eSports: 02.01.2020

Riot Games arbeitet mit JPEG XS

Riot Games nutzt Nevion Virtuoso für die Kodierung mit JPEG XS in der Remote-Produktion des League of Legends World Championship Finals.

Riot Games, Entwickler des eGames League of Legends, setzte bei der Remote-Produktion des Finals in Paris Nevion-Equipment ein. Riot Games arbeitete bei der Produktion mit JPEG XS-Kodierungstechnologie.

Die League of Legends Weltmeisterschaft gehört zu den Top-Events im eSports-Bereich. In diesem Jahr fand das Finale in Paris statt: Die englischsprachige Show wurde am europäischen Hauptsitz von Riot Games in Berlin (über 1.000 km von Paris entfernt) produziert, während der World Feed in Los Angeles (rund 9.000 km entfernt) produziert wurde.

©Michal Konkol/Riot Games

Bei der Veranstaltung sorgte Nevion Virtuoso für den zuverlässigen Videotransport mit niedriger Latenzzeit zwischen Paris und den Produktionsstandorten, wobei mit JPEG 2000 und JPEG XS gearbeitet wurde. Während JPEG 2000 gut etabliert ist, ist JPEG XS ein brandneuer Standard. Er erreicht eine hochwertige Kompression mit Raten von bis zu 10:1 bei einer Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde, d.h. einem Bruchteil eines Videobildes, so dass Gaming-Fans und Zuschauer zu Hause die Action schneller sehen können. Für diese Produktion wurde das JPEG XS komprimierte Video mit SMPTE ST 2110-22 über WAN (Wide Area Network) transportiert.

Scott Adametz, Leiter der Technologiegruppe Riot Games eSports, erklärte: »JPEG XS ist ein großer Schritt nach vorne. Es liefert unverfälschte, visuell verlustfreie Ergebnisse mit extrem niedriger Latenzzeit, von der Qualität her ist vergleichbar mit unkomprimiertem Video, benötigt aber nur einen Bruchteil der Bandbreite. Dies ist sehr wichtig für eine massive, hochkarätige globale Produktion wie das League of Legends World Championship Final, bei dem Qualität und Unmittelbarkeit der Schlüssel zum Erlebnis der Zuschauer sind.«

©Michal Konkol/Riot Games
Riot Games nutzte erstmals JPEG XS bei einer Remoteproduktion.

Michael Caal, Riot Games Technical Broadcast Manager, fügte hinzu: »Das Videosignal sah ziemlich erstaunlich aus, wenn man bedenkt, dass es von unserem Studio in Santa Monica zum Veranstaltungsort in Europa und zurück durch einen weiteren XS-Empfangsweg ins Studio gesendet wurde. Sehr knackig.«

Hans Hasselbach, Chief Commercial Officer, Nevion, ergänzt: »Riot Games hob die Live-Produktion in jeder Hinsicht auf ein neues Niveau. Wir sind stolz darauf, die JPEG XS-Plattform bereitgestellt zu haben, die es Riot Games ermöglichte, die Technologie als erste in einer interkontinentalen Remote-Produktion einzusetzen.«

Autor
Michal Konkol/Riot Games
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