Branche, Display, Report, Top-Story, Trend: 28.02.2015

Echt scharf: 4K-Computer-Monitore

Im Computerbereich gibt es viele Displays, die schon 4K-Auflösung bieten – in allen möglichen Größen. Dieser Beitrag stellt Panels ab 30 Zoll Bildschirm-Diagonale zusammen, die UHD- oder 4K-Auflösung bieten.

Der Bedarf an Monitoringlösungen für 4K wächst – und das keineswegs nur im High-End-Bereich, sondern eben auch beim Allrounder, der sein Material auf einem nativen 4K-Monitor sehen, beurteilen und schneiden will – auch wenn er derzeit am Ende meistens doch wieder HD-Signale daraus generiert.

Dieser Beitrag stellt aktuell und in Kürze verfügbare 4K-Computerschirme vor, die via HDMI 4K-Signale entgegennehmen und die sich insbesondere für den Einsatz in der Postproduktion eignen.

Alle Monitore der Zusammenstellung weisen mindestens 30 Zoll Bildschirmdiagonale auf und verfügen auch alle über HDMI-Eingänge. Viele der gelisteten Schirme bieten darüber hinaus auch weitere Schnittstellen. Die Übersicht erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stellt lediglich eine Auswahl an Geräten mit den genannten Kriterien dar, die der Redaktion interessant erschienen.

Acer: B326HK

Acer hat mit dem B326HK einen 32-Zoll-Monitor im Programm, der UHD-Auflösung bietet. Das IPS-Display soll für einen hohen Betrachtungswinkel von 178 Grad sorgen. Der Monitor soll sich für die Anforderungen der Print-Produktion oder von CAD-Applikationen eignen und kommt auch für Postproduktionsanwendungen in Frage.

Eine Besonderheit ist die Bild-in-Bild-Funktion des Monitors, über die sich zwei angeschlossene Quellen gleichzeitig darstellen lassen. HDMI und Display-Port sind ebenso vorhanden, wie SDI-Anschlüsse.

BenQ: BL3201PT

BenQ stellt mit dem BL3201PT einen UHD-Monitor mit 32 Zoll Bildschirmdiagonale vor. Der Monitor ist mit einem 10-Bit-IPS-Panel ausgerüstet, bietet 178 Grad Blickwinkel und ist aus Herstellersicht für Einsätze in der Video- und Bildbearbeitung ebenso geeignet, wie für die Gestaltung von 3D-Animationen. Per OSD-Steue­rung lässt sich der Monitor in verschiedene Modi schalten.

Dell: UP3214Q

Der Dell-Monitor UP3214Q ist mit einem 31,5-Zoll-Display ausgerüstet und bietet UHD-Auflösung. Das LC-Panel des Monitors stammt allem Anschein nach von Sharp. Der Monitor bietet laut Hersteller hohe Farbgenauigkeit, die AdobeRGB und sRGB als Farbräume abdeckt.

Eizo: FlexScan EV3237

Mit dem FlexScan EV3237 präsentiert Eizo einen UHD-Monitor mit IPS-Panel und 31,5 Zoll Bilddiagonale. Der Hersteller ist bekannt für farbtreue Monitore, die besonders im Grafik- und Animationsbereich im Einsatz sind.

Auch der EV3237 bietet viele Funktionen, die man von solchen Anwendungen her kennt, etwa die Möglichkeit, aus fünf voreingestellten Bildmodi, darunter sRGB oder Movie, auswählen zu können. Via HDMI und Display-Port lassen sich UHD-Bilder einspielen, je nach Eingang mit unterschiedlichen Bildraten.

Eizo: ColorEdge CG318-4K

Der Eizo ColorEdge CG318-4K kann im Unterschied zum EV3237 4K-Sig­nale nativ darstellen. Eine Besonderheit des 31,1-Zoll-Monitors ist zudem die Möglichkeit, sich über einen eingebauten Sensor selbst zu kalibrieren.

Der Monitor unterstützt zahlreiche Farbräume und es stehen sieben Preset-Modi zur Auswahl: DCI, EBU, Rec.709, SMPTE-C, Adobe RGB, sRGB und CAL.

Mit Hilfe der von Eizo zur Verfügung gestellten ColorNavigator-Softwares soll es möglich sein, die Farbwiedergabe des Monitors sehr genau einzustellen. Der Betrachtungswinkel des eingebauten IPS-Panels liegt bei 178 Grad. Bei den Eingängen bietet der Monitor neben Display-Ports auch HDMI. Eizo will den Monitor ab April 2015 ausliefern, einen Preis nennt der Hersteller noch nicht.

LG: 31MU97-B

LG hat mit dem 31MU97-B einen Monitor mit 31 Zoll Bildschirmdiagonale für höhere Ansprüche im Programm. Dank ISP-Display bietet der Monitor 178 Grad Betrachtungswinkel. Er erreicht 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel) und unterstützt den Adobe-RGB-Farbraum (99,5 Prozent), aber auch sRGB. Neben zwei HDMI-Eingängen bietet der Monitor auch Display-Ports.

NEC: PA322UHD

Mit dem MultiSync PA322UHD hat NEC einen 32-Zoll-Monitor im Programm, der UHD-Auflösung bietet und wie viele andere Monitore dieser Übersicht ein IPS-Panel aufweist. Neben der Unterstützung für diverse Farbräume (AdobeRGB: 99 %) punktet der Monitor mit der Farbkalibrierungs-Software Spectra View II, mit der sich der Monitor abgleichen lässt. Den Betrachtungswinkel des Displays gibt der Hersteller mit 176 Grad an.

Mit vier HDMI-Buchsen und zwei Display-Ports ist der Monitor gut ausgestattet, und via Bild-in-Bild-Funktion lassen sich sogar vier Quellen gleichzeitig darstellen. Eine weitere Besonderheit: Per OPS-Erweiterung lässt sich der Monitor ohne externe Peripherie um HD-SDI ergänzen (1,5G, 3G).

Ein weiterer interessanter Monitor von NEC ist der EA244UHD. Er taucht in der Tabelle nicht auf, weil er nur 24 Zoll Bilddiagonale aufweist, soll hier aber kurz erwähnt werden, weil er aufgrund seiner Ausstattung als hochwertiger Monitor für UHD-Monitoring in Frage kommt.

Samsung: U32D970Q

Samsungs 32-Zoll-Monitor U32D 970Q bietet UHD-Auflösung und bringt einige Funktionen mit, die ihn für den Profimarkt interessant machen. Er weist ein PLS-Panel auf. Der Monitor unterstützt zahlreiche Farbräume und Bildmodi, darunter Adobe RGB,  sRGB, SMPTE-C, BT-709, EBU, DCI und DICOM. Per Dual-Color-Mode ist es sogar möglich, den Monitor hälftig geteilt mit unterschiedlichen Einstellungen zu betreiben. Per Software lässt sich der Monitor kalibrieren, und via PiP lassen sich mehrere Bildquellen darstellen. UHD-Signale finden via Display-Port oder HDMI Anschluss.

Ein Samsung-Gerät, das nicht in der Tabelle aufgeführt ist, ist der U28D590D. Der Monitor weist 28 Zoll Bilddiagonale auf und besticht vor allem durch sein Preis/Leistungs-Verhältnis, denn für rund 560 Euro Netto-Listenpreis lassen sich via HDMI und Display-Port mit diesem Monitor UHD-Signale darstellen.

Philips: BDM4065UC

Philips stellte Ende vergangenen Jahres einen 40-Zoll-UHD-Monitor vor. Der BDM4065UC ist mit einem 8-Bit-LCD-Panel ausgerüstet, er bietet einen Betrachtungswinkel von 176 Grad und kann neben Display-Port, Mini-Display-Port und HDMI via MHL-HDMI (Mobile High Definition Link) auch mit Tablets oder Smartphones verbunden werden. Dank integrierter Multiview-Funktion ist es möglich, verschiedene Videosignale nebeneinander darzustellen.

Dieser Artikel ist auch als Teil eines 4K-Sonderhefts von film-tv-video.de verfügbar. Das gedruckte Heft oder das PDF können Sie hier bestellen.

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4K_Computermonitore.pdf

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Autor
C. Gebhard, G.Voigt-Müller
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