Display, Recording: 17.01.2013

Sound Devices: 4:4:4-Aufzeichnung mit 12 Bit

Besitzer eines Sound Devices Pix 240- bzw. Pix 240i-Recorders können nun Videosignale mit bis zu 12 Bit bei 4:4:4-Abtastung aufnehmen. Um die neue Aufnahmeoption nutzen zu können, muss ein kostenloses Firmware-Update auf Version 3.0 durchgeführt werden.

Für die Aufzeichnung in 12 Bit / 4:4:4 verwendet Sound Devices den Apple Pro Res 4444-Codec, die Datenrate beträgt hier rund 330 Mbps. 4:4:4-Signale werden per 3G-SDI an den Recorder übertragen. Kameras, die eine Ausgabe von 4:4:4-Signalen erlauben und die mit dem Pix 240 / Pix 240i zusammenarbeiten, sind derzeit die Arri Alexa, Canon EOS C500 und Sony F3. Der Pix-Recorder kann Video mit maximal 1080p30 aufzeichnen.

Durch das Firmware-Update V3.0 erhält der Pix 240- bzw. Pix 240i-Recorder noch weitere neue Funktionen: So ist es möglich, den Time-Code und den Aufnahmestatus nun auch über den HDMI– und SDI-Ausgang auszugeben – beispielsweise für Kontrollzwecke auf einem zusätzlich angeschlossenen Monitor. Ebenfalls ist es nun möglich, die Audioeingänge des Recorders um bis zu 500 ms zu verzögern. So können eventuelle Synchronisations-Probleme zwischen dem Videosignal und externen Audiosignalen ausgeglichen werden. Auch die Funktion der integrierten Hardware-Skalierung wurde erweitert. Unabhängig vom Quellmaterial kann der Video-Output nun zwischen HD 4:2:2 und 3G 4:4:4 umgeschaltet werden.

Der Pix 240 bzw. Pix 240i ist ein portabler Recorder, der für die Montage direkt an der Kamera bzw. am Rig konzipiert wurde. Das Gerät besitzt BNC-Anschlüsse zur Aufnahme und Ausgabe von 3G-SDI, HD-SDI oder SDI. Da der Recorder gleichzeitig auch eine HDMI-In sowie eine HDMI-Out-Verbindung hat, kann er mit vielen Kameras und Camcordern genutzt werden. Über zwei XLR-Buchsen können entweder zwei analoge oder bis zu vier digitale AES3-Audiosignale aufgenommen werden. Der Pix 240 / 240i speichert Video in einem Quicktime-Container, neben dem neuen Apple Pro Res 4444-Codec stehen auch die gewohnten Pro Res 422-Varianten zur Verfügung. Ebenfalls kann im Avid DNxHD-Codec aufgezeichnet werden. Im 720p-Raster kann mit Bildraten von 23.976 bis 60 fps aufgenommen werden. Bei der Aufzeichnung in 1920 x 1080 kann zwischen der Aufnahme im Interlaced– (1080i50, i59,94, i60) oder im Progressive-Modus (1080p23.976 bis 1080p30) gewählt werden. Gespeichert wird wahlweise auf CF-Karten oder auswechselbare 2,5-Zoll-SSDs.

Eine Besonderheit des Pix-Recorders ist die integrierte Hardware-Skalierung. So ist es möglich, Material in anderen Auflösungen und Bildwiederholraten aufzunehmen und auszugeben, als dies von der Kamera zur Verfügung gestellt wird. Beispielsweise ist es möglich, in Echtzeit von HD nach SD und von SD nach HD zu konvertieren. Auch das Bildseitenverhältnis kann in Echtzeit verändert werden.

Der Hauptunterschied zwischen Pix 240 und dem Nachfolgemodell Pix 240i ist laut Sound Devices das integrierte Display: Zwar misst auch das im Pix 240i verbaute LCD-Display 5 Zoll und 800 x 480 Pixel. Allerdings soll es sich im Vergleich zum Vorgängermodell auch sehr gut als Onboard- bzw. Field-Monitor eignen, da Farb- und Kontrastwiedergabe auch aus seitlichen Blickwinkeln sehr konstant sind. Neben Hilfsfunktionen für Belichtung (12-stufiger False Color Filter, 2-stufiges Zebra) und Schärfe (Peaking, 1:1-Pixeldarstellung) bietet das Display auch eine Anzeige zur Überwachung der Audiopegel. Die Bedienung des Geräts erfolgt über ein Wählrad und Tasten, die um das Display herum angeordnet sind. Die Spannungsversorgung kann über Sony NP-F Akkus (L-Mount) erfolgen oder über eine externe Versorgung mit 10 bis 18 Volt.

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Autor
red
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