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Genelec bestückt Spatial Audio and Arts Lab

Auf dem Kreativ Campus Detmold ist eine neue Forschungs- und Ausbildungsstätte für digitale Medienproduktion, Sounddesign und Musikinformatik entstanden. Mit an Bord: Genelec.

Detmold ist seit Kurzem Sitz des KreativInstitut.Ostwestfalen-Lippe (KIO), das die Disziplinen digitale Medienproduktion, Komposition und Sounddesign, Digital Humanities und Musikinformatik sowie künstliche Intelligenz vereint. Das Herzstück des KIO ist das Spatial Audio and Arts Lab (S.A.A.L.) – ein Ambisonics-Abhörraum, den Genelec komplett mit Monitoren ausgestattet hat.

©Genelec

Das Spatial Audio and Arts Lab (S.A.A.L.) des KIO befindet sich auf dem Kreativ Campus Detmold in Deutschland.

Das KIO wird gemeinsam von der Universität Paderborn, der Hochschule für Musik Detmold und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe betrieben und bündelt Kompetenzen aus Medienproduktion, Komposition, Digital Humanities und KI unter einem Dach. »Für Studierende bietet das KIO enorme Möglichkeiten, da sie mit Technologien arbeiten können, die man selten so an einem Ort vereint sieht«, sagt Sascha Etezazi, künstlerischer Mitarbeiter für Komposition und Sounddesign am Institut.

Vollsphärische Wiedergabe bis zur 6. Ordnung

Das S.A.A.L. ist als hochauflösender Ambisonics-Raum ausgelegt und deckt vollsphärische Wiedergabe zwischen 5. und 6. Ordnung ab – parallel dazu bleibt der Raum kompatibel zu kanalbasierten Formaten und Consumer-Standards wie Dolby Atmos.

©Genelec

Das Spatial Audio and Arts Lab verfügt über ein immersives 360-Grad-Abhörsystem, das aus 43 Genelec 8030C-Lautsprechern und vier 7050C-Subwoofern besteht.

Bei der Konzeption arbeitete Etezazi mit Immersiv-Berater Jörn Nettingsmeier zusammen: Nettingsmeier verantwortete Traversenstruktur, Akustikvorhänge und Elektroakustik, Etezazi und sein Team die Positionierung und den Aufbau des Abhörsystems.

Den Ausschlag für Genelec gaben eigene Erfahrungen: Etezazi nutzt seit Jahren ein Paar 8330A SAM-Monitore im privaten Studio und schätzt deren kontrollierte Richtcharakteristik und kompaktes Format.

43 Lautsprecher, vier Subwoofer, ein Sphärenarray

Umgesetzt wurde das System schließlich mit 43 Genelec 8030C Zwei-Wege-Monitoren, angeordnet als 360-Grad-Sphärenarray über 7 × 6 × 3,8 Meter, ergänzt um vier 7050C-Subwoofer. Ziel war ein breiter Hörbereich, in dem mehrere Personen gleichzeitig im Stehen mithören können.

©Genelec

Dank der kontrollierten Richtcharakteristik und der kompakten Bauweise fiel die Wahl auf Genelec 8030C.

Die Infrastruktur ist auf Plug-and-Play mit gängigen DAWs und Wiedergabesystemen ausgelegt: Studierende bereiten Mixe extern vor, docken im S.A.A.L. an und arbeiten dort formatübergreifend weiter. Die Kalibrierung erfolgte über die DIP-Schalter der 8030C zur Raumanpassung – dank guter Grundakustik ausreichend für ein stimmiges Gesamtergebnis, externe Raumkorrektursysteme bleiben bei Bedarf optional.

Musikalität statt Technik-Fokus

Etezazi, selbst Tonmeister, wollte mit dem Setup vor allem eines vermeiden: dass Ambisonics als rein technisches Format mit kleinem Sweet Spot wahrgenommen wird. Sein Fazit: Das Genelec-System lasse das Format in den Hintergrund treten – am Ende zähle nur noch die Musik.

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