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TVU Networks bringt MediaMesh Platform Tools

Mit MediaMesh Build, Operate und Observe will TVU Networks die versteckten Engineering-Kosten softwarebasierter Live-Workflows senken.

TVU Networks hat zur IBC 2026 in Amsterdam die eingeschränkte Verfügbarkeit der TVU MediaMesh Platform Tools angekündigt. Die neue Tool-Suite adressiert ein Problem, das in softwaredefinierten Live-Produktionsumgebungen bislang unterschätzt wurde: Nicht die Cloud-Infrastruktur treibt die Kosten, sondern die Konfiguration, der Betrieb und die Fehlersuche in komplexen Medien-Workflows über Cloud-, On-Premises- und Hybrid-Infrastrukturen hinweg.

©TVU Networks

Laut einer TVU-eigenen Untersuchung verursachte eine repräsentative 90-minütige Cloud-Live-Produktion Compute-Kosten von rund 15 US-Dollar – dem gegenüber standen etwa 890 US-Dollar für spezialisiertes Engineering. Genau an diesem Missverhältnis setzt MediaMesh an.

Drei Tools für Aufbau, Betrieb und Monitoring

Die Suite besteht aus drei Komponenten: MediaMesh Build bietet eine No-Code-Umgebung, mit der Medienunternehmen und Systemintegratoren Workflows aus einer wachsenden Bibliothek von TVU-, Drittanbieter- und Industriekomponenten grafisch zusammenstellen. MediaMesh Operate erlaubt den Aufbau maßgeschneiderter Arbeitsumgebungen aus wiederverwendbaren Applikationen und Widgets, sodass Operator nur die für ihre Aufgabe relevanten Steuerelemente und Informationen sehen. MediaMesh Observe liefert eine einheitliche Sicht über zahlreiche Signalpfade und verteilte Softwareprozesse und soll die manuelle Korrelation von Daten über verschiedene Infrastrukturen und Anbieter hinweg überflüssig machen.

Zusätzlich setzt TVU auf KI-gestützte Fehlerdiagnose: Da allein ein einzelner SRT-Sender oder -Empfänger mehr als 80 Metriken liefert, sollen KI-Agenten in TVU MediaHub auf Basis von Telemetriedaten wahrscheinliche Fehlerursachen automatisiert identifizieren und erklären. Diese Technologie fließt auch in die Observability-Funktionen von MediaMesh ein.

©Nonkonform

MediaMesh ist als global verteilte Medienplattform konzipiert.

Global verteilte Architektur, offene Standards

MediaMesh ist als global verteilte Medienplattform konzipiert, nicht auf eine einzelne Cloud oder ein geschlossenes Netzwerk beschränkt. Die Global-Shared-Memory-Architektur sowie TVUs Transporttechnologien sollen es Softwareprozessen ermöglichen, Live-Medien über geografische Grenzen hinweg zu teilen – bei gleichbleibender Timing-Präzision, Zuverlässigkeit und Transparenz. Die Plattform unterstützt unter anderem SRT, ST 2110, NDI, MXL und TAMS sowie Microservices und Applikationen von Drittanbietern.

Als Lead-Kunde fungiert Reuters: Die Nachrichtenagentur arbeitet mit TVU an einem neuen Betriebsmodell, das die Verarbeitung, Services und Distribution von Live-News dynamisch an das Tempo aktueller Nachrichtenlage anpassen soll. Das gemeinsame Projekt ist als Finalist in der Kategorie »Content Distribution« der IBC Innovation Awards 2026 nominiert; Details dazu sollen vor der IBC in einer eigenen Ankündigung folgen.

©Nonkonform

Mike Cronk, VP of Strategy bei TVU Networks.

»Cloud Computing hat Infrastruktur günstig gemacht, aber Medien-Workflows nicht vereinfacht – die Komplexität ist nur von der Hardware in die Engineering-Teams gewandert«, sagt Mike Cronk, VP of Strategy bei TVU Networks. Joseph Delshadian, Director of Content Distribution bei Reuters, ergänzt, die Zusammenarbeit mit TVU habe den Wechsel von starrer Einzweck-Infrastruktur zu einer geteilten, softwaredefinierten Umgebung für Beitrag, Produktion, Verarbeitung und Distribution ermöglicht, die mit dem Newsgathering skaliere statt es einzuschränken.

MediaMesh Build, Operate und Observe starten zur IBC 2026. TVU arbeitet zunächst mit einer ausgewählten Gruppe qualifizierter Kunden und Systemintegratoren zusammen, die die Tools produktiv einsetzen und aktiv Feedback für die Weiterentwicklung liefern. Interessierte Organisationen können TVU auf der IBC treffen oder sich an ihren TVU-Ansprechpartner wenden.

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