Messe: 29.04.2015

NAB2015: HDR und IP nach Sony-Lesart

Claus Pfeifer erläutert im Video Sonys HDR-Präsentation am Stand und gibt Informationen zur Vorstellung eines IP-basierten Live-Videomischers.

Im zweiten Sony-Video von der NAB2015 geht es um die Themen HDR und IP-basierte-Vernetzung.

HDR

HDR spielte bei der NAB2015 an etlichen Ständen eine größere Rolle als früher, und auch Sony widmete diesem Thema einigen Raum. Claus Pfeifer erläutert die Sony-Auffassung, dass eine höhere Auflösung, ein höherer Dynamikumfang und ein größerer Farbraum letztlich zusammengehörten. Er ergänzt, dass mit Sony-Kameras wie F65 oder F55 schon jetzt HDR-Aufzeichnung möglich sei, wenn man in S-Log 3 und 16 Bit Raw aufzeichne, den größeren Farbraum dieser Kameras nutze und in der Postproduktion ein HDR-Grading vornehme. Dann braucht es natürlich noch Monitore, die in der Lage sind, HDR-Bilder darzustellen. Pfeifer weist hier auf den Sony-Monitor BVM-X320 hin, den der Hersteller ebenfalls im Rahmen der Messe zeigte. 

Claus Pfeifer ergänzt, dass Anbieter wie Netflix schon jetzt damit experimentierten, Inhalte mit höherer Aufllösung, aber auch mit höherem Dynamikumfang in 16 Bit Raw aufzuzeichnen. Konkret hat etwa Netflix mit »Marco Polo« eine Serie gedreht, die für HDR-Wiedergabe optimiert wurde.

Im Consumer-Bereich würden noch in diesem Jahr weitere neue Geräte auf den Markt kommen, die HDR-Wiedergabe beherrschten, berichtet Claus Pfeifer. Eine Schwierigkeit besteht hier allerdings darin, dass die Geräte vereinfacht gesagt die HDR-Sprache des jeweiligen Contents verstehen und übersetzen müssen.

IP und 4K

4K gilt als Beschleuniger für IP, denn die Übertragung von 4K-Signalen über klassische SDI-Signalwege ist sehr aufwändig und IP bietet hier effizientere Signalübertragungs-Möglichkeiten (siehe Beitrag hierzu).

Das sieht man offenbar auch bei Sony so, demostrierte das Unternehmen doch im Rahmen der NAB2015 unter anderem einen IP-basierten Live-Videomischer. Dabei waren ein Prototyp des neuen 4K/HD-Prozessors und eines erweiterten 4K/HD-Videoservers zu sehen – beide mit IT-Schnittstellen.

Bei der Demo übertrug ein einzelnes 40-Gb-Glasfaser-Ethernetkabel mehrere 4K- und HD-Videostreams gleichzeitig. Die von verschiedenen Kameras übertragenen Videostreams wurden mit dem Signalverarbeitungsmodul NXL-FR318, das mit dem Konverter-Board NXLK-IP40T SDI-IP ausgerüstet war, von SDI nach IP konvertiert. Die IP-und-SDI-Hybridmischung realisierte der 4K-Live-Mischer und über die IP Live System Manager-Station PWS-100NM1 ließen sich die angeschlossenen Geräte bedienen. Sony realisierte die Präsentation gemeinsam mit Evertz.

Das Signalverarbeitungsmodul NXL-FR318, das SDI-IP-Konverter-Board NXLK-IP40T und die IP Live System Manager-Station PWS-100NM1 sollen ab Herbst 2015 erhältlich sein. Der IP-basierte 4K-Videomischer soll gegen Ende 2015 marktreif sein.

Claus Pfeifer erläutert im Video das Sony-HDR-Konzept und beschreibt aktuelle IP-Entwicklungen.

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Autor
red
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