2026_10_Blackmagic_Leader

Anzeige

Gradient Effects setzt auf Pablo 3D

Das kalifornische Postproduktionshaus Gradient Effects erweitert sein Leistungsspektrum mit Quantels Farbkorrektur- und Finishing-System Pablo. Einer der Gründer von Gradient Effects ist Thomas Tannenberger, vormals CTO bei Das Werk.

Die in Los Angeles ansässige Postproduktion Gradient Effects hat in ein Pablo-System von Quantel investiert. Damit soll nicht nur die Farbkorrektur im neuen DI-Kino des Unternehmens schneller ablaufen, das Material soll sich auch schnell und einfach im gewünschten Format ausgeben lassen. So könne der VFX-Artist an den visuellen Effekten arbeiten, während am Pablo die Farbkorrektur ausgeführt werde, urteilt Gradient Effects.

Einer der Mitbegründer von Gradient Effects ist Thomas Tannenberger, in der deutschen Postproduction-Branche kein Unbekannter: Er gehört zu den Gründern von Das Werk und arbeitete als VFX-Spezialist an zahlreichen Projekten und Spielfilmen mit, darunter etwa »Lola rennt«. Tannenberger übernahm schon in seiner Zeit bei Das Werk die Aufgabe, das US-Business aufbauen, im Strudel der New Economy kam es für Das Werk dann anders. 2006 gründete Tannenberger mit Olcun Tan das neue Postproduktionshaus Gradient Effects in Los Angeles, das sich neben dem Kerngeschäft der visuellen Effekte auf komplettes DI-Finishing spezialisiert hat. »Auf Wunsch unserer Kunden bieten wir hier alle anfallenden digitalen Bearbeitungsstufen wie Online-Grading, VFX und Finishing unter einem Dach an«, erklärt Thomas Tannenberger, VFX-Supervisor und Executive Producer bei Gradient. »Dieses Konzept entspricht unseren Vorstellungen, eine komplette DI-Strecke anzubieten. Zudem haben wir großes Interesse an der Bearbeitung von Stereoproduktionen, weil wir darin ein wachsendes Marktpotenzial sehen.«

Eine Schlüsselfunktion im Workflow von Gradient nimmt das Lidar (Light Detection and Ranging)-Aufnahme- und Scanningsystem ein. Lidar-Scanner werden vor allem zur 3D-Visualisierung in der Architektur eingesetzt, da sie hochauflösende 3D-Scans erzeugen können. Mit dem Lidar-Scanner lassen sich große Areale wie Gebäude, Plätze als 3D-Bilder aufnehmen. Die Technik dahinter funktioniert ähnlich wie ein Radar: Der Lidar sendet Laserimpulse aus und gewinnt durch die Reflexion der Wellen die Information über die Objekte, auf die diese treffen. Ein zentraler Bestandteil des Laser-Scanners ist ein CCD-Bildsensor, der die Bilddaten hochauflösend aufzeichnen kann.

Obwohl Lidar-Scanner auch schon für teurere Spielfilmproduktionen verwendet wurden, wurden sie bisher vom Hersteller nicht für den Einsatz in einer Postproduktions- oder VFX-Umgebung integriert und optimiert. Um den Lidar in den Workflow einbinden zu können, hat Gradient daher eine eigene Software-Lösung ausgetüftelt. Damit können die von Lidar aufgenommenen Locations direkt in ein 3D-System eingelesen werden, das die 3D-Darstellung dieser Bilddaten in Echtzeit garantiert. Mit dieser Entwicklung lassen sich 3D-Previews, Postproduktion und VFX noch effizienter gestalten.

Im Pablo-System sieht Gradient Effects dazu eine passende Abrundung und merkt an, dass man nun ein Projekt in einer einzigen Postproduktionsumgebung bearbeiten könne. Während die VFX-Artists die visuellen Effekte gestalteten, würden parallel am Pablo die Farbkorrekturen ausgeführt, so Gradient. Pablo soll bei der Post-Facility aber letztlich vielfältige Aufgaben in der DI-Bearbeitung übernehmen. Außerdem glaubt man bei Gradient Effects auch, durch die Investition die Voraussetzungen für die Akquise neuer Kunden geschaffen zu haben: »Das war ein weiterer Grund für uns«, sagt Tannenberger, »in einen Pablo zu investieren.«

Autor: red

2026_10_Aja_Leader

Anzeige

2026_10-Canon_rec

Anzeige

Most Popular

2026_10_Aja_rec

Anzeige

Newsletter

Keine Story mehr verpassen und
einfach den Newsletter abonnieren!

2026_10_Lawo_rec

Anzeige

PLATIN

NEP Germany
BFE
Sony Professional Europe
Clear-Com
AJA Video Systems
Adobe
TVN LIVE PRODUCTION
Mediatec
EVS
VIDI
TV SKYLINE
Riedel Communications
Broadcast Solutions GmbH
Panasonic Connect
EIZO
KST Moschkau GmbH
MoovIT GmbH
CGI Deutschland B.V. & Co. KG

CABSAT

CABSAT wurde 1993 gegründet und hat sich zu einer etablierten Veranstaltung für die Medien- und Kommunikationsbranche in der MEASA-Region (Naher Osten, Afrika, Südasien) entwickelt
Dubai
5. bis 7. Oktober

LEaT con 26

Mit 140 Speakern bot die letzte LEaT con ein beeindruckendes Programm aus Vorträgen und Workshops.
Hamburg
6. bis 8. Oktober

Medientage München

Bei den 40. MEDIENTAGEN München vom 21. bis 23. Oktober 2026 stehen mehr als 100 Sessions, Keynotes, exklusive Masterclasses und Meetups auf dem Programm.
München
21.-23. Oktober

Logic Roadtrip

Ein Event rund um softwarebasierte Medienproduktion. Gemeinsam mit sieben Technologiepartnern wird eine durchgängige Referenzarchitektur vorgestellt, Lösungsbeiträge werden eingeordnet und Erfahrungen aus der Praxis geteilt.
Diverse
2.-5. November

FKTG-Fachtagung 2026

FKTG-Fachtagung 2026.
Wuppertal
10. bis 12. November

ISE 2027

Die ISE 2027 wächst über Barcelonas Gran Via hinaus, geht stärker in Richtung Content, Kreativtechnik und Bildung – und holt mit einem eigenen Studio die Broadcast-Produktion in die Unternehmenswelt. Unter
Barcelona
2.-5. Februar 2027