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Mediatech Hub Potsdam startet neue R&D-Plattform
Neue KI-Anwendungen, cloudbasierte Produktionsprozesse und digitale Werkzeuge verändern die Medienproduktion in immer kürzeren Zyklen. Doch zwischen einer verfügbaren Technologie und ihrem Einsatz in einer realen Produktion liegt häufig ein entscheidender Schritt: Sie muss getestet, in bestehende Abläufe integriert und unter realistischen Bedingungen bewertet werden.
Genau dafür startet der MediaTech Hub Potsdam (MTH) jetzt den MTH Creative Innovation Space in Babelsberg. Die neue R&D-Plattform richtet sich an Medien- und Technologieunternehmen, Startups sowie Forschungsteams mit konkreten Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben. Sie erhalten Zugang zu einem Pool aus digitalen Technologien und Infrastruktur des Partnernetzwerks.
Bereits mit dem Start stellt eine Vielzahl von Partnern im MTH Creative Innovation Space umfangreiche Technologien und modernste Infrastruktur für einen Technologie-Pool bereit. Der MTH bündelt diese Angebote als Tech Stack und bringt ausgewählte Projekte mit den Technologien und Partnern zusammen, die zu ihrer jeweiligen Fragestellung passen. So können Projektteams beispielsweise Lösungen in sicheren Umgebungen testen, für die ihnen im eigenen Unternehmen die technische Infrastruktur, das Spezialwissen oder geeignete Testbedingungen fehlen. Das Spektrum reicht von KI- und Cloud-Lösungen bis zu Technologien für Produktion, Postproduktion und Distribution. Zu den ersten Technologiepartnern gehören neben dem in Babelsberg angesiedelten Unternehmen Volucap, mit volumetrischen Aufnahmetechnologien und Mimic Productions mit Lösungen für Digital Humans und 3D-Scanning auch die in UK beheimateten Unternehmen FilmLight mit High-End-Technologien für Colour Grading, Engine Lab für Cloud-Lösungen für Filmstudios sowie das deutsche Unternehmen MoovIT mit cloudbasierten Produktions- und Workflow-Lösungen und das zur Filmuniversität Babelsberg gehörende CX Studio, das immersive und interaktive Medientechnologien für die Erprobung bereitstellt.
Der Tech Stack ist dabei kein abgeschlossenes Angebot. Weitere Technologie- und Forschungspartner sollen hinzukommen und die verfügbaren Lösungen entlang neuer Anforderungen und Projekte kontinuierlich ergänzen.
»Der Film- und IT-Standort Babelsberg bietet ein einmaliges Umfeld für R&D, denn hier können im direkten Produktionsumfeld neue Technologien genau da entwickelt und getestet werden wo sie eben auch eingesetzt werden sollen und müssen. Mit dem MTH Creative Innovation Space ergänzen wir unser bestehendes Angebot aus Startup-Accelerator, Standortmanagement und internationaler MTH Conference um ein weiteres wichtiges Wirkungsfeld.«
Peter Effenberg, Geschäftsführer, MediaTech Hub Potsdam
Zusammenarbeit mit dem RBB
Mit dem Start des MTH Creative Innovation Space wird zudem eine zweite große strategische Kooperation veröffentlicht: mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat der MediaTech Hub Potsdam eine strategische Partnerschaft zu Medientechnologien und Innovation getroffen. Geplant sind ein regelmäßiger Austausch über technologische Entwicklungen, neue Produktionsverfahren und Mediennutzung sowie die Prüfung gemeinsamer Innovationsprojekte. Neue Anwendungen sollen dabei auch in geeigneten Testumgebungen erprobt werden können. Konkrete Vorhaben werden jeweils gesondert vereinbart. Die Kooperation läuft vorerst bis Ende 2027.
»Die Medienwelt entwickelt sich rasant. Als öffentlich-rechtlicher Rundfunk wollen wir diesen Wandel mitgestalten. Dafür müssen wir neue Technologien frühzeitig verstehen und in einem geschützten Rahmen mit klaren Standards ausprobieren. Deshalb freuen wir uns sehr über die Kooperation mit dem MediaTech Hub. Hier können wir unsere Erfahrung als öffentlich-rechtliches Medienhaus mit dem starken Innovationsnetzwerk des MTH verbinden – und das direkt vor unserer Haustür. Davon profitieren beide Partner und am Ende vor allem unser Publikum.«
Ulrike Demmer, Intendantin, Rundfunk Berlin-Brandenburg
»Mit dem MediaTech Hub Potsdam gehen wir dorthin, wo technische Innovation entsteht: in ein offenes Netzwerk, unabhängig von einzelnen Anbietern. Was sich dort bewährt, bringen wir in den rbb und, wo es passt, in die ARD.«–Julian Hecker, Leiter Technologie und Infrastruktur, Rundfunk Berlin-Brandenburg«
Julian Hecker, Leiter Technologie und Infrastruktur, Rundfunk Berlin-Brandenburg
Damit baut der MTH sein strategisches Netzwerk in Babelsberg weiter aus. Seit Mai 2026 besteht bereits eine enge Kooperation mit der Studio Babelsberg AG, etwa im Rahmen der AI & Virtual Production Masterclass, in die der MTH als Standortpartner sein regionales Netzwerk aus regionalen Startups dem MediaTech-Ökosystem einbringt. Der MTH Creative Innovation Space nutzt damit die Voraussetzungen des Standorts, an dem Medienproduktion, Technologie, Forschung und Unternehmertum unmittelbar zusammenkommen.
Technologie dort testen, wo sie eingesetzt werden sollen
Der MTH Creative Innovation Space setzt in der Phase vor der Einführung einer Technologie in den regulären Produktionsbetrieb an. Unternehmen sollen ihre Ideen und Konzepte für neue Werkzeuge oder Workflows erproben, technische Schnittstellen verstehen und belastbar bewerten können, welchen Nutzen eine Lösung für den eigenen Anwendungsfall bietet.
»Die Geschwindigkeit, mit der sich Medientechnologien durch generative KI und neue cloudbasierte Workflows entwickeln, ist enorm. Für Medienunternehmen reicht es deshalb nicht, neue Tools nur auf dem Papier zu bewerten. Entscheidend ist, sie unter realistischen Bedingungen zu testen und auch erstmalig einzusetzen, damit tatsächlich ein Mehrwert für die Produktion entsteht. Genau dafür schaffen wir mit dem Creative Innovation Space einen praxisnahen Rahmen.«
Simon Sturzenegger, Head of Creative Technologies, MediaTech Hub Potsdam
Über Open Calls werden sich Unternehmen, Startups und Forschungsteams künftig mit konkreten R&D-Ideen bewerben können. Für ausgewählte Projekte identifiziert der MTH geeignete Technologien und Partner, unterstützt bei technologischen Fragestellungen und informiert bei Bedarf über Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
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