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Teltec: Entlassungen in Hamburg

Im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung entlässt Teltec am ehemaligen BPM-Standort in Hamburg einen Großteil der Belegschaft. Wir haben bei Ralf P. Pfeffer nachgehakt.
©Sas Kaykha

Der Standort in Hamburg, bevor BPM von Teltec übernommen wurde.

Teltec spricht am Hamburger Standort – dem ehemaligen Sitz von BPM – betriebsbedingte Kündigungen in erheblichem Umfang aus. Betroffen ist demnach ein Großteil der dort beschäftigten Mitarbeitenden.

Teltec befindet sich seit Februar 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Unternehmen hatte damals erklärt, Ziel des Verfahrens sei die Sanierung und der langfristige Fortbestand der Teltec AG – nicht die Abwicklung. Vorstandschef Ralf P. Pfeffer bezeichnete die Eigenverwaltung seinerzeit als »strategisches Präzisionswerkzeug«, um einen »finanziellen Rucksack aus der Vergangenheit« abzuwerfen. Der Geschäftsbetrieb an allen neun Standorten in der DACH-Region laufe uneingeschränkt weiter, hieß es zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Hintergründe

Das Eigenverwaltungsverfahren wurde zum 1. Mai offiziell eröffnet. »Dies ist keineswegs selbstverständlich«, sagt Ralf P. Pfeffer. »Vor dieser gerichtlichen Entscheidung erstellt der bestellte Sachwalter ein umfassendes Gutachten zur wirtschaftlichen Lage und Fortführungsperspektive. Diese Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass für die Teltec AG eine tragfähige Grundlage und realistische Perspektiven für eine Sanierung im Rahmen des Verfahrens bestehen. Für uns im Management war dies ein wichtiger Schritt. Es war aber auch eine positive Bestätigung unserer Arbeit der vorangegangenen drei Monate, das heißt die Dinge entwickeln sich aus der Sicht des Managements in die richtige Richtung.«

©Teltec

Ralf P. Pfeffer.

Angesprochen auf die Entlassungen in Hamburg sagt Ralf P. Pfeffer: »Zur Sicherstellung der Fortführung des gesamten Unternehmens ist eine umfassende Restrukturierung des Hamburger Standortes unumgänglich gewesen. Vor diesem Hintergrund wurde die unternehmerische Entscheidung getroffen, Hamburg strukturell neu auszurichten und analog zu den anderen Standorten außerhalb der Zentrale in Mainz-Kastel zu harmonisieren. Daraus ergibt sich der organisatorische wie personelle Umbau des Hamburger Standortes auf operativer Ebene. Es verbleiben somit ausschließlich die Vertriebsaufgaben vor Ort. Dieser Schritt ist uns nicht einfach gefallen, aber er war notwendig.«

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