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»The Dude« und sein analoges Widelux-Kameraabenteuer

Jeff Bridges ist unter anderem für seine Rolle als Dude in »The Big Lebowski« bekannt. Er initiierte die Neuauflage einer Panarama-Kamera und tat sich dazu mit Charys Schuler und Marwan El Mozayen aus Hessen zusammen (rechts im Bild).
Seit den späten 1970er-Jahren fotografiert Jeff Bridges an den Sets seiner Filme ausschließlich mit einer Widelux – eine Panoramakamera, die Bilder in einem außergewöhnlich breiten, filmischen Format erzeugt. Im Unterschied zu normalen Kameras hat die Widelux keinen klassischen Lamellenverschluss. Bei dieser Kamera schwenkt das Objektiv bei der Aufnahme im Bogen von rund 140 Grad und belichtet den Film durch diesen schmalen Spalt. So entstehen Aufnahmen mit einer ganz besonderen Ästhetik.

Jeff Bridges fotografiert bei der Premiere in Frankfurt mit der neuen WideluxX – die Neuauflage der Kamera hat ein zusätzliches X im Namen.
Als seine Widelux öfter mal zu versagen drohte, machte sich Jeff Bridges gemeinsam mit seiner Frau Susan – einer erfolgreichen Fotografin – auf die Suche nach Unterstützung. Und fand sie ausgerechnet in der beschaulichen hessischen Kleinstadt Bad Nauheim.
Dort leben und arbeiten Charys Schuler und Marwan El Mozayen (im Bild rechts oben), zwei leidenschaftliche Analogfilm-Fans, die das Magazin Silvergrain Classics herausgeben und Jeff Bridges vor einigen Jahren interviewten. Als Jeff Bridges die beiden während des Interviews fragte, ob sie ihm bei seiner wilden Mission, die Widelux-Kamera nachzubauen, helfen können, sagten sie zu. Das war der Beginn einer ganz besonderen Entwicklung.
Die Doku »Jeff Bridges’ analoges Abenteuer. Der Filmstar, seine Frau Susan, zwei Hessen, eine Kamera« ist seit Samstag, 24. Oktober, in der ARD Mediathek abrufbar.
Zur Filmpremiere im Hessischen Rundfunk (HR) in Frankfurt am 24. Oktober kam Bridges mit seiner Frau Susan und fotografierte dort auch mit dem Prototyp der WideluxX. Die Neuauflage der Kamera trägt im Unterschied zum Widelux-Original ein zusätzliches X im Namen. |
Eine Doku entsteht
Der Filmemacher Ingo Schmoll wurde auf dieses ungewöhnliche Projekt aufmerksam und sah darin das Potenzial für eine Doku. Er konnte den Hessischen Rundfunk für das Projekt gewinnen. Gemeinsam mit der HR-Redaktion um Simon Broll, Carla Reitter, Adrian Lehnigk entstand die sehr sehenswerte Doku.
Ingo Schmoll begleitete Charys Schuler und Marwan El Mozayen auf ihrem ungewöhnlichen Roadtrip, der von Bad Nauheim über Wetzlar nach Hollywood führte. Über sechs Jahre hinweg verfolgten sie gemeinsam mit Jeff und Susan Bridges das Ziel, die Widelux-Kamera neu aufzulegen.
»Jeff Bridges’ analoges Abenteuer« zeigt Rückschläge, kleine Triumphe, Detektivarbeit und die Beharrlichkeit, die es braucht, um ein Stück Fotografiegeschichte zu retten. Es geht um Leidenschaft, Handwerk und die Liebe zum Analogen als Gegenentwurf zur Künstlichen Intelligenz und einer digitalen Welt.

Jeff Bridges fotografiert bereits seit Jahren mit einer Widelux und hat auch schon mehrere erfolgreiche Bildbände veröffentlicht.
Und um eine Freundschaft, die zwischen einem Weltstar, seiner Frau und zwei Bastlern aus der hessischen Provinz entstand.
Zudem gibt Jeff Bridges erstmalig vor der Kamera ausführlich Einblick in seine Arbeit als Fotograf und in sein filmisches Schaffen.
Denn so selten er auch Interviews gibt, für diesen Film hat er sich gemeinsam mit seiner Frau Susan Zeit genommen, um über den perfekten Moment oder die Parallelen zwischen analogem Film und selbstgerollten Joints zu sprechen. Und er erzählt von seinen Erinnerungen an Klassiker wie »The Big Lebowski«, »Die fabelhaften Baker Boys« oder »King Kong«. Denn mit diesem Film begann seine eigene Arbeit als Fotograf.
Regisseur Ingo Schmoll über seine Dokumentation »Jeff Bridges’ analoges Abenteuer«.
Seite 1: Jeff Bridges und seine Widelux, HR-Doku
Seite 2: Technische Hintergründe WideluxX
Autor: C. Gebhard
Bildrechte: Ingo Schmoll, Nonkonform
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