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NAB2007: Omneon kooperiert mit Sony und zeigt neue Produkte

Omneon zeigt den kompakten Mediaserver MediaDeck, neue MediaPorts für seine Server-Produkte sowie die Transcoding-Software ProXchange. Außerdem kündigten Omneon und Sony an, man werde künftig sehr eng im Server-Bereich zusammenzuarbeiten.

MediaDeck ist ein kompaktes Mediaserver-System, das auf der Technologie des Spectrum-Mediaservers basiert. So nutzt der kompakte Neue das gleiche offene File-system wie Spectrum. MediaDeck vereint Medien-Storage, System-Management-Funktionen, Gigabit-Ethernet-Anbindung sowie SD- und HD-I/O-Module in einem einzigen, nur zwei HE messenden System. MediaDeck sozusagen der kleine Bruder von Spectrum für kleinere Anwendungen soll zu Preisen ab 36.000 US-Dollar angeboten werden (US-Netto-Listenpreis). Der MediaDeck-Storage umfasst acht 500-GB-Sata-Disk-Drives, die es zusammen auf eine Speicherkapazität von drei Terabyte bringen. Weiter ist das System mit modularen I/O-Komponenten ausgerüstet, wobei laut Hersteller für den Ingest ab sofort sowohl SD- wie HD-Module verfügbar sind. Fürs Playout stehen derzeit aber lediglich SD-Module zur Verfügung. MediaDeck kann bis zu sechs SD-Kanale parallel verarbeiten und eignet sich aus Herstellersicht sowohl als Stand-Alone-System für kleinere Sender, wie als separate Ingest-Station im Zusammenspiel mit dem MediaGrid-Storage-System (siehe Meldung).

Ebenfalls neu: Eine neue Generation von MediaPort-Modulen, die etwa HD-Encoding und erweitertes Medien-Processing erlauben. Omneon hat dafür Sonys MPEG-2-HD-Codec in Lizenz genommen, der I-Frame-only wie auch Long-GOP-Formate unterstützt – mit Datenraten von 20 bis 80 Mbps. Damit können Omneon-Server ab sofort MPEg-2-HD-Daten von Sony-Geräten direkt übernehmen und verarbeiten, sowie unkomprimierte Signale nach Sony-Standard komprimieren. Die MediaPorts werden in Single- oder Dual-Channel-Konfigurationen angeboten, die dann beispielsweise einen oder zwei Kanäle HD-Encoding bieten können.

Als modulare Spectrum-Komponenten lassen sich die neuen MediaPorts laut Hersteller sehr einfach an alle bestehenden Omneon-Server anbinden, und sie können auch mit SD-Mediaports gemischt werden. Der Hersteller merkt weiter an, dass die MediaPorts an bestehende Server angebunden werden können, ohne dass hierfür der Server für den normalen Betrieb ausfalle.

Die Zusammenarbeit mit Sony geht aber noch deutlich weiter, wie Toshihiko Ohnishi von Sony erläuterte, der als Gast bei der Omneon Pressekonferenz auftrat. Ohnishi ist Senior General Manager der Marketing Division innerhalb der B2B Solutions Group von Sony und sagte Sony werde künftig bei Installationen seines News-Systems Sonaps Omneon-Geräte als Playout-Server integrieren (mehr über Sonaps finden Sie hier). Das ist natürlich eine gute Nachricht für Omneon und bedeutet im Umkehrschluss, dass sich Sony zumindest derzeit ganz offiziell von der Idee verabschiedet hat, künftig noch eigene Server für diesen Bereich zu entwickeln.

Eine weitere Omneon-Neuheit ist die Transcoding-Software »ProXchange«, die in bis zu zehnfacher Echtzeitgeschwindigkeit Material in andere Formate wandeln kann. Das wird möglich, weil die Software alle innerhalb eines MediaGrid-Netzwerks verfügbaren Resourcen nutzen kann, um ihre Transcoding-Jobs zu erledigen. Omneon merkt an, dass neben dieser hohen Performance noch andere Faktoren für ProXchange sprechen: So soll die Software alle gängigen Formate unterstützen, darunter auch IPTV-relevante wie MPEG-4/H.264 und erlaubt es innerhalb der normalen Systemarchitektur zu transcodieren, ohne dass man diesen Job an ein externes System auslagern müsste.

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Autor: red

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