtliches Ausmaß an professionellem Videoproduktions-Equipment verfügt. Aber zur Vielfältigkeit der deutschen Armee gehören ja schließlich auch Bundeswehr-Universität, Bundeswehr Big Band, Bundeswehrkrankenhäuser und Sportsoldaten, die in 62 Disziplinen bei internationalen Wettkämpfen um Medaillen und Rekorde ringen — unter anderem auch in ganz unmilitärischen Disziplinen wie Billard, Tanzsport und Wasserski. Andererseits steht aber neben den Auslandseinsätzen in Afghanistan und im Kosovo oder der Arbeit von Soldaten als Fluthelfer eben auch die breite Palette des ganz normalen Bundeswehrbetriebs.

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Die Mitarbeiter der Fachmedienzentren trafen sich zur offiziellen Übergabe des Equipments

Schon daran, dass Kameraleute, Cutter und Mediengestalter bei der Bundeswehr Medienfeldwebel heißen, lässt sich ablesen: Vieles läuft bei der Truppe ganz anders, als man sich das außerhalb einer militärischen Organisation, etwa in der freien Wirtschaft vorstellt. Wo sonst könnte ein modernes Computersystem die Bezeichnung »Unterrichtsmitschauanlage« tragen?

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Die Fachmedienzentren der Bundeswehr sind jetzt technisch wieder ganz vorne.

Aber wendet man den Blick von solchen Oberflächlichkeiten ab und blickt aufs Wesentliche, wird schnell klar: Die Fachmedienzentren der Bundeswehr sind jetzt technisch wieder ganz vorne. Zeit dafür war’s allerdings, denn die Investitionszyklen der Bundeswehr entsprechen nicht der rasanten Entwicklung im Medienbereich: P2 löst in den Fachmedienzentren tatsächlich teilweise U-matic ab, die letzte größere »Regeneration« der Fachmedienzentren liegt elf Jahre zurück.

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Hauptmann Drobny freut sich über die nun erfolgte »Regeneration« der Technik in den Fachmedienzentren.

Eingesetzt wird Video-Equipment bei der Bundeswehr in insgesamt 34 Medienzentren. Die Medienzentren der Bundeswehr nehmen dabei verschiedene Aufgaben wahr, sind über die verschiedenen Truppenteile und über ganz Deutschland verteilt. Nicht alle 34 Medienzentren verfügen über professionelle Videoproduktionstechnik, die ist den Fachmedienzentren vorbehalten. Dort kommt sie überwiegend zum Einsatz, um Unterrichtsveranstaltungen und Schulungen mitzuschneiden sowie Lehr- und Ausbildungsfilme herzustellen. Dabei kann es etwa um Geräte und Waffensysteme gehen, entsprechende Filme gibt es unter anderem für den Kampfjet Tornado und für den Schützenpanzer Puma.

Bisher arbeiteten die Fachmedienzentren mit U-matic, DVCPRO und DV, nun soll P2 als durchgängiger Standard in der Akquisition etabliert werden.

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BWTV betreibt in St. Augustin ein TV Studio.
Bundeswehr-Fernsehen

Zweiter Einsatzbereich von Profi-Video-Equipment ist das in St. Augustin beheimatete Bundeswehr-Fernsehen BWTV, das zum Streitkräfteamt der Bundeswehr gehört.

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Das bundeswehreigene Programm BWTV interviewte Axel Moschkau. Der Beitrag steht am Ende des Artikels zum Download bereit.

Dabei handelt es sich sozusagen um das Business-TV der Bundeswehr, das mit Live-Sendungen aus dem eigenen Studio, eigenen Produktionen und zugekauften Inhalten einen eigenen Fernsehkanal betreibt. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Ein voll bestücktes, großes TV-Studio, ein Audiostudio, die zugehörigen Regien und Postproduction-Suiten zeigen den professionellen Anspruch. Gearbeitet wird hier unter anderem mit einem Aurus-Pult von Stagetec und vier Avid-Systemen (Meridien- und Adrenaline-Hardware. Ein umfassend bestückter MAZ-Raum sowie eine Sendeabwicklung mit Schaltraum/Playout-Zentrum, mit Sendeservern, SGT-Automation und Anbindung an das Videokonferenznetz der Bundeswehr komplettieren die technische Infrastruktur. Über das Videokonferenznetz ist auch das Hauptstadtstudio der Bundeswehr an die Zentrale in St. Augustin angebunden.

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BWTV ist seit April 2002 auf Sendung.

BWTV ist seit April 2002 auf Sendung und sendet via Eutelsat ein regelmäßiges Programm. Dass der Großteil der deutschen Bevölkerung davon nichts weiß und auch die Medienbranche davon nur wenig mitkriegt, liegt nicht etwa an Geheimniskrämerei oder Desinteresse der Bundeswehr an Öffentlichkeitsarbeit, sondern hat seinen Hintergrund im Rundfunkstaatsvertrag: Der verbietet es den staatlichen Organen in Deutschland, eigene, frei empfangbare Fernsehprogramme zu betreiben. Ob das noch zeitgemäß ist, oder es vielleicht besser wäre, den Staatsorganen diesen direkten, offenen Kommunikationskanal zu öffnen, statt sie auf indirekte Wege zu zwingen, ist durchaus diskussionswürdig — besonders in Zeiten von Web-TV. Aktuell sieht es aber so aus, dass BWTV verschlüsselt sendet (mit der Verschlüsselungslösung PowerVu von der Cisco-Tochter Scientific Atlanta) und überwiegend im Ausland empfangen und genutzt wird. Ziel des Senders ist es, Bundeswehrangehörige im Ausland zu informieren und zu unterhalten: derzeit kann das Programm aufgrund der Ausleuchtzone des Satelliten nur in Europa und Afghanistan empfangen werden. Weiterer Verbreitungsweg neben der verschlüsselten Ausstrahlung ist das Intranet der Bundeswehr, wo die eigenproduzierten Beiträge zum Download bereitstehen.

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BWTV produziert eine Live-Magazinsendung, die mitgeschnitten und dann mehrfach im Lauf des Tages wiederholt wird.

Neben einer Live-Magazinsendung, die mitgeschnitten und dann mehrfach im Lauf des Tages wiederholt wird, können die Soldaten im Ausland bei BWTV an den Abenden und am Wochenende auch Fußballübertragungen und Spielfilme sehen. Das Programm läuft 24 Stunden täglich, wobei 30 bis 45 Minuten pro Tag neu produziert werden. Mitarbeiter von BWTV sind auf Übungen der Bundeswehr präsent, reisen in Einsatzländer, beobachten Bundeswehr-Sportler und informieren über den Bundeswehrhaushalt, Verteidigungs- und Nato-Themen.

Redaktion und Technik von BWTV sind mit Soldaten und zivilen Mitarbeitern besetzt. Die berichteten etwa auch über die CISM, das ist die Militärweltmeisterschaft im Sport, deren jüngste Runde im Oktober 2007 im indischen Haiderabad ausgetragen wurde. Um von dort aktuell berichten zu können, nutzte BWTV ein eigenes Setup aus einem Camcorder, einem Editing-System und einem Satellitentelefon.

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Erich Waldecker ist Technischer Leiter von BWTV.

»P2 ist eine ideale Lösung, wenn es um Geschwindigkeit und niedriges Gewicht geht«, erläutert der Technische Leiter von BWTV Erich Waldecker und deutet damit an, in welche Richtung die zukünftigen Erwägungen von BWTV gehen.

Die nun modernisierten Fachmedienzentren und BWTV operieren insgesamt unabhängig voneinander, es gibt aber durchaus Kooperationen und »Amtshilfe«: Die Fachmedienzentren stellen BWTV Material und einzelne Beiträge zur Verfügung.

BWTV setzt bislang auf DVCPRO50 und arbeitet in der Akquisition bandbasiert, wird aber die Erfahrungen der Fachmedienzentren mit P2 beobachten und wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt auch auf P2 umschwenken. Derzeit püft BWTV wie der Rest der deutschen TV-Landschaft die Umstellung auf 16:9.

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Erich Waldecker von BWTV und Uwe Rohr von Panasonic im Gespräch.

Der technische Leiter Erich Waldecker erläutert: »Teilweise bitten uns private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender um Bildmaterial und das wird zunehmend in 16:9 gewünscht. Darauf müssen wir reagieren.« Auch das Thema HD spielt eine Rolle — zwar nicht im eigenen Programm, aber wenn es um den Bereich Öffentlichkeitsarbeit geht, wird HD auch für die Bundeswehr künftig ein Thema sein.

BWTV berichtete natürlich auch über die »Regenerierung« der Ausrüstung in den Fachmedienzentren der Bundeswehr. Der kurze Beitrag, der hierzu im Nachrichtenmagazin von BWTV lief, steht am Ende dieser Meldung zum Download bereit (als Flash- oder WMV-Datei).

Aufbau des bandlosen Workflows in den Fachmedienzentren

Auch wenn die einzelnen Fachmedienzentren unterschiedliche Schwerpunkte haben, ist die technische Ausstattung jeweils gleich aufgebaut:

Das Unity Media Network 5.0 von Avid mit zentralem Speicher bietet 8 TB Speicherapazität und erlaubt das gleichzeitige Arbeiten von fünf bis acht Liquid-Systemen in HD.

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Das neue Equipment eröffnet den Mitarbeitern in den Fachmedienzentren mehr Möglichkeiten und bringt sie technisch auf einen gemeinsamen Stand.

Das mit den beiden P2-Camcordern aufgezeichnete Material wird via Datentransfer im Normalfall über die Ingest/Playout-Workstation auf den zentralen Datenspeicher übernommen. Die Transfergeschwindigkeit liegt hierbei laut KST Moschkau deutlich über 1 Gbps. Somit ist die Übertragung je nach verwendetem Aufzeichnungsformat zwischen 1,5 und 6 mal schneller als das Capturing mit bandgestützten Systemen in Echtzeit.

Die Möglichkeit der Signalübertragung von weiteren, Nicht-P2-Geräten ist ebenfalls möglich. Entsprechende Signalschnittstellen stehen in HD und SD, digital und analog, an den System-Steckfeldern zur Verfügung. Auch die über diesen Weg eingespielten Daten werden direkt auf den zentralen Speicher geschrieben, wo dann alle am Netz angebundenen Clients Zugriff auf das Material haben — sofern sie dazu berechtigt sind.

Eine wichtige Forderung war hier die Möglichkeit, gemeinsam am gleichen Projekt arbeiten zu können. Wird etwa am Ingest-Platz ein neues Projekt angelegt, können die angeschlossenen Editing-Clients sofort darauf zugreifen. Überträgt die Ingest-Station weiteres Material auf die Unity-Einheit, poppt die neue Information bei den Editing-Systemen auf und diese können unmittelbar nach dem Ingest des ersten Clips mit der Arbeit beginnen.

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Karl Kalenberg, Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, ist für die Equipment-Beschaffung zuständig.

Mit identischer Hardware ausgestattet wie die Ingest/Playout-Station, erlaubt das Produktions-Editing-System die umfangreiche Nachbearbeitung des eingespielten SD- und HD-Materials. Beide Systeme sind mit der Avid-Software Liquid Chrome Xe ausgestattet, verfügen aber auch über die Media-Composer-Software, die bereits jetzt im reinen P2-Workflow genutzt werden kann. Wenn später die Hardware aufgerüstet wird, lässt sich der Media Composer in vollem Umfang alternativ zum Liquid-System für SD- und HD-Editing nutzen.

Beide Rechner (Ingest/Playout- und Produktionsstation) sind identisch ausgeführt und können daher nach kurzer Umkonfigurierung die Aufgabe des jeweils anderen Systems übernehmen. Für die Sicherheit der zentralen Daten sorgt das RAID-Konzept der Unity-Speichereinheiten

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Axel Moschkau, Geschäftsführer von KST Moschkau.

Bereits im Jahr 2006 hatte KST Moschkau weitere in den Fachmedienzentren vorhandene Rechner (UMSA III = Unterrichtsmitschauanlagen) mit der Avid-Software Liquid Pro ausgestattet. Auch diese Systeme können nun an das zentrale Unity-System angebunden werden. Das kann je nach Anforderung über 4-GBit-Fibrechannel oder Gigabit-Ethernet erfolgen. Zusätzlich können weitere Systeme der Kategorie UMSA II, die ebenfalls mit Liquid ausgestattet sind (davon besitzt die Bundeswehr insgesamt 33) an die jeweiligen »Standort-Unitys« angebunden werden. Auch diese Systeme können Material auf dem zentralen Speicher ablegen und mit dem gemeinsamen Fundus arbeiten.

Ausspielen lässt sich das Material über verschiedene Signalwege, es stehen File-Exportmöglichkeiten und das Ausspielen auf Band zur Wahl. Auch das Rohmaterial kann so zur Archivierung ausgelagert werden. Ein teilrobotisches DVD- und Blu-ray Disc-Brennsystem kann die Daten nativ oder kodiert auf CD, DVD- oder Blu-ray-Rohlinge schreiben.

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Autor
C. Gebhard, G. Voigt-Müller
Bildrechte
Redaktion Heer, Nonkonform, KST Moschkau
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