Man sagt den Deutschen nach, dass sie das Landleben gern romantisch verklären und dass sich die Mehrheit der Bevölkerung im Grunde nach einem Leben auf dem Land sehne. Wer aber in ländlichen, dünner besiedelten Zonen Deutschlands lebt und versucht, dort einen schnellen Internet-Zugang zu bekommen, der beißt in der Regel auf Granit: Solange die Anbieter anderswo mit gleichem Aufwand mehr Kunden gewinnen können, kann man auf dem Einödhof — Idylle hin oder her — noch lange auf einen DSL-Anschluss warten. Aber es gibt Hoffnung und die resultiert daraus, dass einerseits die EU in Brüssel Druck aufbaut und andererseits der Rohrkrepierer DVB-T als Nebeneffekt eine neue Möglichkeit eröffnet hat.