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Kinoton realisiert 3D-Kinoprojektion auf Großbildleinwänden

Kinoton stattete das Cineplex in Marburg sowie den Cinedom in Köln mit Dolby-3D-Projektionstechnik für große Leinwände aus.

Um auf der 22 x 10 m großen Leinwand des Cinedom Köln sowie der 17 x 7 m messenden Leinwand des Cineplex Marburg eine ausreichende Bildhelligkeit zu erzielen, installierte Kinoton in den beiden Multiplex-Kinos jeweils zwei gekoppelte D-Cinema-Projektoren des Typs DCP 30 L. Laut Kinoton handelt es sich dabei um die ersten Dual-3D-Installationen in Deutschland.

Für das Stereo-3D-Verfahren von Dolby wird in der Regel nur ein Projektor verwendet. Durch ein rotierendes Farbfilter-Rad im Strahlengang des Projektors wird die Wellenlage der RGB-Primärfarben für das linke und rechte Auge gegeneinander verschoben. Über die Interferenz-Filtergläser in den Stereobrillen der Zuschauer wird dann jedes Auge nur mit dem jeweils passenden Bild versorgt. Bei den aktuellen Kinoton-Projekten kamen zwei Projektoren zum Einsatz, um den Helligkeitsverlust auf der großen Leinwand auszugleichen.

Der D-Cinema-Projektor DCP 30 L basiert auf der DLP-Technik von Texas Instruments, wird aber direkt von Kinoton entwickelt und gebaut. Der DLP-Chip bietet eine Auflösung von 2K (2.048 x 1.080 Pixel). Das Lampenhaus nimmt Xenon-Lichtquellen mit bis zu 7.000 W auf. Nach Herstellerangaben ist der DCP 30 L durch das verwendete Beleuchtungssystem sehr lichtstark. Speziell die angesprochene Dual-Variante erreicht so auch bei großformatigen Stereo-3D-Projektionen helle und kontrastreiche Bilder. Für die Zuspielung des Bildmaterials kommen Dolby-3D-Server zum Einsatz.

Da das Dolby-3D-Verfahren auf die Polarisation der beiden projizierten Bilder verzichtet und stattdessen Farbinterferenzen zur Unterscheidung der Links- und Rechts-Bilder nutzt, kann weiterhin die bestehende Kinoleinwand verwendet werden. Bei 3D-Verfahren, die mit polarisiertem Licht arbeiten, ist eine Leinwand mit Silberbeschichtung notwendig, um die Polarisation des Lichts zu erhalten.

Dieser Aspekt spielte auch für Cineplex-Geschäftsführer Gerhard Closmann eine entscheidende Rolle: So wurde das Polarisationsverfahren und damit der Einsatz einer Silberleinwand wegen der ausgedehnten Bildwandgröße von 17 x 7 m nicht näher in Betracht gezogen. Außerdem sollen in dem neuen Setereo-3D-Kinosaal auch weiterhin 2D-Filme als Digital- sowie 35mm-Projektion gezeigt werden. Bei Verwendung einer Silberleinwand dieser Größe würde durch die stärkere Lichtbündelung nach der Reflexion an der Leinwand ein weniger gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild entstehen. Eine diffus und somit weniger gerichtet reflektierende, weiße Leinwand bietet hier eine homogenere Helligkeitsverteilung.

Autor: red

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