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Klein und handlich

Den handlichen Consumer-DV-Mini DCR-PC7 gibt es auch in einer professionellen DVCAM-Version mit der Bezeichnung DSR-PD1.

Der Sony DSR-PD1 wird vom Hersteller nicht mehr verkauft, ist aber noch gebraucht erhältlich. Der Test des Geräts wurde im Jahr 1999 durchgeführt.

Außer dem dunkelgrauen Gehäuse fällt beim DSR-PD1 zunächst nur der serienmäßig beiliegende, dickere Akku als Unterschied zum Consumer-Modell auf. Den gravierendsten Unterschied des DSR-PD1 zu seinem Consumer-Bruder DCR-PC7 symbolisiert ein goldglänzender Schriftzug: Der DSR-PD1 schreibt die digitalen Daten im gegenüber DV leicht modifizierten DVCAM-Format aufs Band.

Das macht sich in der Bildqualität nicht wirklich bemerkbar, aber im Ton – und zwar negativ. Der DSR-PD1 hat in diesem Bereich von seinem Bruder schon keine optimalen Voraussetzungen mitbekommen: 12-Bit-Ton und ein Mikrofon, das nur relativ magere Tonqualität erlaubt. Aber der bei DVCam schneller laufende Bandtransport setzt noch eins drauf: Wird der Ton über das eingebaute Mikro aufgenommen, sind deutlich die Laufgeräusche des Camcorders zu hören.

Zweiter Kritikpunkt am Sony-Mini: Mittels Zoomtaste den Bildausschnitt fließend zu verändern, wird zum Glücksspiel. Auch mit sehr viel Fingerspitzengefühl trifft man nur selten die gewünschte Geschwindigkeit. Immer wieder passiert es, daß das Linsensystem viel zu schnell losschießt oder die Brennweitenveränderung fast unerträglich langsam und schleppend zwischen Weitwinkel und Tele dahinschleicht.

Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Handlich klein und übersichtlich ist der DSR-PD1, mit ordentlichem Bedienkonzept und dank ausklappbarem LCD-Schirm in vielen Positionen nutzbar. Ein echtes Westentaschengerät, das man immer bei sich haben kann. Auch das Vorführen ist problemlos: Das geht über den eingebauten 6-cm-LCD-Schirm, aber schon ein einziges Kabel reicht aus, um an jedem Fernseher mit Cinch-Anschlüssen vorführen zu können. Der Akku NP-F220 erlaubt auch dabei stattliche Betriebsdauern.

Der DSR-PD1 hat zudem das beste Bildstabilisierungssystem im Test vorzuweisen. Dank guter Kombination von optischen und elektronischen Mechanismen lassen sich in allen Aufnahmesituationen Wackler und Zitterer weitgehend eliminieren. Den Bildstabilisator wird man wegen des niedrigen Gewichts und der kompakten Hochformatbauart des Camcorders gern einsetzen.

Fazit: Wenn es auf jedes Gramm und jeden Kubikzentimeter ankommt, ist der Sony PD-1 eine gute Wahl: Er macht ordentliche Bilder und erleichtert dank ausklappbarem LCD-Schirm kritische Drehsituationen. Da er nur mit einem CCD-Chip bestückt ist, reicht die Bildqualität des DVCAM-Minis jedoch wirklich nur für Drehs aus, bei denen es nicht auf Bildqualität, sondern auf Aktualität und Authentizität ankommt.

Downloads zum Artikel:

T_IZTT_0899_CCSonyPD1.pdf

Autor: Christine Gebhard

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