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Praxistest: DJI Osmo Pocket 4

DJI hat mit dem neuen DJI Osmo Pocket 4 die nächste Generation seiner kompakten Gimbal-Kamera vorgestellt. Was genau sich an dieser Version zum Vorgänger geändert hat und wie sich der Kleine in der Praxis schlägt, erklären wir in diesem Artikel.

©S. Kaykha

Auf den ersten Blick bleibt das Konzept vertraut: klein, leicht und schnell einsatzbereit.

Daten

Im Zentrum steht ein 1-Zoll-CMOS-Sensor in Kombination mit einer f/2.0-Blende. Der Dynamikumfang soll laut DJI von 13,5 Blenden (beim Pocket 3) auf 14 gestiegen sein. Dazu kann in den normalen Aufnahmemodi mit 10 Bit D-Log aufgenommen werden. 10 Bit stehen auch im Zeitlupenmodus zur Verfügung, nur nicht in Log.

©S. Kaykha

DJI Osmo Pocket 4 ist eine kompakte Gimbal-Kamera.

Die Auflösung ist wie beim Vorgänger maximal 4K, allerdings lässt sich hier jetzt Zeitlupe mit 240 fps aufnehmen – beim Pocket 3 war das nur in HD möglich. Fotos nimmt der neue Minigimbal mit 7680×4320 auf. Man merkt also spätestens hier, dass 8K-Video theoretisch auch möglich wäre. Wir sind gespannt, was da in Zukunft noch kommt.

Die integrierte 3-Achsen-Gimbal-Stabilisierung wird durch neue Tracking-Funktionen mit Active Track 7 ergänzt, die Motive auch in Bewegung oder in komplexen Szenen zuverlässig im Bild halten sollen. Dazu kommen verschiedene Modi, Gestensteuerung und ein intelligenter Autofokus. Was sofort ins Auge fällt, sind die zwei neuen Tasten unter dem Display, die den 5D- Joystick und die Aufnahmetaste ergänzen. Über die linke Taste kommt man zu den Zoomstufen, die rechte ist frei belegbar, und es gibt jetzt einen internen Speicher mit 107 GB, natürlich lässt sich auch zusätzlich eine MicroSD nutzen.

©S. Kaykha

Griffadapterstativ.

  • Erhältlich ist der neue Pocket 4 in der Standard-Combo, die logischerweise den Gimbal, eine Klemme zum Sichern, einen Griffadapter mit 1/4«-Schraube sowie einen Tragebeutel enthält. Diese Grundausstattung ist für 499 Euro erhältlich.
  • Wir haben die Kreativ-Combo zum Testen bekommen, die zusätzlich noch einen DJI Mic-3-Sender, ein neues Fülllicht, ein Weitwinkelobjektiv sowie ein Ministativ und eine weitere Tasche enthält. Warum eigentlich keinen ND-Filter? Diese Combo ist für 619 Euro zu haben. Zusätzlich hat uns DJI noch den Osmo Pocket 4 Akkugriff mitgeschickt. Dieser bietet zusätzliche 150 Minuten und ist für 69 Euro zu bekommen.
©S. KaykhaPraxis

Bis jetzt habe ich den Pocket 3 nur ein paar Mal bei Drehs von Kollegen in der Hand gehalten, war aber schon immer überzeugt von seiner Existenzberechtigung. Gerade wenn man in engen Räumen unterwegs ist und kein Platz für einen großen Gimbal ist, freut man sich über einen Osmo Pocket. Wir haben z.B. viel mit Klavieren und Flügeln gedreht, da kann man mit dem kleinen Pocket wunderbar durch das Innenleben »fliegen«. Und apropos fliegen – an einer längeren Stange befestigt verwandelt sich der Osmo Pocket in eine Drohne, bei der niemand meckert.

©S. Kaykha

Licht mit Klappmontage.

Was sofort auffällt (bzw. auffallen muss, sonst kann man nicht drehen) ist die magnetische Transportsicherung. Sie lässt sich einfach und schnell abnehmen. Durch dieses Magnetsystem wird auch das neue Licht am hinteren Motor befestigt. Dieses verfügt über je drei Helligkeitsstufen von 12 Lux, 25 Lux sowie 40 Lux, außerdem kann man zwischen drei Farbtemperaturen wählen (2800 K, 4000 K und 5500 K). Zum Aufhellen des Gesichtes beim Vlogging ist dies eine super Sache. Ganze Räume ausleuchten wird man damit allerdings nicht können…

©S. Kaykha

Stativ, Zusatzgriff, Licht, Audiofunke.

Zunächst war ich natürlich neugierig auf das neue Tracking und den Autofokus. Durch Drücken des 5D-Joysticks kann man den Gimbal zentrieren oder die Kamera in den Selfie-Modus drehen. In diesem habe ich dann in einem ersten Test geguckt, ob mein Gesicht erkannt wird. Wer das Tracking von DJI bereits genutzt hat, weiß, dass sowohl der Fokus als auch das Gimbaltracking auf sehr hohem Niveau arbeiten. So erschien sofort das Autofokus-Kästchen über meinem Gesicht. Durch doppeltes Tippen auf den Bildschirm wird das Tracking aktiviert.

©S. KaykhaDas normale Verfolgen von Objekten funktioniert auch über das Tippen. Durch den 2 Zoll großen Touchscreen mit 1000 Nit geht das auch relativ einfach. Auch wenn ich das Bild kurz verlassen habe, wurde mein Gesicht sofort wieder erfasst, sobald es erneut sichtbar war. Man kann sich auch verschiedene Gesichter im Gimbal speichern. Dadurch werden diese immer priorisiert.

©S. Kaykha

Diverse Auflösungen sind einstellbar.

Die Bedienung des Pocket 4 ist ziemlich selbsterklärend und einfach. Dreht man das Display, schaltet er sich ein. Mit einem Wisch nach oben kann man die Auflösung und Bildrate auswählen (1080 24p bis 4K 60p). Ein Wisch nach links öffnet das Menü für die Kameraeinstellungen. Wie bei allen DJI-Produkten sollte man hier direkt auf »Pro« klicken, um in den manuellen Modus zu gelangen. In diesem Menü lassen sich u.a. Weißabgleich sowie Verschlusszeit und ISO einstellen. Leider benötigt man einen weiteren Klick, um zu den wichtigsten Einstellungen zu kommen, denen zur Belichtung. Hier kann man entweder »Auto« nehmen und nur den ISO-Bereich auswählen, oder »M«, um alles manuell einzustellen. Im normalen Modus geht die ISO (bei unserem Testmodell) von 400 bis 6400, im Nachtmodus (dazu später mehr) von 50 bis 25.600.

Wischt man auf dem Touchscreen nach unten, öffnet sich das Einstellungsmenü. Hier lassen sich z.B. auch verschiedene Menschen (also ihre Gesichter) speichern, das DJI Mic verbinden und auch die C-Funktionstaste frei belegen. Über die neuen Tasten habe ich eingangs ja bereits geschrieben. Tippt man den Zoom ein Mal, wird zweifach ins Bild gezoomt – ohne Auflösungsverlust, aber digital. Doppelt Tippen aktiviert den Vierfach-Zoom. Die danebenliegende C-Taste kann man ebenfalls einmal und doppelt antippen und hat somit zwei Funktionen, die man hier abspeichern kann.

Nach kurzem Optimieren der Grundeinstellungen ging es so also direkt »on the road«, denn der Osmo Pocket ist ja dazu prädestiniert, auf einem Fahrrad genutzt zu werden.


Testaufnahmen Osmo Pocket 4.

Seite 1: Eckdaten, Praxis, Video
Seite 2: Tracking, Hyperlapse, Post, Fazit

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Autor: Sas Kaykha

Bildrechte: Sas Kaykha

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