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Endspurt
Inhaltlich hatte die NAB2012 zwar keine branchenübergreifenden Riesenknaller zu bieten, aber für einige Überraschungen war die Messe dennoch gut: Dass Blackmagic Design eine 2,5-K-Kamera für 3.000 US-Dollar ankündigte, war häufiges Gesprächsthema und sorgte während der Messe immer wieder für Diskussionen, wobei die Reaktionen von ungläubigem Staunen bis hin zu verständnislosem Kopfschütteln und der Frage reichten, wohin das alles noch führen soll.
Von den Themen und Trends kristallisierte sich deutlich heraus, dass höhere Auflösungen und hier vor allem 4K künftig eine dominante Rolle spielen werden. Der Trend zur Verwendung von Standard-IT-Komponenten ist ungebrochen: Wer sich als Hersteller heutzutage noch auf proprietäre Systeme beschränkt oder gar versucht, solche neu in den Markt zu drücken, der hat offenbar die Zeichen der Zeit verschlafen.
Im Software-Bereich und hier besonders in der Postproduction setzt sich der Trend hin zu immer niedrigeren Preisen fort: Wenn Color Grading und Editing für unter 1.000 Euro zu haben sind, wenn eine Software wie Smoke for Mac für 3.500 Euro angeboten wird, dann kann man in diesem Segment künftig nur noch über die schiere Masse Geld verdienen. Das dürfte nicht nur für die Hersteller gelten, sondern auch für die Freelancer, die mit den günstigen Softwares im Markt unterwegs sind.
Die Frage, wo angesichts sinkender Preise und Margen noch Raum für Qualität und echte Neuentwicklung bleibt, wurde während der Messe vielerorts diskutiert und nicht selten mit der oben schon genannten Frage verbunden, wohin das alles noch führen soll.
Vielleicht hilft hier ein Blick in andere Branchen, die schon ähnliche Transformationen erlebt und letztlich auch überlebt haben — womit wir beim nächsten großen Messethema angelangt wären: Themen wie Steigerung der Effizienz und höhere Automatisierung von Workflows spielten bei der NAB2012 eine wichtige Rolle, und sehr viele Anbieter wiederholten fast schon gebetsmühlenartig, dass ihre jeweiligen Produkte geringere Kosten verursachten und dennoch höheren Output ermöglichten. Ganz getreu der alten Devise: What do you want? More!
Sie werden sehen.
Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller
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