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Blackmagic Design erweitert 2110-IP-Portfolio

Blackmagic Design präsentiert auf der ISE 2026 in Barcelona die Weiterentwicklung seiner 2110-IP-Produktpalette und kündigt einen verstärkten Fokus auf IP-basierte Broadcast-Lösungen an.

Wie Craig Heffernan, Director bei Blackmagic Design, auf der Messe erklärte, sind die auf der NAB 2025 in Las Vegas vorgestellten Produkte nun auf dem Markt erhältlich. Dazu gehören Konverter, Integrations-Tools und eigene Ethernet-Switches mit Netzwerk-Management-Funktionen.


Craig Heffernan über IP bei Blackmagic Design.

Die 2110-Lösungen von Blackmagic ermöglichen skalierbare Netzwerk-Infrastrukturen – von der Kodierung aus Baseband-Signalen über Datenübertragung, -management und Qualitätskontrolle bis hin zur Dekodierung zurück zu SDI. Die Systeme eignen sich sowohl für kleine Live-Events und Stadien als auch für fest installierte Studioanwendungen.

Heffernan betonte die Integrationsstrategie des Unternehmens: »Blackmagic Design positioniert SMPTE ST 2110 als Core-Standard für IP-Broadcast, wobei Cloud-Workflows mit webfreundlichen IP-Protokollen wie RTMP und SRT parallel dazu eingesetzt werden.

Die IP-Infrastruktur soll künftig auch Kameras, Atem-Produktionssysteme, DaVinci Resolve in der Postproduktion sowie Cloud-Produkte verbinden. Blackmagic sieht 2110 als zentralen Standard für alle Broadcast-Lösungen des Unternehmens.

ISE-Demo-Aufbau

Blackmagic Design zeigt auf der ISE 2026 einen vollständigen 2110-IP-Workflow mit der hauseigenen Kompressionstechnologie Blackmagic IP10.

In der Live-Demonstration werden 4K-Signale von Hyperdeck-Quellen über 12G-SDI in 2110-IP konvertiert. Da die Übertragung über 10G-Ethernet erfolgt, werden Videos in den meisten Formaten unkomprimiert übertragen. Bei den Formaten 2160p59,94 und 2160p60 wird jedoch der Blackmagic IP10-Codec verwendet.


Craig Heffernan erklärt den Demo-Aufbau.

Das System nutzt Blackmagic-Ethernet-Switches, die als 2110-Router fungieren – vergleichbar mit SDI-Video-Hub-Routern, aber für IP-Netzwerke. Die Software-Ebene übernimmt die Verwaltung und Distribution der Datenströme.

Der Messaufbau demonstriert die Point-to-Point-Übertragung zwischen zwei Racks: Das Sendesystem kodiert das Signal in 2110-IP, das Empfangssystem dekodiert es zurück zu SDI – mit minimaler Latenz. Während Systeme hinsichtlich Steuerung und Erkennung (über NMOS) weltweit überall eingesetzt werden können, sind SMPTE ST 2110-Medienstreams selbst LAN-basiert und erfordern in der Regel einen WAN-Transport über einen Encode-/Decode-Workflow (z. B. mit SRT), wenn mehrere Standorte miteinander verbunden werden sollen.

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