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Exodus? 10 Mitarbeiter wechseln von Das Werk zu VCC

Nachdem sich die mögliche Übernahme und auch verschiedene, bislang skizzierte MBO-Lösungen bei den deutschen Postproduction-Töchtern der Das Werk AG immer weiter verzögern, zeichnet sich nun ein schleichender Exodus der hoch spezialisierten Mitarbeiter ab: Weitere zehn Mitarbeiter wechseln laut dem Werbebranchen-Onlinedienst Horizont.net zu VCC.

Weder die Bavaria Film AG noch Cinemedia, die beide an einer Übernahme der Postproduction-Töchter der Das Werk AG interessiert sind, noch der immer wieder ins Gespräch gebrachte, geheimnisvolle ausländische Interessent, hinter dem sich wohl Deluxe, Condor oder die britische Millenium verbergen dürfte, haben bislang eine Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter der Das-Werk-Gruppe erreicht (siehe auch frühere Meldung hierzu). Auch verschiedene Modelle für Management-Buyouts (MBO) haben sich bislang nicht materialisiert.

Nun treibt laut dem Werbebranchen-Onlinedienst Horizont.net der Das-Werk-Konkurrent VCC mit seiner eigenen Strategie die Entwicklung voran. Demnach wechseln zehn Das-Werk-Mitarbeiter zu VCC, vier sollen in Frankfurt für VCC arbeiten, sechs in Hamburg.

Damit blutet Das Werk weiter aus, mit dem Exodus der Mitarbeiter schwindet das eigentliche Kapital des Unternehmens: Know-how und Kreativität sind letztlich die Lebenselixiere der Postproduction-Branche. Außerdem ist der Geschäftsverlauf in dieser Branche stark auf Personen fixiert und es werden zweifellos auch einige der momentan eh spärlich gesäten Kunden mit den Ex-Werk-Mitarbeitern zu VCC wechseln. Schon einmal war VCC in jüngerer Zeit mit dieser Vorgehensweise erfolgreich und holte Das-Werk-Mitarbeiter ins eigene Haus (siehe auch frühere Meldung hierzu).

Wenn die Entwicklung so weiter gehen sollte, läuft langsam die Zeit für eine größere, eine Verbundlösung bei der Übernahme von Das-Werk-Teilen aus: Wenn die Mitarbeiter erst mal weg sind, bleibt nur noch das Equipment übrig und das altert nirgends so schnell wie in der Werbe-Postproduction und lässt sich viel leichter ersetzen als qualifizierte Mitarbeiter.

Autor: red

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