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HDV-Recorder HVR-M35: Vierkanal und progressiv

Parallel zu den beiden Camcordern Z7 und S270 führt Sony auch einen passenden neuen Recorder ein: den HVR-M35 mit HD-SDI-Ausgang. Der Netto-Listenpreis liegt bei 4.850 Euro.

Der neue, kompakte HDV-Recorder im Sony-Programm ist deshalb notwendig, weil die bisherigen HDV-Recorder von Sony keine vier Audiokanäle verarbeiten können. Der neue Recorder liegt von der Funktionalität und auch vom Preis her zwischen dem HVR-M25 (Test) und dem HVR-1500 (Test). Von Größe, Design und Funktionalität ähnelt der M35 aber sehr viel stärker dem M25 als dem 1500er. Auf der Anschlussseite ist der M25 aber nicht nur umfangreicher bestückt, sondern auch passender für professionelle Infrastrukturen.

Der M35 ist ziemlich leise, er hat aber ein spiegelnde Gerätefront und sehr kleine Tasten, was die Bedienung etwas erschwert. Immerhin liegt eine Infrarot-Fernbedienung bei.

Die Maschine kann in DV, DVCAM und HDV aufzeichnen, letzteres allerdings ausschließlich in 1080i. Diese Formate kann der Recorder ebenso wiedergeben, wie 720p-Material mit 24, 25 und 30 fps, sowie Material von Canon-HDV-Camcordern, das in 24F und 25F aufgenommen wurde und progressives Material von Sonys Z7 und S270 (Test).

Vierkanalton-Aufnahme bieten im HDV-Lager bislang nur drei Camcorder: Canons XL H1 (Vergleichstest, Einzeltest) und die beiden Sony-Camcorder Z7 und S270, deshalb ist der M35 der ideale Partner dieser Geräte.

Damit ist die Alleinstellung des Recorders auch schon beschrieben: Wer einen HDV-Recorder sucht, der Vierkanalton-HDV-Aufnahmen verarbeiten und die von Sony und Canon genutzten progressiven HDV-Formate abspielen kann, für den gibt es derzeit zum HVR-M35 keine Alternative.

Dennoch ist auch der M35 nicht der lange ersehnte, ultimative HDV-Recorder, der wirklich alle HDV-Formate abspielen könnte. Im Test zeigte sich, dass selbst die ohnehin schon eingeschränkte 720p-Playback-Funktionalität (720p50/60 geht nicht) via i.Link nicht nutzbar ist, sondern lediglich über HD-SDI und die analogen Ausgänge funktioniert. Dabei gibt der Recorder aber wenigstens kein gewandeltes Bildsignal ab, sondern ein nativ progressives Signal, wenn sich ein solches auf der Kassette befindet.

Im DV-Modus ist der HVR-M35 zwischen Locked und Unlocked Audio umschaltbar. Mit DVCPRO-Kassetten kann der M35 im Unterschied zum HVR-1500 (Test) nichts anfangen.

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Autor: red

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