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Back on the Block: Cine Plus modernisiert Das Werk

Nach der Insolvenz des Postproduction-Hauses Das Werk im Juli vergangenen Jahres, hatte Cine Plus im Oktober wesentliche Teile des Unternehmens übernommen. Zum Jahresbeginn 2012 soll nun wieder voll durchgestartet werden: mit modernisiertem Equipment und zusätzlichem Personal.

Cine Plus hat die Niederlassungen von Das Werk in Frankfurt, Hamburg und München im Oktober 2011 nahezu unverändert übernommen. Zusammen mit Postproduction-Häusern, die vorher schon zu Cine Plus gehörten, und durch Zusammenlegung mit eigenen Aktivitäten, ergibt sich folgende Gruppenstruktur für den neuen Postproduction-Verbund, der unter dem Namen Das Werk weitergeführt wird: Das Werk Berlin mit zwei Adressen in der Hauptstadt, Das Werk Köln an neuem Standort mit Blick in den Stadtgarten, Das Werk Frankfurt, Das Werk München, Das Werk Hamburg und Pictorion Zweig-Werk in Frankfurt, dessen Übernahme durch Cine Plus im Dezember 2011 erfolgte. Der Pictorion-Standort Düsseldorf wurde hingegen von Cine Plus nicht übernommen, hier plant das Unternehmen nun einen neuen, eigenen Standort.

Frank Evers als Geschäftsführer und Helge Neubronner als Deputy Managing Director leiten alle diese Niederlassungen, vor Ort gibt es aber teilweise noch jeweils einen Head of Production. Die bisherigen Pictorion-Das-Werk-Geschäftsführer Michael Brink und Wolf Bosse sind in gegenseitigem Einvernehmen ausgeschieden. 

Cine Plus hat einen Großteil der Mitarbeiter und fast die gesamte Technik an allen Standorten übernommen — und es wurde seit der Übernahme auch wieder investiert, besonders im Bereich Color Grading, wo Das Werk auf Baselight setzt.

Personelle Veränderungen

Adam Glauer wurde Anfang 2012 als neuer Kreativchef der Das-Werk-Gruppe verpflichtet. Er ist in dieser Funktion für alle Standorte zuständig und berichtet direkt an die Geschäftsleitung. Nina Pötz ist neuer Head of Production in München, leitet also diese Niederlassung. Glauer und Pötz kommen beide von Arri.

Sarah Bossard ist als neue Inhouse Producerin bei Das Werk Frankfurt tätig. Sie wechselt von den Elephant Studios in der Schweiz an den Main. Bossard unterstützt das dort bestehende Team gemeinsam mit zwei weiteren neuen Producerinnen, Doro Becker-Vogt und Lucy Ruhnke.

Weitere Investitionen

Die Zahl der aktuellen Flame-Systeme innerhalb der neuen Das-Werk-Gruppe ist auf zehn gestiegen: fünf Flame2012-Lizenzen wurden neu angeschafft. In diese und weitere technischen Modernisierungen wurden nach Firmenangaben in den vergangenen Monaten rund eine Million Euro investiert.

Das Werk Frankfurt erhält außerdem ein aktuelles Baselight Gen4 als Basis einer neuen Grading-Suite. Dort kann künftig unter anderem Raw-Material von Alexa, Red One oder Epic nativ in Echtzeit verarbeitet werden. Auch in der Münchener Niederlassung wurde zu Jahresbeginn ein Baselight Gen4 installiert. Die anderen Niederlassungen sind nach Unternehmensangaben im Grading-Bereich ohnehin noch auf einem aktuellen Stand.

Weiter wurden in verschiedenen Niederlassungen neue Lizenzen von Media Composer, Maya, Cinema4D, Nuke, After Effrects und Fusion installiert, teilweise auch mit neuer Hardware-Basis.

Kunden bleiben überwiegend treu

Für das Jahr 2012 haben laut Das Werk die Großkunden Procter & Gamble, Nestlé und L´Oréal, sowie das ZDF-Marketing Rahmenvereinbarungen mit der Postproduction-Gruppe geschlossen.

Das Werk betreut auch weiterhin viele Agenturen wie Publicis, JWT, LeoBurnett, SelectNY, Ogilvy, McCann Ericsson, Saatchi & Saatchi, Innocean, Heye & Partner, Cheil und weitere, sowie weitere Kunden wie Redblue Marketing, Red Bull und Gruner & Jahr. Filmproduktionsfirmen wie E+P, Frankfurt Film, Twinfilm, Filmstyler, Dowsing&Leonard und REM runden das Kundenportfolio der Unternehmensgruppe ab.

Empfehlungen der Redaktion:

06.07.2011 – Pictorion Das Werk ist insolvent
29.03.2003 – Media Select kauft Das-Werk-Postproduction-Häuser

Autor: red

Bildrechte: Das Werk

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