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ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie« vergeben

Die drei Förderpreisgewinnerinnen Doruntina Ibrahimi Gërxhaliu (links), Leora Koch und Dr. Veronika Solopova.
Auch in diesem Jahr wurde der renommierte ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie« im Rahmen der Medientage München verliehen. Zum 18. Mal wurden drei Absolventinnen für ihre herausragenden Abschlussarbeiten gekürt und die Trophäen übergeben.
Vor Gästen aus der Medienbranche, Wissenschaft und Verbänden moderierte Anja Koebel vom Mitteldeutschen Rundfunk das Event im House of Communication in München. Die Preise überreichten Dr. Katrin Vernau (Intendantin des Westdeutschen Rundfunks), Christian Opitz (Manager für Produktion und Technik des Hessischen Rundfunks) und Prof. Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer (Produktions- und Technikdirektorin des Bayerischen Rundfunks).
Den ersten Preis, verbunden mit 5000 Euro, gewann Dr. Veronika Solopova mit der Dissertation »Hybrid AI Systems in Automated Content Moderation and Analysis« an der Freien Universität Berlin.
In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem Design transparenter hybrider KI-Systeme für die automatisierte Moderation von Onlineinhalten und Erkennung von Propaganda mit dem Fokus auf die praktische Relevanz für gegenwärtige Medien- und Social-Media-Landschaften.
Der zweite Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist, ging an Leora Koch mit der Masterarbeit »Der Klassikomat – Entwicklung eines emotionsbasierten Empfehlungssystems mit KI-Avatar-Führung in der digitalen öffentlich-rechtlichen Klassikvermittlung« an der Hochschule Merseburg.
Mit dem »Klassikomaten« entwickelte sie in ihrer Masterarbeit einen Prototypen für ein emotionsbasiertes Empfehlungssystem mit KI-Avatar-Führung für die digitale Vermittlung klassischer Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit dem Ziel, den Zugang zu diesem Musikgenre niederschwelliger zu gestalten.
Doruntina Ibrahimi Gërxhaliu erhielt den dritten Preis und 2000 Euro Preisgeld für ihre Masterarbeit »Synthetische Stimme: Untersuchung der Herausforderung, Lösungsansätze und Potenziale am Beispiel eines großen bayrischen Medienunternehmen« an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Hochschulzentrum München.
In ihrer Masterarbeit untersuchte sie den Einsatz synthetischer Stimmen im Journalismus am Beispiel des Bayerischen Rundfunks und ordnete das Thema in den Kontext der fortschreitenden Digitalisierung sowie der zunehmenden Nutzung von KI in der Medienproduktion ein.
Seit Beginn der Förderpreisgeschichte stellen die drei Hochschulen zum ersten Mal eine Preisträgerin.
Die Idee des Förderpreises
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen mit dem Förderpreis talentierte Frauen motivieren, sich im Rahmen ihres Studiums und ihrer Forschung mit dem Bereich der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution zu befassen. Außerdem sollen talentierten Frauen karrierefördernde Kontakte in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermittelt werden.
Der ARD/ZDF Förderpreis wird seit 2009 jährlich an Absolventinnen von Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen. Unter dem Motto »Meine Idee schreibt Zukunft« sind Abschlussarbeiten gesucht, die sich mit aktuellen technischen Fragestellungen aus dem Bereich der audiovisuellen und Online-Medien befassen.
Ausrichtung und Vergabe des ARD/ZDF Förderpreises »Frauen + Medientechnologie« liegen bei der ARD.ZDF medienakademie, der Fort- und Weiterbildungseinrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Der Bewerbungszeitraum der nächsten Ausschreibung des Förderpreises für das Jahr 2027 beginnt am 1. November 2026.
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