Messe: 24.09.2015

IBC2015: Sony zeigt HDR, IP-Vernetzung und neue News-Workflows

Claus Pfeifer stellt drei Highlights vom Messestand zu den IBC-Themen von Sony vor: HDR, das Network Media Interface als Sony-Vorschlag zur Standardisierung im IP-Bereich und den News-Workflow mit Wireless-Technologie und dem neuen Media-Navigator-System.

HDR

Sony integriert HDR-Funktionen in einen stetig wachsenden Teil seines Produktions-Equipments. Mit den Kameras F55 und F65 würden schon heute HDR-Produktionen realisiert, erläutert Claus Pfeifer. Dabei wird in 16 Bit Raw aufgezeichnet und in der weiteren Bearbeitung im Grading für HDR optimiert. Für Bluray-Auswertungen oder die OTT-Distribution, etwa per Netflix oder Amazon, gebe es schon jetzt die Möglichkeit, HDR-Programme anzubieten, so Pfeifer, für Broadcasting-Einsätze fehle es derzeit noch an den einheitlichen Standards für eine Ausstrahlung. In der Diskussionen sind aktuell Hyperlog Gamma oder SMPTE 2084.

Am IBC-Stand zeigte der Hersteller HDR-Bildmaterial in 4K, das beim 2015 British MotoGP produziert wurde. In Amsterdam demonstrierte Sony außerdem die Vorteile eines End-to-End-HDR-Produktions-Workflows und stellt dabei sowohl die verbesserte Bildqualität als auch die praktische Anwendung von HDR heraus.

Network Media Interface

Aktuell unterstützen mehr als 36 Hersteller in der Branche das Sony-System für IP-Live-Produktionen, so Sony. Mit drei neue IP-Live-Produkte will der Hersteller seine Vorreiterrolle im IP-Bereich weiter stärken. So präsentiert Sony den 4K/IP-Live-Mischer XVS-8000, den 4K/IP-Basisbandprozessor BPU-4500 und den 4K/IP-AV-Multiport-Server PWS-4500.

Für die IP-Live-Produktion hat Sony zudem die AV-Übertragungsschnittstelle »Networked Media Interface« definiert, die alle Signale für Live-Aufnahmen zu IP, darunter Video-, Audio-, Metadaten- und synchrone Signale sowie Steuersignale transformiert. Eine gemeinsame Nutzung von Ressourcen mit anderen Produktionssystemen werde dadurch möglich.

Media Navigator

Mit Media Navigator präsentiert Sony eine kostengünstige und skalierbare MAM-Plattform, mit der man Assets in Auflösungen bis zu 4K verwalten kann. In der Bedienerfreundlichkeit der Software sieht Sony das große Plus von Media Navigator, dadurch sollendie Kunden viel besser in der Lage sein, Workflows anzupassen oder mit Media Navigator überhaupt erst aufzusetzen.

Media Navigator koordiniert die wichtigsten Phasen des Content-Workflows – vom Ingest über die Katalogisierung und Bearbeitung bis hin zur Überprüfung, Genehmigung, Verteilung (auch über die Cloud) und Archivierung. Die anwenderfreundliche Benutzeroberfläche basiert auf intuitiven Funktionen, mit denen alle Anwender mühelos und effizient arbeiten können, so Sony.

Media Navigator basiert auf Windows und läuft auf einem Standard-Server – das kann auch eine Workstation sein. Das Basispaket der Media-Navigator-Software kostet 2.500 Euro netto.

Claus Pfeifer stellt im Video drei Highlights vom Messestand zu den IBC-Themen von Sony vor.

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Autor
red
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