Messe: 13.09.2002

IBC2002: Pinnacle präsentiert Palladium

Pinnacle stellt zur IBC2002 auch in Europa seine kombinierte Speicher/Netzwerk-Strategie mit dem Namen Palladium vor.

Pinnacle fasst unter dem Begriff »Palladium« sein Shared-Storage-Konzept zusammen, das dafür sorgen soll, dass sich unterschiedlichste Geräte in einem Netzwerk mit einem gemeinsamen Speicher nutzen lassen, bei möglichst fehlertolerantem File-System. Am ehesten vergleichbar ist Palladium wohl mit Avids Unity-System, obwohl Pinnacle Wert auf einige Besonderheiten des Palladium-Netzwerk-Konzepts legt, etwa dass Palladium auf Ethernet basiere. Weitere Eckpunkte des Konzepts im Überblick:

** Diverse Systeme, etwa Liquid Blue, Mediastream oder Vortex sollen innerhalb von Palladium auf einen gemeinsamen Speicher zugreifen können.
** Kritische Systemkomponenten sollen doppelt existieren und gespiegelt werden, so dass im Falle eines Ausfalls in Echtzeit auf die zweite zugegriffen werden kann, ohne dass hierbei die laufenden Prozesse beeinträchtig würden. Pinnacle fasst dies unter dem Begriff »No Single Point of Failure« (NSPOF) zusammen.
** Trotz des gemeinsamen Speichers soll es innerhalb von Palladium einheitliche Austauschformate geben. Konkret sollen MPEG (I-Frame only und IBP) sowie DV25/50 und MPEG1 Proxy unterstützt werden.
** Mit Hilfe des File-Konvertierungs-Systems »Palladium Exchange« soll es darüber hinaus die Möglichkeit geben, Files anderer Systeme zu konvertieren, etwa Files eines Avid-NLE-Systems oder eines Thomson-Grass-Valley-Servers. Auch MXF-Files sollen sich einbinden lassen, wobei Pinnacle hier darauf verweist, dass der Formatstandard erst von der SMPTE verabschiedet werden müsse.
** Palladium sieht zudem ein einheitliches Metadaten-Format und eine entsprechende Content-Management-Infrastruktur vor, wobei die Metadaten in einem Metadaten-Controller gespeichert werden sollen. Alle Clients im Netzwerk sollen darauf Zugriff haben.
** Alle Hardware-Komponenten sollen via SNMP überwacht werden. Im Falle eines Ausfalls soll auf der Benutzeroberfläche des Status-Monitorings sofort ein Operator alarmiert werden.

Erste Palladium-Installationen gibt es schon, etwa bei der Canadian Broadcasting Corporation und bei Turner/CNN . Pinnacle weist jedoch auf darauf hin, dass noch nicht alle Pinnacle-Produkte 100%-Palladium-kompatibel seien. Dazu Al Kovalick, CTO bei Pinnacle: »Die Entwicklung von Palladium ist ein langfristiger Prozess, und wir verfolgen damit einen praktischen Ansatz, in dessen Verlauf wir unser Produkt immer weiter entwickeln und gemeinsam mit den Kunden an die Bedürfnisse der Praxis anpassen.

Autor
red
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