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NAB2003: Thomson sieht neue Potenziale

Thomson sieht neue Märkte in den Bereichen News- und High-Definition-Produktion. Seine Kunden will Thomson mit neuen Business-Modellen, modularen Produkten und optimiertem Preis/Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Thomson-Broadcast-Chef Marc Valentin betont, dass Thomson für die Zukunft gut aufgestellt sei. Allein in den vergangenen zwei Jahren habe das Unternehmen rund 450 Millionen Euro investiert und mehrere Akquisitionen erfolgreich abgewickelt. Mit nunmehr über 3.000 Kunden weltweit verfüge Thomson über eine breite Anwenderbasis in der gesamten Broadcast-Welt und sei gut gerüstet für weiteres Wachstum und potenzielle neue Akquisitionen.

Valentin verspricht sich ein klareres Unternehmensprofil davon, dass Thomson nun in die vier strategischen Marken Thomson, Technicolor, RCA und Grass Valley untergliedert ist. Alle werden mit dem Zusatz »a Thomson Brand« versehen, also auch »Thomson, a Thomson Brand«.

Überraschend ist das Gewicht, das Grass Valley bei den Broadcast-Produkten einnimmt. Hier tritt Thomson praktisch nur noch im Kleingedruckten auf : Ab sofort werden alle Produkte, die aus dem Broadcast- und Professional-Bereich kommen, den Markennamen Grass Valley tragen. Selbst die Film-Imaging-Abteilung und deren Produkte tragen nun den Namen Grass Valley, es gibt nun also einen Grass-Valley-Filmabtaster.

Die aktuellen Marktsituation beurteilt Marc Valentin als durchwachsen: »Wir gehen davon aus, dass sich die Werbeeinkünfte der Broadcaster erst zum Jahresende 2003 wieder erholen. Das bedeutet für uns als Hersteller, dass wir den Kunden neue Business-Modelle und interessante Produkte mit agressiven Preisen bieten werden. Das größte Potenzial sehen wir derzeit im News- und im High-Definition-Bereich. Hier gilt es, den Kunden Produkte zu bieten, mit denen sie ihre Inhalte in der maximalen Qualität in möglichst kurzer Zeit on air bringen können. Und das Ganze möglichst kostengünstig«.

Für die Produktentwicklung und –strategie bedeutet dies aus Thomson-Sicht, dass Aspekte wie Modularität und Multiformat-Unterstützung einen besonders hohen Stellenwert haben. Zudem versucht Thomson nach eigenen Angaben, die Vernetzbarkeit der einzelnen Produktlinien weiter zu verstärken.

In puncto Überschneidungen der nun zusammen gefügten Produktlinien von Thomson, Grass Valley und Philips betont man bei Thomson, dass alle Linien weiterentwickelt würden. Ergänzend fügt Bereichsleiter Jean-Marc Hoffer hinzu, dass die Linien Zodiak, XtenDD und Kalypso letztlich auch nicht miteinander konkurrierten, da sie ganz unterschiedliche Funktionen böten und daher auch unterschiedliche Marktsegemente ansprächen.

In die Zukunft blickt Thomson mit positiven Erwartungen, denn, so Marc Valentin: »Trotz des harten Marktes wird Thomson weiter wachsen.« Und das ist in Zeiten wie diesen eine klare Ansage.

Autor: red

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