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Demokratie braucht viele Stimmen
Erstmals schließen sich journalistische Medien unterschiedlicher Gattungen in Deutschland zu einer gemeinsamen Initiative zusammen.
Ein breites Bündnis journalistischer Medien und ihrer Verbände trägt die Initiative, die rund um den Internationalen Tag der Demokratie (15. September) stattfindet. Dazu zählen der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Medienverband der freien Presse (MVFP), ARD, ZDF, RTL Deutschland, ProSiebenSat.1, VAUNET – Verband Privater Medien, die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR), der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL), der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) sowie weitere Partner.
Während der Aktionswoche planen die Unternehmen zahlreiche Beiträge in Print, Radio, Fernsehen, Podcasts und digitalen Angeboten, ebenso Dialogveranstaltungen und Redaktionsgespräche. Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt dabei eigenverantwortlich in den jeweiligen Redaktionen.
Die Initiative greift die tiefgreifenden Veränderungen der Öffentlichkeit auf, in deren Zuge Big-Tech-Gatekeeper-Plattformen und Künstliche Intelligenz die Mechanismen öffentlicher Aufmerksamkeit erheblich verändern. Immer mehr Inhalte verbreiten sich immer rasanter und häufig ungeprüft, sodass es für viele Menschen schwieriger wird zu erkennen, welchen Aussagen, Texten oder Bildern sie vertrauen können.
In dieser Situation wächst die Bedeutung des professionellen Journalismus. Er übernimmt Verantwortung für veröffentlichte Informationen, arbeitet nach bewährten Qualitätsstandards, erklärt seine Arbeitsweise und ordnet Informationen ein. So entstehen Orientierung, Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Erstmals treten journalistische Medien mit unterschiedlichen Aufträgen, Geschäftsmodellen und publizistischen Profilen gemeinsam auf. Eine Vielzahl an Perspektiven abzubilden, ist zugleich Ausdruck und Voraussetzung einer lebendigen demokratischen Öffentlichkeit.
»Demokratie braucht viele Stimmen« ist ein gemeinsames Bekenntnis zu Presse- und Rundfunkfreiheit, journalistischer Verantwortung und einer vielfältigen Medienlandschaft, die Orientierung bietet und den demokratischen Diskurs stärkt.










