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Filmfest München 2026: Kulturelles Netzwerk über die ganze Stadt

Das 43. Filmfest München vernetzt Kino mit Bildender Kunst, Theater, XR und Popkultur – an einem Dutzend Spielstätten quer durch die Stadt.
© Joel Heyd / Filmfest München

Julia Weigl und Christoph Gröner.

Das Filmfest München (26. Juni – 5. Juli 2026) setzt in seiner 43. Ausgabe unter dem künstlerischen Leitungsduo Julia Weigl und Christoph Gröner auf ein dichtes Netz an Kooperationen mit Münchner Kulturinstitutionen.

Die Retrospektive »Why Can’t We Live Together?«, kuratiert von Deutschen-Kinemathek-Chefin Heleen Gerritsen, widmet sich dem utopischen Potenzial der Popkultur der späten 1980er- und 1990er-Jahre – ergänzt um eine interaktive Medieninstallation im Pavillon 333.

Im Haus der Kunst zeigt der spanische Künstler und Filmemacher Carlos Casas mit »Krakatoa« eine immersive Installation, die den Vulkanausbruch von 1883 mit der aktuellen Klimakrise verknüpft; Casas ist zur Eröffnung am 28. Juni persönlich anwesend.

Das Amerikahaus bespielt das Festival an sechs Abenden mit nord- und südamerikanischem Independent-Kino – darunter die Münchner Premiere von Lucrecia Martels erstem Kinodokumentarfilm »Nuestra Tierra« sowie Jay Duplass‘ neuestes Werk »See You When I See You«.

©Filmfest MünchenMit Munich Beyond präsentiert das Festival in Kooperation mit dem XR HUB Bavaria und dem Residenztheater eine über 500 Quadratmeter große XR-Ausstellung (1.–5. Juli), die Arbeiten von der Biennale di Venezia und dem SXSW Festival versammelt. Eine zusätzliche VR-Experience ist vom 2. bis 4. Juli an der HFF zugänglich.

Erstmals sind zudem Kurzfilme des jugoslawischen Dokumentaristen Želimir Žilnik zu sehen, der in den 1970er-Jahren in München im Exil lebte. Am 30. Juni diskutiert Žilnik im Museum Brandhorst mit Kurator Can Sungu über sein Schaffen – im Rahmen der Reihe »Inventur einer Stadt: München neu betrachtet«.

Zum dritten Mal kooperiert das Filmfest mit den Münchner Kammerspielen und setzt gemeinsam beim CSD München ein Zeichen für Gleichberechtigung: Am 2. Juli läuft der Dokumentarfilm »Was haben wir gelacht!« mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen und weiteren Protagonistinnen, anschließend diskutieren die Beteiligten auf der Bühne.

Das Deutsche Theatermuseum zeigt in Kooperation mit der Sammlung Goetz Werke der Fotokünstlerin Laurie Simmons, darunter ihren ersten Film »Music of Regret« mit Meryl Streep.

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